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DBB-Team gewinnt Trentino Basket Cup

02.08.2015 || 11:17 Uhr von:
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Das DBB-Team ist erfolgreich in den Europameisterschaftssommer gestartet. Durch drei Siege gegen Österreich, die Niederlande und Gastgeber Italien gewann das Fleming-Team ohne ihre NBA-Stars den Trentino Basket Cup. In ...

Das DBB-Team ist erfolgreich in den Europameisterschaftssommer gestartet. Durch drei Siege gegen Österreich, die Niederlande und Gastgeber Italien gewann das Fleming-Team ohne ihre NBA-Stars den Trentino Basket Cup. In drei spannenden Spielen wurde Routinier Robin Benzing zum Topscorer und übernahm, wie er selbst im Court Review-Interview angekündigt hatte, Verantwortung.


Die Spiele

Das erste Länderspiel des Sommers stand gegen Österreich auf dem Programm. Chris Fleming startete mit Heiko Schaffartzik, Akeem Vargas, Paul Zipser, Alex King und Maik Zirbes. Nach einem verschlafenen Start gab die Mannschaft im zweiten Viertel die eroberte Führung kurzzeitig wieder ab. Mit 29:24 ging es dann in die Halbzeit, doch wiederum waren es die Alpenländer um ihren NBA-Prospect Jakob Pöltl, die besser ins Spiel starteten. Die Führung wurde wieder erobert und nach fünf punktlosen Minuten endete das Viertel mit 7:6 für die DBB-Jungs. Im vierten Viertel kam die Offensive beider Teams besser ins Laufen. Am Ende konnte das DBB Team das erste Spiel mit 64:52 für sich entscheiden. Schaffartzik und Benzing mit jeweils 9 sowie Johannes Voigtmann mit 8 Punkten waren die besten Scorer.

Am Freitag folgte das Aufeinandertreffen mit dem EM-Teilnehmer Niederlande. Diesmal standen Maodo Lo und Robin Benzing für Akeem Vargas und Alex King in der Startformation. Nachdem auf DBB Seite der Start ins zweite Spiel besser gelungen war, gingen die Niederländer auch ohne ihren ACB-Spieler Henk Norel in Führung. Diese hielt dann auch fast bis zur Pause, in die beide Mannschaften dann mit einem 28:28 gingen. Im dritten Viertel konnte sich das deutsche Team eine kleine Führung erarbeiten, die die orangenen Korbjäger dann aber noch einmal kontern konnten. Mit nur zwei Gegenpunkten in den letzten viereinhalb Minuten drehten die deutschen Adler allerdings abermals das Spiel und gewannen am Ende mit 59:55. Wieder war es Robin Benzing, der mit 14 Punkten Topscorer war, gefolgt von Maik Zirbes mit 11 und Niels Giffey mit 9 Zählern.

Zum Abschluss stand gegen den Gastgeber und EM-Gruppengegner Italien der erste richtige Härtetest auf dem Programm. Diesmal probierte Chris Fleming die Formation Maodo Lo, Karsten Tadda, Niels Giffey, Paul Zipser und Maik Zirbes zu Beginn aus. Der Start in die Partie misslang aber wieder und Italien konnte sich auch ohne ihre NBA-Spieler Marco Belinelli, Andrea Bargnani und Danilo Gallinari schnell mit sieben Zählern absetzen. Die DBB-Jungs glichen zwar kurz vor Ende der ersten zehn Minuten aus, doch im zweiten Viertel kam Italien wieder besser ins Spiel und setze sich erneut auf neun Punkte ab. Ein 13:0-Lauf brachte dem DBB aber eine 37:36-Halbzeitführung ein. Das selbe Spiel dann im dritten und vierten Viertel. Italien kommt besser in die Spielabschnitte und führt wieder mit neun bzw. sieben Punkten. Deutschland konnte jedoch beide Male wieder in Führung gehen und 13 Sekunden vor dem Ende durch einen Fastbreak die Entscheidung erzwingen. Beim 69:68-Sieg waren wieder Robin Benzing (15) und Heiko Schaffartzik (14) die besten Scorer. Maodo Lo konnte mit 12 Punkten ebenfalls zweistellig treffen.

Die Analyse

Ungeschlagener Turniersieger gegen EM-Gegner Italien und EM-Teilnehmer Niederlande. Das klingt erstmal sehr gut und ist auf jeden Fall ein positiver Start in den Sommer mit der anstehenden EM. Aber natürlich ist der Zeitpunkt der Vorbereitung noch sehr früh und das konnte man dem Spiel auch ansehen.

Positiv zu sehen ist eindeutig der Weg, den das Team bereits im Laufe des Turniers gegangen ist. Zwischen den einzelnen Spielen war eine deutliche Steigerung sichtbar. So wurde die Abstimmung besser und das Spiel weniger hektisch. Erinnerte das Spiel gegen die Niederlande teilweise noch an Handball, war gerade die erste Halbzeit gegen Italien durchaus gut anzusehen.

21 Turnover gegen Österreich sprechen eine klare Sprache. Auch 16 Ballverluste gegen die Niederlande und 17 gegen Italien zeigen ganz klar Verbesserungspotential. Viele Missverständnisse, aber auch individuelle Fehler prägten das Bild. Im Niederlande-Spiel kam das DBB-Team auch kaum in die Zone. Am Ende standen 27 Dreiern (7 Treffer) nur 24 Zweier (12 Treffer) gegenüber. Auch defensiv war in allen Spielen zu sehen, dass dem Gegner an der Dreierlinie viel Platz gelassen wurde.

