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DBB Team siegt gegen Luxemburg – Der letzte Schritt zur EM

28.08.2014 || 02:07 Uhr von:
Daniel Theis DBB
Am Ende überwog die Freude. Die Freude darüber, die EM-Endrunde erreicht zu haben. Einige Zeit konnte man sogar noch darauf hoffen, diese Qualifikation als Gruppenerster zu beenden, letztlich gewann Polen aber dann doc...

Am Ende überwog die Freude. Die Freude darüber, die EM-Endrunde erreicht zu haben. Einige Zeit konnte man sogar noch darauf hoffen, diese Qualifikation als Gruppenerster zu beenden, letztlich gewann Polen aber dann doch noch nach Verlängerung gegen Österreich und das deutsche Team konnte als einer der besten sechs Zweitplatzierten die Qualifikation abschließen. Beim Basketballzwerg in Luxemburg siegte das deutsche Team letzlich ungefährdet mit 118:66.

Guter Beginn & schwaches Finish der ersten Halbzeit.

Liest sich zunächst einmal sehr gut. Mindestens 52 Punkte Unterschied erwartet man einfach, wenn Deutschland gegen Luxemburg antritt, ging doch bereits das Hinspiel in Trier mit +60 zugunsten Deutschlands aus. Aber Ergebnisse können auch trügen. Schaut man sich das heutige Spiel einmal genauer an, wird man ziemlich schnell bemerken, dass es zur Halbzeit gerade einmal 43:40 für Deutschland stand. Drei Minuten vor der Halbzeitpause führte Deutschland noch mit 39:23 und kassierte dann in eben diesen drei Minuten einen 4:17 Lauf der Luxemburger. Eigentlich unvorstellbar, wenn man sich die individuellen Möglichkeiten der Deutschen und der Luxemburger anschaut. Aber Basketball ist ein Sport der Läufe und in diesem Fall war es ein sehr überraschender Lauf einer ansonsten total unterlegenen Mannschaft. Das deutsche Team stellte in dieser Phase die Bemühungen in der Defense nahezu komplett ein und konnte darüber hinaus die einfachsten oder besser gesagt klarsten Möglichkeiten nicht im Luxemburger Korb unterbringen. Hier tat sich leider auf deutscher Seite mit Maik Zirbes ein Spieler mit einer desolaten Minusleistung sowohl in der Defensive, als auch in der Offensive hervor. Coach Mutapcic hatte von Zirbes‘ Leistung offensichtlich auch die Nase voll und setzte ihn dann in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr ein. Es lag aber natürlich keineswegs an Maik Zirbes allein, dass die erste Halbzeit nicht zum Ruhmesblatt in der deutschen Nationalmannschaftsgeschichte gezählt werden darf. Auch Heiko Schaffartzik und Robin Benzing spielten erschreckend schwach. Maxi Kleber, Andi Seiferth, Karsten Tadda und Akeem Vargas sorgten wenigstens noch dafür, dass Deutschland mit einem kleinen Vorsprung in die Pause ging. Nichtsdestotrotz muss einfach zur Kenntnis genommen werden, dass Luxemburg, das kleine Luxemburg, das zweite Viertel mit 21:20 gegen Deutschland gewann.

Am Ende keine Chance für Luxemburg

Natürlich konnte Luxemburg in der zweiten Halbzeit nicht mehr wirklich dagegenhalten. Die beiden letzten Viertel gingen mit 36:11 bzw. 39:15 jeweils an das deutsche Team, welches jetzt endlich auch einmal seine Größenvorteile ausspielte und über 71% Trefferquote aus der Nahdistanz erzielte. Aber auch die Anspiele nach außen zu den Schützen und dementsprechend die freien Würfe aus der Distanz klappten nun erheblich besser. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit gelang es nun auch das Fastbreakspiel zu verbessern und so zu spielen, wie man es erwartet hatte. Die Folge waren natürlich zahlreiche sogenannte „leichte“ Punkte. 15 Dreier netzte man letztendlich ein und erreichte mit 40,5% auch einen guten statistischen Wert. Hier war der erst in der zweiten Halbzeit eingesetzte Bastian Doreth sehr erfolgreich, er netzte 3x in Folge ein und wirkte auch ansonsten sehr positiv in Offense und Defense.

