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MBC: Bis(s) zum Titel!

05.04.2017 || 12:22 Uhr von:
Der Mitteldeutsche BC geht als Tabellenführer in die Playoffs. basketball.de blickt kurz zurück und gibt einen Ausblick auf das Playoff-Viertelfinale.

#BisszumTitel!, lautet der neue Hashtag des Mitteldeutschen Basketball Clubs. Er unterstreicht einmal mehr die Aufstiegsambitionen des Klubs aus Weißenfels, vor allem aber das Ziel, das dritte Mal Meister der ProA zu werden. Doch wie verlief die Hauptrunde? Was hat sich getan? Wer wartet in den Playoffs auf den MBC? basketball.de fasst zusammen.

Die Hauptrunde

Mit dem letzten Spiel in der Hauptrunde gelang dem Mitteldeutschen BC ein neuer Vereinsrekord. Nie zuvor gelang es einer Mannschaft aus Weißenfels, mehr Siege in einer ProA-Hauptrunde einzufahren. 27 Siege an der Zahl! Dabei wurden die Wölfe im Saisonverlauf immer konstanter. Lediglich im Angriffsspiel ging der Saisontrend minimal nach unten, blieb aber auf hohem Niveau.

Die Hinrunde verlief weitestgehend unspektakulär. Nach einem Ausrutscher in Hamburg fand der MBC schnell wieder in die Erfolgsspur zurück und ging in den restlichen Spielen jeweils als Sieger vom Parkett. (siehe auch Mission Meister der ProA – ein Zwischenfazit)

Allerdings gab es auch in der Rückrunde Dämpfer; vor allem die Niederlage gegen Köln dürfte etwas schmerzen. Nach dem Auswärtserfolg in Bamberg bei den Baunach Young Pikes, ging es am Montag danach direkt nach Köln. Die Kölner wirkten von Beginn an wacher und trafen hochprozentig. Die Wölfe hingegen hatten wenig Wurfglück. Insbesondere von der Dreipunktlinie ging nur jeder fünfte Wurf durchs Netz – zu wenig! Ein Doppelspieltag, der seine Spuren hinterließ. Aber auch ein Weckruf für die Playoffs. Eine ähnliche Spieldichte wird der MBC künftig besser wegstecken müssen, sofern er aufsteigen will.

Insgesamt sind die Verantwortlichen aber zufrieden mit der Hauptrunde, wie Teammanager und Geschäftsführer Martin Geissler jüngst im Interview mit basketball.de verriet.

Der Mitteldeutsche BC im Teamvergleich

Bei den erzielten Punkten haben sich die Weißenfelser im Vergleich zum Ende der Hinrunde etwas verschlechtert. 85,8 Punkte stehen im Schnitt auf dem Statistikbogen. 1,2 Punkte weniger als noch in der Hinrunde. Damit konnte Konkurrent Crailsheim Merlins mit 87,7 Punkten pro Partie am MBC vorbeiziehen. Auch bei den Korbvorlagen (Crailsheim: 22,2 ApG – Weißenfels: 21 ApG) und der Feldwurfquote (Crailsheim: FG%=49,8 – Weißenfels: FG%=49,2) ziehen die Zauberer an den Wölfen vorbei.

Neben der Tabelle an sich führt der Klub aus Sachsen-Anhalt aber weiterhin in den Statistiken Blocks (3,1 BpG – gefolgt von Crailsheim: 2,3 BpG), Steals (9,1 STpG – gefolgt von Crailsheim: 8,9 StpG) sowie bei den Ballverlusten (12,3 TOpG – gefolgt von Ehingen: 13,2 TOpG).

Eine entscheidende Statistik fehlt allerdings in der Auflistung: die Rebounds. Die einzige Statistik, die Anlass zur Sorge bereitet. Bereits in der Hinrunde hatten die Wölfe massive Probleme im Rebounding. Konnte der MBC sich zum Ende der Hinrunde im Schnitt 33,9 Bälle nach einem Fehlwurf sichern, sind es nun immerhin 34,1. Die Wölfe schieben sich damit von Ligaplatz 13 auf Ligaplatz zwölf. Ergebniskosmetik! Einziger Lichtblick: In der Hinrunde gewann das Team von Head Coach Igor Jovovic gerade einmal in vier von 15 Spielen das Rebound-Duell. In der Rückrunde waren es bereits sieben Spiele – ein Fortschritt.

Die Mannschaft

Im Vergleich zur Hinrunde hat sich im Team des Mitteldeutschen BC nicht viel getan. Nur D.J. Bennett ist nicht mehr im Kader des MBC. Er wurde durch Kevin Larsen ersetzt (basketball.de berichtete). Die Verantwortlichen in Weißenfels sind überzeugt, dass der Center den Wölfen mehr Tiefe im Kader bringt als Bennett, der zu Saisonbeginn vom Kooperationspartner BSW Sixers nach Weißenfels kam. Obwohl der Klub noch einen deutschen Spieler nachverpflichten wollte, ist der Trainerstab auf dem Transfermarkt nicht fündig geworden. So wird der MBC – vom Wechsel auf der Center-Position abgesehen – mit derselben Mannschaft, mit der er die Playoffs erreichte, auch in selbige hineingehen.