Gerade das Spiel gegen den nominell stärksten Gegner Italien macht aber durchaus Hoffnung. Das Team kam vor allem in den ersten 20 Minuten sehr gut zum Korb und konnte dort relativ hochprozentig abschließen. Die Ballrotation um die Dreierlinie herum, die am Vortag noch zu lange dauerte, wurde zum richtigen Zeitpunkt abgebrochen und dann mit Power der Korb attackiert. Positiv am Italienspiel herauszuheben sind auch die nur vier Offensivrebounds, die der DBB Italien abgegeben hat. Allgemein stimmte der Einsatz beim deutschen Team. Nachdem am Freitag die Dreier überhaupt nicht gefallen waren, war die Quote am Samstag mit 40,9 % durchaus im gewünschten Rahmen. In der zweiten Halbzeit fanden 7 von 14 Versuchen ihren Weg ins Netz und sicherten so den Turniersieg.

Die Spieler

#0 Konstantin Klein

Der Frankfurter Point Guard zeigte in seinen ersten drei Länderspielen eine akzeptable Leistung. Beim Länderspieldebüt erzielte er sieben Punkte und konnte mit seinem Zug zum Korb Akzente setzen.

#3 Akeem Vargas

Der Berliner wurde mit seinem Steal und Dunking im letzten Spiel zum Matchwinner. In allen drei Spielen stand er mehr als 17 Minuten auf dem Feld und zeigte seine gewohnte Stärke in der Defensive. Tat sich gegen die Niederlande und Italien auch als guter Rebounder hervor.

#4 Maodo Lo

Als in Deutschland unbekanntester Spieler zeigte der Student von der Columbia University gute Leistungen. Mit seinem schnellen Antritt, der schon bei der Universiade für Furore sorgte, brachte er Schwung in die Offensive. Bekam in der Crunchtime gegen Italien zweimal den Ball als Go-To-Guy.

#5 Niels Giffey

Giffey hat seinen Touch für den Dreier noch nicht gefunden. Nur einer von sieben Versuchen landete im Korb. Zeigte gegen die Niederlande sein stärkstes Spiel. Sicherte mit vier Freiwürfen und einem Offensivrebound den Sieg gegen die Nachbarn.

#7 Alex King

Der Kapitän von ALBA Berlin zeigte ein unauffälliges Turnier. Als einziger nomineller Power Forward konnte er offensiv kaum Akzente setzen. Ihm gelang gegen Italien ein wichtiger Dreier als das Team Mitte des dritten Viertels mit neun Punkten im Rückstand lag.

#8 Heiko Schaffartzik

In seinem 100. Länderspiel am Donnerstag wurde der Routinier im Team gleich Topscorer. Traf über die drei Spiele starke sieben seiner 14 Dreierversuche. Zeigte an der Seite von Maodo Lo, dass er durchaus als Shooting Guard eingesetzt werden kann. Gab auf dem Feld den Ton an, hatte am Ende allerdings auch 11 Turnover stehen.

#9 Karsten Tadda

Der Bamberger Verteidigungsspezialist zeigte in der Auftaktpartie, dass er auch offensiv Akzente setzen kann. In den anderen beiden Spielen blieb er dann aber ohne Punkte und zog keine große Aufmerksamkeit auf sich.

#12 Robin Benzing

Die positive Überraschung des Turniers. An allen drei Turniertagen Topscorer der deutschen Mannschaft. 9, 14 und 15 Punkte konnte er erzielen und lebte dabei stark von seiner starken Dreierquote (9/14). Gegen Italien konnte auch erkannt werden, welches Potential sein Zug zum Korb hat und dass er auf der Position Vier auch rebounden kann.

#13 Basti Doreth

Der Neu-Bayreuther kam nur am Freitag zu einem kurzen Einsatz. Bis auf einen Dreier dabei auch unauffällig. Erster Kandidat, der für Dennis Schröder gestrichen werden dürfte.

#21 Paul Zipser

Neben Maik Zirbes der einzige Spieler, der an allen drei Tagen in der Starting Five stand. Zeigte einige gute Ansätze und ging mutig zum Korb oder Rebound. Dem 21-Jährigen war aber auch anzumerken, dass er in München eine andere Rolle einnimmt, als bei der Nationalmannschaft.

#33 Maik Zirbes

Ist in Abwesenheit von Tibor Pleiß Flemings Starting Center. Weiß sich unter dem Korb mit seiner Physis durchzusetzen und konnte 10 seiner 13 Würfe im Korb unterbringen. War in der Zone präsent und zeigte in den letzten beiden Spielen auch guten Einsatz beim Rebound.

#77 Johannes Voigtmann

Der junge Frankfurter war vielleicht die Entdeckung des Österreich-Spiels. Mit 8 Punkten und 11 Rebounds zeigte der Center seine Europameisterschaftsambitionen. Er zeigte sein Können am Brett und aus der Mitteldistanz, wenn er den Pass bekommen konnte.

Fazit

Das Team zeigte sich nach den beiden Auftaktlehrgängen in Bonn sehr harmonisch. Trotz einiger Schwächen im Zusammenspiel kristallisiert sich eine Einheit heraus, die auch Rückschläge wegsteckt. In einer ausgeglichen scorenden Mannschaft ragten die erfahrenen Robin Benzing und Heiko Schaffartzik durch ihre starken Dreierquoten heraus. Die eher niedrigen Scores geben angesichts der Tatsache, dass die drei (offensiven) Stars erst noch zum Team stoßen werden keinen großen Anlass zur Sorge.

Der nächste Test, dann vermutlich auch mit Tibor Pleiß und Dennis Schröder, findet am Freitag, 07. August um 19:30 Uhr in Wetzlar gegen Tschechien statt. Das Spiel wird es auch im Live-Stream auf der Webseite des DBB zu sehen geben.

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