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Duell der Giganten

18.02.2016 || 10:00 Uhr von: ,
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München gegen Bamberg: Das Duell der beiden Schwergewichte im deutschen Basketball steht für Spannung, Dramatik und Emotion. Nächste Auflage: Pokal-Halbfinale!

Der erste Höhepunkt des Basketballjahres steigt im Münchner Audi Dome, wenn vier Teams um den ersten Titel der Saison 2015/16 kämpfen. Nachdem sich Titelverteidiger EWE Baskets Oldenburg nicht für die Endrunde qualifizieren konnte, wird es in diesem Jahr definitiv einen neuen Titelträger geben.

Neben Alba Berlin und den FRAPORT Skyliners Frankfurt treffen mit den Brose Baskets und dem FC Bayern Basketball die zumindest tabellenmäßig zwei besten Mannschaften der Republik bereits im Halbfinale (Sa., 16 Uhr live im BR und bei telekombasketball.de) aufeinander. Hochspannung vorprogrammiert. basketball.de blickt auf das Duell der Erzrivalen voraus.

Ausgangssituation

FC Bayern Basketball

Obwohl nach den beiden Niederlagen gegen ratiopharm Ulm in BBL und Eurocup schon wieder das Wort ‚Krise‘ durch die Stadt geisterte, geht der FC Bayern in einer guten Verfassung ins Pokalturnier. Elf Siege aus den letzten zwölf BBL-Spielen und der Gruppensieg in der Last-32-Runde des Eurocups können sich durchaus sehen lassen.

Allerdings wurde Coach Pesic in den letzten Wochen immer wieder zum Improvisieren gezwungen. Kaum gab Maxi Kleber sein lang erwartetes Debüt im roten Trikot, mussten zuerst Kapitän Bryce Taylor (Oberschenkel), dann Nihad Djedovic (Wade) und Dusko Savanovic (Rücken) verletzungsbedingt pausieren. Während der Serbe nur ein Spiel aussetzen musste, steht hinter dem Einsatz von Djedovic weiterhin ein Fragezeichen. Taylor gab beim deutlichen 94:65-Sieg in Göttingen am vergangenen Dienstag sein Comeback und glänzte mit 27 Zählern.

Ungeachtet der Personalsituation brennen Mannschaft und Verantwortliche nur so darauf den ersten Pokalsieg seit 1968 einzufahren. Das eigene Publikum im Rücken sollte Motivation genug sein.

Brose Baskets Bamberg

Trotz der Strapazen der letzten Wochen und Monate werden die Brose Baskets Bamberg mit viel Selbstvertrauen zum Top Four nach München reisen. Mit zwölf Bundesligasiegen in Folge und einigen Ausrufezeichen während der Hinrunde des Top 16 der Euroleague sind die Bamberger neben dem FC Bayern der große Favorit auf den Pokalsieg.

In den letzten beiden Spielen vor dem Top Four gegen Crailsheim und den MBC konnte Trainer Andrea Trinchieri die Spielzeit auf den kompletten Kader verteilen, so dass ihm eine augeruhte Mannschaft im Halbfinale am Samstag zur Verfügung stehen wird.

Auch die unerwartete Finalniederlage beim letztjährigen Top Four gegen die EWE Baskets Oldenburg könnte sich als zusätzliche Motivation für die Brose Baskets herausstellen. Damals bezwang man im Halbfinale mit Alba Berlin, die im Vorfeld als am stärksten eingeschätzte Mannschaft, um dann einen Tag später den Finalgegner aus Oldenburg komplett zu unterschätzen. Diesen Fehler werden sich die Bamberger in diesem Jahr nicht erlauben und mit vollster Konzentration in das Wochenende gehen.

Seit jeher ein Duell auf Augenhöhe

Seit dem Aufstieg des FC Bayern Basketballs in die Beko Basketball Bundesliga im Jahr 2011 ist der Verein aus der bayerischen Landeshauptstadt einer, wenn nicht sogar der größte Konkurrent der Brose Baskets Bamberg im Kampf um die Krone des deutschen Basketballs. Die rasante Entwicklung der Münchner unter Trainerlegende Svetislav Pesic gipfelte im Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der Saison 2013/2014.

