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„Ich will, dass wir aufsteigen“

07.10.2016 || 10:38 Uhr von:
Dominique Johnson ist der neue Kapitän des Mitteldeutschen BC. basketball.de hat sich nach dem Spiel des MBC gegen Baunach mit ihm über seine Rolle und Saisonziele unterhalten.

basketball.de: Der zweite Sieg im zweiten Spiel: Wie fühlt es sich an, als Favorit ins Spiel zu gehen?

Dominique Johnson: Wir hatten letzte Saison die umgekehrte Rolle. Es ist schon etwas anderes, aber ich denke, es ist ein gutes Gefühl, dass Teams einen respektieren bzw. achten und dass wir vielleicht auch ein bisschen Gefahr ausstrahlen. Allerdings darf man nicht die Deckung runter lassen. Wir müssen aggressiv weiterspielen, dann kann man den Favoritenstatus auch bestätigen.

Nach der Pause hat Baunach etwas angezogen und der Coach hat dann auch eine Auszeit genommen. War das Thema in der Auszeit, dass die Konzentration etwas nachgelassen hat?

Wir sind stark rausgekommen im ersten Viertel und haben direkt Energie gezeigt. Das ist das, was wir wollten. Wir haben einfache Punkte gemacht. Nach der Führung haben wir ein bisschen nachgelassen und sind etwas lässiger geworden. Das hat der Coach direkt angesprochen. Er hat gesagt, dass wir niemanden unterschätzen dürfen und wir genauso weiterspielen müssen wie im ersten Viertel bzw. der ersten Halbzeit. Das haben wir am Ende versucht durchzuziehen, und ich denke, das haben wir gut über die Zeit gebracht.

Ihr hattet auch eine intensive Saisonvorbereitung. Wie ist dein Eindruck von der Mannschaft? Ist sie schon zusammengewachsen?

Ich denke schon. Es hat bei uns von den ersten paar Tagen an relativ schnell harmoniert. Von Spiel zu Spiel sind wir immer mehr zusammengewachsen. Es war eine anstrengende Vorbereitung, aber ich denke, das wird sich am Ende der Saison auszahlen. Wenn wir weiter von Spiel zu Spiel mit- und voneinander lernen, dann wird es ein gutes Ende für uns haben.

Kommen wir kurz zu dir selbst. Du bist als ProB-Spieler zum MBC in die erste Liga gekommen, wurdest gleich Co-Kapitän und hast dir relativ schnell einen festen Platz in der Rotation erarbeitet. Mit welchen Zielen hast du beim MBC unterschrieben und hast du so eine Entwicklung erwartet?

Ich bin von der ProB hierhergekommen. Es war am Anfang geplant, dass ich Back-Up für unseren Shooting Guard spiele. Das hat sich relativ schnell alles gedreht. Ich habe gut trainiert und das Vertrauen vom Coach bekommen. Ich bin direkt Co-Kapitän geworden. Ich habe das Vertrauen, denke ich, auch zurückgezahlt.

Unser Shooting Guard [Lawrence Alexander, Anm.d.Red.] wurde nach Hause geschickt. Dann habe ich relativ schnell mehr Minuten bekommen. Danach haben wir kleiner gespielt und ich habe dann die Drei gespielt. Da habe ich auch viele Minuten bekommen und das habe ich mit guter Leistung zurückgezahlt. Das hat sich alles nach und nach entwickelt.

Deswegen sah es am Ende so aus, wie es aussah. Das kam auch über harte Arbeit. Ich habe von mir gewusst, ich kann es tun und machen, aber ich habe es nicht direkt von Anfang an erwartet.

„Es gab auch Angebote aus der BBL“

Der Mitteldeutsche BC ist bekanntermaßen in die 2. Liga abgestiegen. Wie ist es für dich, einen Schritt zurück in die ProA zu gehen? Und gab es auch Überlegungen, eventuell zu einem anderen BBL-Team zu wechseln?