Doch die Konkurrenz hat nachgelegt: Köln mit Richard Williams und Anthony King, Gotha mit David Hicks, Trier mit Jermaine Bucknor sowie Crailsheim mit Kevin Tiggs; um nur einige Nachverpflichtungen zu nennen. Die anderen Mannschaften sind oft nicht mehr mit den Mannschaften aus der Hinrunde zu vergleichen.

Die Rotation

Die Rotation ist nach wie vor klein. Gerade einmal acht Spieler bekommen regelmäßig Einsatzzeit. Nach dem Point Guard Achmadschah Zazai aufgrund muskulärer Probleme seit dem Heimspiel gegen Chemnitz aussetzt, hat sich Sebastian Fülle einen Platz in der Rotation erarbeitet. Sollte Zazai wieder fit werden, gäbe dies Igor Jovovic weitere Optionen. Gerade in Hinblick auf die Spieldichte dürfte ein zusätzlicher Rotationsspieler nicht schaden.

Shooting Guard Andrew Warren hat mittlerweile Sergio Kerusch (16,5 PpG) überholt und ist mit 16,8 Punkten pro Partie neuer Top-Scorer der Wölfe. Beide Spieler sind damit auch unter den Top zehn der Liga (Warren: Platz sechs; Kerusch: Platz sieben). Kerusch ist zudem zusammen mit Djordje Pantelic der wichtigste Spieler des MBC in Bezug auf das Rebounding. Zusammen kommen beide auf 10,9 Rebounds pro Partie. Ebenfalls unter den Top zehn der Liga – allerdings in der Kategorie Assists – sind Marcus Hatten (achter Platz; 5,2 ApG) und Achmadschah Zazai (neunter Platz; 5,1 ApG). Die fünf genannten Spieler bilden zusammen mit Kapitän Dominique Johnson die tragenden Säulen in der Rotation des MBC. Insbesondere die Bedeutung von Dominique Johnson lässt sich oft nicht von Statistikbögen ablesen. In der Verteidigung ist er sehr engagiert und auch der Zusammenhalt im Team gehört zu seinen Aufgaben, denen er mehr als gerecht wird.

Insgesamt bleibt die Rotation aber kurz. Zu den sechs Spielern gesellen sich lediglich Tyson Hinz, Kevin Larsen und Sebastian Fülle. Der Rest des Teams bekommt allenfalls in der Garbage-Time Spielanteile.

Im Viertelfinale wartet Köln

Der Tabellenerste spielt in der ersten Runde der Playoffs gegen den Tabellenachten, so wollen es die Regeln. Konkret heißt das: Mitteldeutscher BC gegen RheinStars Köln. Drei Mannschaften konnten den MBC in der Hauptrunde schlagen; eine von ihnen sind eben jene Kölner. Vor allem im Rebounding sind diese den Weißenfelsern voraus. Köln führt in dieser Statistik mit 38,5 Rebounds die Liga an und holt sich damit im Schnitt 4,4 Rebounds mehr als der MBC. Wie oben erwähnt, wirkte Köln im Spiel gegen den Klub aus Weißenfels frischer. Der MBC hatte wenige Tage zuvor ein Auswärtsspiel. Köln hingegen war ausgeruht. Bleibt abzuwarten, wie ein Aufeinandertreffen zwischen beiden Mannschaften bei gleicher Erholungsphase ausgeht. Festzustellen bleibt, dass die RheinStars ebenfalls eine gute Verteidigung spielen. Durchschnittlich knapp 73 Punkte ließen die Kölner in der Hauptrunde zu. Dabei ging die Trendlinie im Saisonverlauf klar nach unten, d.h. Köln verteidigte im Saisonverlauf – zumindest statistisch gesehen – immer besser.

Die Schlüsselspieler

Die Rotation von Köln ist ähnlich groß und beträgt in etwa acht Spieler. Von diesen acht Spielern sind drei Deutsche, ähnlich wie beim Mitteldeutschen BC. Bester Mann im Team der Rheinstars ist Shooting Guard Hugh Robertson, für den 15,1 Punkte, 6,0 Rebounds, 2,7 Assists und 1,7 Steals pro Partie auf dem Statistikbogen stehen. Aber auch die neu verpflichteten Richard Williams (10,9 Punkte; 5,3 Assists; 3,3 Rebound; 1,2 Steals) und Anthony King (8,4 Punkte; 6,9 Rebounds; 1,7 Blocks) sind enorm wichtig für die Mannschaft geworden. Deutscher Leistungsträger im Team von Head Coach Matthew Dodson ist Robin Manuel Christen. Der Power Forward steht etwas über 30 Minuten auf dem Feld. Nur Hugh Robertson kommt im Schnitt auf mehr Minuten.

Worauf es ankommt

Viel wird davon abhängen, wie das erste Spiel ausgehen wird. Die Psyche wird dabei eine große Rolle spielen. Die Wölfe wissen, dass Köln sie bereits schlagen konnte und es wieder tun kann. Die Kölner wissen dasselbe, bloß umgekehrt. Gewinnt Weißenfels Spiel eins, können sie ohne Druck nach Köln reisen. Verliert Weißenfels, so steht man im Spiel zwei psychologisch unter enormen Druck. Allerdings sollten die Spieler diese Denkweise nicht an sich heran lassen, denn es würde den Druck für Spiel eins unnötig ansteigen lassen.

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