Nachdem Bamberg entthront war, forcierte die Club-Führung um Mäzen Michael Stoschek einen Umbruch. Mit neuem Trainer, neuem Kader und neuem Geschäftsführer gelang den Brose Baskets auf Anhieb das Comeback. In einer spektakulären Finalserie über fünf Spiele gegen die Bayern behielt Bamberg in der Saison 2014/2015 die Oberhand und holte den deutschen Meistertitel zurück an die Regnitz.

Beide Programme profitierten in den letzten Jahren enorm von der Wettbewerbsfähigkeit des Anderen. Kontinuierlich verbessern sich die Kader beider Mannschaften, was vor allem im europäischen Wettbewerb für Aufsehen sorgt. Auch in der Bundesliga sind beide Teams im Moment das Maß der Dinge. So ausgeglichen wie die sportlichen Erfolge der letzten beiden Spielzeiten, gestaltet sich auch die Gesamtbilanz des Duells der bisherigen Aufeinandertreffen in der Bundesliga. In 21 direkten Duellen gab es elf Siege für die Brose Baskets und zehn für den FC Bayern Basketball.

Ein Blick in die Statistiken

Auch beim Blick in die Statistiken wird klar, dass sich beide Teams auf ungefähr auf gleichem Level bewegen. Die Zahlen der Brose Baskets sind dabei aber noch eine Nummer eindrucksvoller als die des FC Bayern. Das Team von Andrea Trichieri erzielt pro Spiel 91,2 Punkte und stellt mit einem Offensiv-Rating von 128,94 die beste Offensive der gesamten BBL. Bayern rangiert mit einem Wert von 90,0 erzielten Zählern sowie einem Offensiv-Rating 119,63 allerdings nur knapp hinter dem Konkurrenten.

Was das Defensivrating angeht, also die kassierten Punkte pro 100 gegnerische Angriffe, liegen beide Mannschaften quasi gleichauf.

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In den Kategorien Zweier-, Dreier- und Freiwurfquote sowie Assists, Blocks und Ballverlusten sind die Franken zudem Primus in der BBL. Lediglich bei den Ballgewinnen liegen die Münchner um Alex Renfroe ganz vorne: 7,9 Steals pro Spiel sind Ligaspitze. Was die gesicherten Rebounds angeht, liegt das Team von Svetislav Pesic mit 36,5 gesicherten Bällen knapp vor den Brose Baskets (34,6).

Die Schlüssel zum Sieg

Schon vor Tip-Off beginnt die psychologische Kriegsführung beider Mannschaften. So sollen sich die Brose Baskets als formales Heimteam für die Bank rechts des Kampfgerichts entschieden haben. Eigentlich sitzen hier immer die Bayern. Ob Bamberg auch in ihren roten Heimtrikots auflaufen wird, ist noch nicht bekannt. Was wirklich zählt ist allerdings das Geschehen auf dem Feld und auch hierfür werden beide Coaches schon einen Plan im Kopf haben.

FC Bayern Basketball

  • Die Grundlage des Bayernspiels ist der Defensivrebound. Es wird vor allem an der Center-Riege um John Bryant, Deon Thompson und Maxi Kleber liegen, das eigene Brett zu kontrollieren und den Bambergern so wenig zweite Wurfchancen wie möglich zu überlassen.
  • Offensiv setzt Coach Pesic auf Fastbreak-Spiel. Bayern braucht Punkte aus dem Schnellangriff heraus, um in seinen Angriffsrhythmus zu kommen. Nimmt man dem Team die Transition-Offense, gab es in der Vergangenheit immer wieder große Probleme.
  • Turnover vermeiden! Gegen Bamberg wird jeder kleine Fehler sofort bestraft. Aus diesem Grund wird es wichtig sein, gut auf den Ball aufzupassen und die Franken nicht zu leichten Punkten kommen zu lassen. Besonders im Fokus stehen hierbei natürlich die beiden Point Guards Alex Renfroe und Justin Cobbs.

