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Liebe Fans des europäischen Basketballs…

05.04.2016 || 08:25 Uhr von:
In „MfG Simon“ greift Simon Linder jeden Dienstag ein Thema des deutschen Basketballs auf und schreibt einen Brief – heute an die Fans des europäischen Basketballs.

Liebe Fans des europäischen Basketballs,

stellt euch vor, die Brose Baskets und der FC Bayern München würden in Deutschland in verschiedenen nationalen Ligen spielen. Nach ihren Saisons würden sich dann beide jeweils als Deutscher Meister feiern. Unvorstellbar? Eigentlich schon! Aber genau dieses Szenario droht uns auf europäischer Ebene.

Euroleague Basketball betreibt seit einigen Jahren den höchsten (Euroleague) sowie den zweithöchsten europäischen Wettbewerb (Eurocup). Als dritthöchsten Wettbewerb gab es bisher die EuroChallenge bzw. den FIBA Europe Cup von der FIBA. Die FIBA allerdings drängt nun zurück auf den Markt mit den besten Teams und gründet daher zur neuen Saison die Basketball Champions League, die der Euroleague Konkurrenz machen soll. Das ist erst einmal nichts Schlechtes – denn die Euroleague ist nicht ohne Fehler (Stichwort: A-Lizenzen, die einzelnen Teams die Teilnahme garantieren), und Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

Eine Situation mit zwei anscheinend (oder nur scheinbar?) gleichrangigen Wettbewerben gab es im europäischen Basketball übrigens schon einmal: In der Saison 2000/01 wurde die Euroleague erstmals ausgetragen, während die FIBA Europe ihre Wettbewerbe weiterbetrieb. Dann aber stellte die FIBA Europe zunächst die so genannte „Suproleague“ ein, kurz darauf auch den zweitklassigen „Saporta-Cup“, da die beiden Wettbewerbe nicht konkurrenzfähig mit Euroleague und Eurocup waren. Das war gut, denn damit wurde Klarheit geschaffen. Gleichzeitig kann sich wohl keiner von uns wirklich wünschen, dass wir ein oder zwei Jahre warten müssen, bis sich erneut einer der beiden Veranstalter durchsetzt und es wieder eine klare Staffelung bei den Wettbewerben gibt.

Ohne uns Fans wird keiner der Wettbewerbe auf Dauer überleben. Deshalb müssen wir Fragen stellen: Ist es fair, dass Vereine Vereinbarungen mit der Euroleague treffen können und ihnen damit die Teilnahme an Euroleague oder Eurocup garantiert wird? Oder darf mit einer Verbannung der Nationalmannschaften von den Europameisterschaften gedroht werden, wenn sich Ligen nicht für die Teilnahme an den FIBA-Wettbewerben entscheiden?

Es mögen verschiedene Papiere auf dem Tisch liegen, aber wirkliche Transparenz gibt es trotzdem bisher nicht. Das merkt man zum Beispiel daran, dass Kamil Nóvak, Generaldirektor der FIBA Europe, im Podcast mit Michael Körner von Telekom Basketball bei entscheidenden Fragen keine Stellung beziehen will. Oder daran, dass Euroleague Basketball wohl gar keine große Notwendigkeit sieht, sich an einem solchen Podcast zu beteiligen.

Deshalb: Her mit euren Fragen! Was wollt ihr von Euroleague Basketball und FIBA Europe wissen? Schreibt mir bis Sonntag eure Fragen auf Twitterper Mail, als Kommentar unter diesem Facebook-Beitrag oder als Kommentar unter diesem Text. Wir von basketball.de werden eine Auswahl der Fragen dann gesammelt veröffentlichen, an die beiden Verbände weitergeben und hoffen, Antworten auf eure drängendsten Fragen zu erhalten. Wollen wir doch mal sehen, wie viel Druck wir mit Unterstützung von euch, liebe Fans des europäischen Basketballs, aufbauen können – denn der scheint wirklich notwendig zu sein. Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam, etwas Licht ins Dunkel zu bringen!

MfG Simon

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