Für Deutschland spielten:

Akeem Vargas (ALBA Berlin, 3 Punkte), Heiko Schaffartzik (FC Bayern München, 7), Karsten Tadda (Brose Baskets Bamberg, 13), Lucca Staiger (FC Bayern München, 9), Robin Benzing (FC Bayern München, 14), Bastian Doreth (Artland Dragons, 9), Andreas Seiferth (Artland Dragons, 12), Daniel Theis (Brose Baskets Bamberg, 16), Dennis Schröder (Atlanta Hawks/USA, 10), Maximilian Kleber (Rio Natura Monbus Obradoiro/ESP, 14), Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS, 9), Maik Zirbes (Roter Stern Belgrad, 2).

Wer im deutschen Team konnte glänzen?

Nicht umsonst hatten Karsten Tadda (+35) und Maximilian Kleber (+39) sowie auch Andreas Seiferth (+34) die besten +/- Werte im Team, wenn sie auf dem Feld standen, ging es vorwärts. Andreas Seiferth überzeugte in knapp 15 Minuten mit einem Double/Double (14 Punkten und 10 Rebounds) und wären da nicht seine Freiwürfe gewesen (2 von 7), dann hätte man ihn noch mehr loben müssen.

Ansonsten bleibt noch festzuhalten:

  • Dennis Schröder war erheblich effektiver als Heiko Schaffartzik.
  • Daniel Theis mit einer schwachen ersten, aber guten zweiten Halbzeit.
  • Johannes Voigtmann (in der ersten Halbzeit gar nicht eingesetzt) überzeugte in seinen knapp 11 Minuten durch guten Einsatz und körperliche Präsenz.
  • Robin Benzing mit guten Quoten, aber auch einigen Nachlässigkeiten in der Defense.

Fazit

Selbstverständlich sollte man dieses Spiel nicht überbewerten, aber man konnte auch hier einige Unterschiede im Auftreten erkennen. Der Bundestrainer machte in meinen Augen heute einen guten Job. Seine wenigen Auszeiten setzte er richtig. Vor allem aber verzichtete er über weite Strecken auf z.B. Maik Zirbes, der heute einfach neben sich stand.

Letztlich bleibt als Fazit aus dem heutigen Spiel, verbunden mit den vorangegangenen Spielen, dass man das Ziel Qualifikation zur EuroBasket 2015 erreicht hat. Nicht total überzeugend, aber Ziel erreicht. Darauf gilt es nun aufzubauen, wer hier dann der zuständige Coach sein wird, bleibt abzuwarten. Es müsste aber auf jeden Fall jemand sein, der das vorhandene Potential nutzen kann und ggf. auch noch zu steigern weiß.

Als letztes noch ein Lob an den Gastgeber Luxemburg. Die schöne, kleine Halle auf dem Kirchberg war gut gefüllt und es kam sogar einige Male, vor allem kurz vor der Pause in den oben angesprochenen drei Minuten, richtig Stimmung auf. Die Spieler gaben alle ihr bestes und es war ein sehr anständiges Spiel ohne Nickligkeiten.

Die Nationalspieler werden sich nach einem Kurzurlaub wieder bei ihren Klubs einfinden, um noch knapp vier Wochen Vorbereitungszeit mitmachen zu können. Am 3. Oktober beginnt für die BBL-Profis wieder die neue Saison und an deren Ende liegt dann die EM. Wo diese stattfindet, ob ein Nowitzki mitspielt, wie sich die Spieler bis dahin entwickelt haben, welcher Coach an der Seitenlinie stehen wird usw. sind Fragen, die uns bis dahin immer wieder beschäftigen werden. Deutschland hat sich mit dem Standort Berlin für eine Vorrunde beworben und dürfte gute Karten haben … aber ob nun zu Hause oder nicht, die EM 2015 wird auf jeden Fall mit Deutschland stattfinden!

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