Brose Baskets Bamberg

  • In der Vergangenheit hatten die Brose Baskets immer wieder Probleme mit dominanten Low-Post Spielern, die vor allem das Eins-gegen-Eins unter dem Korb suchen. Auch gegen den FC Bayern wird es darauf ankommen die Kreise von Savanovic, Thompson, Bryant und Kleber so gut es geht einzuschränken. Zudem gilt auch hier, keine zweiten Chancen ermöglichen.
  • Die Bamberger müssen von der ersten Sekunde an die nötige körperliche Intensität gegen die athletischen Spieler der Münchner aufs Parkett bringen. Vor allem bei den Niederlagen in der Euroleague agierten die Brose Baskets zu „soft“ und hatten der harten Spielweise ihrer Gegner nur wenig entgegenzusetzen.
  • Um das Finale des Top Four zu erreichen, muss es den Brose Baskets gelingen das Spiel mit dem eigenen Spielsystem zu dominieren. Das variable Positionsspiel der Bamberger stellte den FC Bayern in der Vergangenheit immer wieder vor Matchup Probleme in der Verteidigung. Die etwas langsameren Big Man der Bayern hatten dann oftmals Probleme mit der schnellen Ballbewegung, sowie der Athletik der Brose Baskets. Entwickelt sich hingegen ein eher traditionelles, positionsbezogenes Basketballspiel, dürfte die Aufgabe für die Bamberger äußerst schwer werden.

Prognose

Robert Heusel: Eine Prognose für dieses Spiel abzugeben ist mehr als schwierig. Dennoch scheinen die Brose Baskets auf Grund der bislang herausragenden Saison und der Verfügbarkeit des gesamten Kaders leicht favorisiert. Für die Bayern spricht vor allem der Heimvorteil. Mitentscheidend wird sein, in welcher Verfassung sich  Rekonvaleszent Djedovic nach drei Spielen Verletzungspause präsentieren wird.

Ohne ihre Flügelspieler in gutem körperlichen Zustand wird es für den FC Bayern brutal hart werden. Ich hoffe auf ein bis in die Schlusssekunden spannendes Spiel und tippe auf ein 93:89 nach Verlängerung für den FC Bayern.

Simon Walter: Im ersten Punkt stimme ich Robert in jedem Fall zu. Eine Vorhersage für dieses Spitzenspiel gestaltet sich immer etwas schwierig. Vor allem der Heimvorteil wird beim FC Bayern Basketball zusätzliche Kräfte freisetzen, doch auch aus Freak City erwarte ich große Unterstützung der mitgereisten Fans. Der Audi Dome wird sich also bereits um 16 Uhr in einen absoluten Hexenkessel verwandeln.

Dennoch glaube ich, dass die Bamberger als leichter Favorit in die Partie gehen. Vor allem die starken Auftritte in der Euroleague sollten den Bambergern die nötige Sicherheit für dieses Halbfinale geben. Sollte es Bamberg gelingen den eigenen Spielstil aufs Parkett zu bringen und sollteDarius Miller gegen seinen „Lieblingsgegner“ wieder zu Höchstform auflaufen, stehen die Chancen auf den Finaleinzug gut. Ich tippe auf ein 84:77 für die Brose Baskets.


Für alle mitreisenden Anhänger der Gastmannschaften lohnt sich ein Blick in den basketball.de-Auswärtsguide für München. Hier gibt es alle Infos zur komfortabelsten Anreise zur Halle, Bezahlung und Verpflegung im Audi Dome und natürlich die wichtigsten Tipps für ein schönes Wochenende in der bayerischen Landeshauptstadt abseits des Baskeballfeldes.

Grias eich in Minga – Der München-Guide für alle Gästefans.

Alle Partien des Top Four werden kostenfrei auf Telekom Basketball übertragen.

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