Natürlich ist es schade, dass man nach so einer Saison und der Entwicklung, die ich gemacht habe, nach dem Schritt von der ProB in die erste Liga und angesichts der Entwicklung über das Jahr, wieder einen Schritt zurück in die ProA geht.

Es gab auch Angebote von anderen BBL-Standorten. Ich hatte einen Vertrag beim MBC und auch nach Rücksprache mit Martin Geissler war relativ schnell klar, dass ich beim MBC bleibe, wir zusammen in der ProA angreifen und direkt wieder aufsteigen wollen. Es ist auch keine schlechte Erfahrung bei so einer Mannschaft, die in vielen Spielen Favorit ist und das Ziel hat, aufzusteigen. Ich denke, das können wir auch schaffen.

Ich wurde dieses Jahr zum Kapitän gewählt. So eine Mannschaft als Kapitän zu führen, ist auch eine Erfahrung wert, selbst in der zweiten Liga. Ich persönlich hatte auch noch keine Teamerfolge. Wenn es diesmal klappt, wäre es etwas Schönes.

Aufsteigen

Der MBC hatte innerhalb von einem Jahr von drei Trainern an der Spitze der Mannschaft. Wie schwer ist es für einen Spieler, sich immer wieder neu anzupassen?

Es ist schon eine kleine Umstellung jedes Mal. Jeder Trainer hat eine andere Philosophie.

Bei uns hat sich allerdings nicht zu viel verändert, weil alles im Balkan geblieben ist. Die Trainer von dort haben einen ähnlichen Spielstil, d.h. harte Verteidigung und „Rennen“. Das haben alle drei Coaches gemeinsam.

Deswegen war es für mich nicht allzu schwierig. [Predrag] Krunic war damals ähnlich wie Igor [Jovovic] heute. Für mich persönlich war es keine große Umstellung.

„Will einer der besten Verteidiger werden“

Was sind deine persönlichen Ziele für diese Saison?

Ich will der Mannschaft helfen und will, dass wir aufsteigen. An bestimmten Statistiken will ich nicht arbeiten. Ich will der Mannschaft mit meiner Kommunikation helfen. Das sind Sachen, die nicht auf dem Statistikbogen auftauchen. Darauf lege ich persönlich aber viel Wert. Ich will nicht, dass irgendjemand viele Punkte gegen mich macht. Ich will einer der besten Verteidiger werden; dass Teams, die kommen und mich sehen, sagen ‚Der ist ein richtig guter Verteidiger‘. Das will ich erreichen.

Du bist jetzt Kapitän des MBC. Was bedeutet das für dich persönlich?

Es ist eine große Ehre für mich; vor allem bei so einem Team und bei so einer Aufgabe, die wir vor uns haben. Ich persönlich habe nicht damit gerechnet.

Ich war zwar letzte Saison Co-Kapitän, aber wir haben erfahrene Spieler wie Marcus Hatten und Djorde Pantelic, die auch schon in der ersten Liga gespielt haben und schon länger hier waren. Ich habe erst gedacht, dass es die beiden sind.

Es ist eine große Ehre für mich, dass ich versuchen darf, die Mannschaft zum Aufstieg zu führen.

Das Ziel des MBC ist klar der Aufstieg. Der Trainer hat zuletzt vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Wie ist die Meinung dazu im Team?

Wir haben alle ein klares Ziel vor Augen. Trotzdem sagt der Trainer uns jedes Mal, dass wir aufpassen sollen und von Spiel zu Spiel denken müssen. Das machen wir auch. Dafür haben wir genügend Erfahrung im Team. Wir halten uns gegenseitig auf dem Boden.

Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und kleine Schritte machen. Nicht sagen „Wir steigen auf“, sondern wir müssen das nächste Spiel gewinnen wollen. Dann kann man auch sich neue Ziele wie setzen z.B. Erster/ Zweiter der Hinrunde. Wir müssen kleine Schritte machen und dürfen nicht direkt an den Aufstieg denken.

„Ich will, dass wir aufsteigen“
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