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Frankfurt und Breitengüßbach sind Deutscher Meister

23.05.2016 || 08:55 Uhr von:
Frankfurt gegen Ulm und Breitengüßbach gegen Berlin standen sich in den Finals der JBBL und NBBL gegenüber. Frankfurt ist zum ersten Mal Deutscher Meister (U16), für Breitengüßbach gab es nach 2012 den zweiten Titel (U19).

JBBL Finale: Eintracht Frankfurt – ratiopharm akademie (61:53)

Im Finale der JBBL standen sich  Eintracht Frankfurt/FRAPORT SKYLINERS und die ratiopharm akademie gegenüber. Zoltan Nagy vertraute Dejan Puhali, Tim Köpple, Edward Reisig, Moritz Krimmer und Mate Fazekas, sein Gegenüber Olaf Kanngießer schickte Noah Litzbach, Aris Letsios, Fabian Bender, Jim Gietz und Felix Stahl auf das Parkett.

Die erste Halbzeit war durch Kampf und Defensive geprägt, die beiden Teams blieben bei zusammen 19 Versuchen ohne Treffer aus der Distanz. Im ersten Viertel hatte Ulm Vorteile, konnte diese jedoch nur in eine Fünf-Punkte Führung ummünzen (4:9, 10 Minuten). Nach drei gespielten Minuten im zweiten Viertel schien sich der Knoten langsam zu lösen. Es gab nun mehr gelungene Offensivaktionen; insbesondere Alvin Onyia versuchte mit seiner Athletik immer wieder Akzente zu setzen (bester Frankfurter +/- Wert von +4 zur HZ). Frankfurt, längentechnisch im Nachteil, machte die Not zur Tugend und spielte mit einer kleinen Aufstellung schnellen Basketball. Aris Letsios traf mit Brett zum 16:15, dies war gleichzeitig die erste Frankfurter Führung. Ulm suchte und fand weiterhin Mate Fazekas, der mit neun Punkten (jedoch bei schwacher Quote) Topscorer zur Halbzeit war.

Zur zweiten Halbzeit wurde die Handbremse dann endgültig gelöst – mit 26 Punkten erzielte Frankfurt im dritten Viertel alleine mehr Punkte als in der gesamten erten Halbzeit. Die Frankfurter spieten wie schon gegen Ende der ersten Halbzeit sehr schnellen Basketball und konnten ihre athletischen Vorteile gegenüber Ulm ausnutzen. Jim Gietz und Alvin Onyia ließen ihre direkten Gegenspieler immer wieder stehen; den stärksten Eindruck hinterließ allerdings Noah Litzbach, der mehrmals stark am Brett punktete – mit Kontakt und mit der linken Hand. Doch auch Ulm markierte im dritten Viertel mehr Punkte und so stand es vor dem letzten Viertel 38:46.

Frankfurt hatte das Spiel weitgehend unter Kontrolle, doch die Foulproblematik drohte ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Gleich zu Beginn des letzten Viertels holte sich Gietz sein viertes Foul ab, Dejan Puhali traf im selben Angriff für die Ulmer mit einem erfolgreichen Dreier zum 43:48. Fabian Bender hatte für die Hessen jedoch die richtige Antwort parat (43:51); Frankfurt holte sich das Momentum dann endgültig wieder zurück: Block von Litzbach aus der Helpside-D gegen Fazekas und ein anschließender erfolgreicher Distanzwurf von Jim Gietz bedeuteten eine zweistellige Führung!

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Der Distanzwurf von Noah Litzbach fiel im Finale nur sehr schlecht, dafür überzeugte er mit starken Aktionen am Brett

Die Führung der Hessen in einem hart umkämpften letzten Viertel pendelte sich bei ungefähr zehn Punkten ein. Ulm schaffte es zwischenzeitlich noch einmal den Vorsprung auf unter zehn Punkte zu drücken, doch Frankfurt überstand auch diesen Run und gewann das Finale mit 61:53.

Das starke Offensivspiel von Mate Fazekas (21 Punkte, 11 Rebounds, 10 gezogene Fouls, aber auch fünf Turnover) und Tim Köpple (15 Punkte und 4 Rebounds) reichte nicht aus für die Hausherren. Moritz Krimmer (2 Punkte, 9 Rebounds) machte zwar in der ersten Halbzeit defensiv einen guten Job gegen Noah Litzbach, konnte jedoch nicht an sein überragendes Halbfinale anknüpfen.

Für Frankfurt spielte das Trio Jim Gietz (12 Punkte, 4 Rebounds, 4 Assists, TOP4 MVP), Fabian Bender (15 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists, 5 Steals) und Noah Litzbach (16 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists) stark auf. Dank des konsequenten schnellen Spiels und des Ausspielens ihrer athletischen Vorteile konnte auch eine Dreierquote von 14% die Hessen nicht vom Gewinn der Meisterschaft abhalten.

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Jim Gietz wusste immer wieder mit seiner Athletik zu überzeugen und wurde zum MVP des JBBL TOP4 gewählt

 

NBBL Finale: TSV Tröster Breitengüßbach – ALBA Berlin (65:46)

Finale. Bamberg gegen Berlin. Musik in den Ohren jedes deutschen Basketballfans. Dass es offiziell nicht Bamberg war, sondern der Kooperationspartner TSV Tröster Breitengüßbach, und es nicht um die Herrenmannschaften ging, sondern um die U19 Mannschaften der jeweiligen Vereine – geschenkt. Das Finale der NBBL versprach ein interessantes Spiel zu werden, konnte die hohen Erwartungen allerdings nicht erfüllen.

Breitengüßbach startete mit Nils Haßfurther, Arnoldas Kulboka, Leon Kratzer, Moritz Sanders und Tibor Taras in die Partie, Konstantin Lwowsky setzte (abgesehen von Bennet Hundt) ebenfalls auf Größe und vertraute auf Ferdinand Zylka, Benedikt Turudic, Tim Schneider und Filip Stanic zu Beginn des Endspiels.

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Tim Schneider kam als einziger Albatros auf eine zweistellige Punktausbeute.

Zu Beginn war vor allem auffällig, dass Zylka bei ALBA Berlin als primärer Ballhandler agierte und so Hundt entlastete. Auf Seiten von Breitengüßbach spielte Sanders als Stretch 4 und attackierte ein ums andere Mal den Closeout, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Nach ungefähr sechs Minuten ließ Kulboka seine „Range“ aufblitzen und traf einen langen Dreier zum 11:9.  Badu Buck konnte im Gegenzug wieder ausgleichen, bevor Kulboka einen weiteren Distanzwurf folgen ließ. Mit der Sirene zum Viertelende traf Tim Schneider einen Dreier zur 16:18 Führung für die Hauptstädter.

Im zweiten Viertel zeigte der Kooperationspartner der Brose Baskets seine ganze Klasse. Zunächst war Haßfurther per „and one“ erfolgreich, dann nutzte Kulboka seinen Längenvorteil gegen Hundt und traf zum 24:20. Die Zone gehörte in dieser Phase komplett den Franken, woran auch das dritte Foul gegen Kratzer nichts ändern konnte. Wieder war es Schneider, der per Distanzwurf die Hoffnung für Berlin aufrecht erhielt, doch nach einer unübersichtlichen Szene, bei der Hundt zu Boden ging, gab es ein technisches Foul gegen den Berliner Coach und das Momentum war wieder verloren. Güßbach führte 11 Sekunden vor der Halbzeit mit 31:25, Haßfurther konnte aber ein schönes ATO-Play zum 34:25 vollenden.

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Nils Haßfurther spielte ein sehr starkes Finale für den TSV Tröster Breitengüßbach

Dachte man aus Sicht der Berliner, dass das zweite Viertel schon schlecht lief, kam es noch dicker: Der TSV Tröster Breitengüßbach erwischte den deutlich besseren Start in die zweite Hälfte und sammelte Punkte, der Gegner aus der Hauptstadt lediglich Fouls. Die fünf Mannschaftsfouls hatten die Berliner schon nach 3:13 Minuten voll, die ersten Punkte konnte Bennet Hundt nach 3:27 Minuten erzielen. Ein Technisches Foul gegen Tim Schneider und je zwei Treffer von Downtown durch Felix Edwardsson und Moritz Sanders gegen Ende des dritten Viertels zum 58:34 bedeuteten die Vorentscheidung.

Zu Beginn des vierten Viertels erzielte Breitengüßbach beim 60:34 die höchste Führung des Spiels. Die Entscheidung war gefallen, das restliche Spiel lief unter dem Motto: ALBA kann nicht und die Franken müssen nicht – das letzte Viertel plätscherte so dahin. Das Highlight des Schlussabschnitts waren die zwei Freiwurftreffer von Leon Kratzer 35 Sekunden vor Spielende (zuvor: 0/6 FT) samt ungläubigem Blick auf die Hand und lautem Jubel der Teamkameraden.

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Breitengüßbach feiert den Meistertitel

Auf Seiten der Albatrosse lieferte nur Tim Schneider ein gutes Spiel ab (12 Punkte, 5 Rebounds), Ferdinand Zylka traf nicht die beste Wurfauswahl und hatte zudem bei einigen Würfen noch Pech, sodass am Ende 1/12 FG im Box Score standen.

Ganz anders der TSV Tröster Breitengüßbach: Das Team von Markus Lempetzeder zeigte eine ausgeglichene Leistung – wobei Nils Haßfurther mit 16 Punkten, 3 Rebounds und 3 Assists, sowie 6 gezogenen Fouls und Leon Kratzer mit Double Double (10 Punkte, 11 Rebounds) sich ein Sonderlob verdient haben. Arnoldas Kulboka (9 Punkte, 5 Rebounds) und Tibor Taras (7 Punkte, 1 Rebound, 2 Assists) blieben im Finale eher blass. Trotzdem wurde Tibor Taras zum Turnier MVP gekürt, was aufgrund seiner Leistung im Halbfinale auch völlig in Ordnung geht.

Der TSV Tröster Breitengüßbach setzte sich im Halbfinale gegen die starke Heimmannschaft aus Ulm durch und hält im Finale eine Berliner Mannschaft, die am Vorabend 81 Punkte gegen die Young Dragons erzielen konnte, bei gerade einmal 46 Punkten. Der Meistertitel der NBBL geht in diesem Jahr völlig verdient nach Franken.

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