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Vorschau: Brose Baskets (1) – s.Oliver Baskets (8)

06.05.2016 || 12:51 Uhr von: ,
Frankenderby im Playoff-Viertelfinale. Der Titelverteidiger aus Bamberg trifft in der ersten Runde auf den Aufsteiger aus Würzburg. Vom Papier her eigentlich eine klare Angelegenheit.

Der Status quo

Die Brose Baskets sind in der Bundesliga das Maß der Dinge. 31 von 34 Partien der Regulären-Saison konnte die Mannschaft aus Bamberg für sich entscheiden und sich dadurch souverän die Tabellenspitze der Beko BBL sichern. Eine zwischenzeitliche Serie von 20 BBL-Siegen in Folge wurde erst durch die insgesamt dritte Saisonniederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg gestoppt. Neben Oldenburg waren es nur Gießen und Frankfurt, die den Brose Baskets eine Niederlage während der Hauptrunde zufügen konnten.  Auch aufgrund der Leistungen in der Euroleague gilt die Mannschaft aus Bamberg als die vielleicht talentierteste deutsche Vereinsmannschaft aller Zeiten und geht definitiv als verdienter Hauptrundensieger in die Playoffs.

Für uns wird der Heimvorteil ein wichtiger Faktor werden. Wir haben fantastische Fans und wissen aus den Playoffs der letzten Saison welchen Einfluss die Stimmung in unserer Halle haben kann. (Janis Strelnieks, Brose Baskets).

Die s.Oliver Baskets konnten sich nach einer guten Saison als Aufsteiger den letzten Playoff-Platz sichern. Obwohl die Würzburger ihre letzten drei Saisonspiele verloren und am Ende noch einmal um Tabellenplatz acht bangen mussten, konnte die Mannschaft von Trainer Doug Spradley das Saisonziel mit dem Einzug in die Playoffs erreichen. Die s.Oliver Baskets können also befreit und ohne Druck in die Serie gegen die Brose Baskets gehen und hoffen als klarer Außenseiter auf einen Ausrutscher des amtierenden Deutschen Meisters. Ganz sorgenfrei sind die Würzburger vor der Serie gegen Bamberg jedoch nicht. Center und Topscorer Brendan Lane droht aufgrund einer Sprunggelenks-Verletzung auszufallen und die Personalsituation und Qualität unter den Körben deutlich zu verschlechtern.

Die Duelle in der Hauptrunde

20.12.15       Brose Baskets – s.Oliver Baskets   80:61

31.01.16       s.Oliver Baskets – Brose Baskets   67:80

In beiden Franken-Derbys der Hauptrunde behielt der Favorit aus Bamberg die Oberhand. In Spiel 1 hielten die Gäste aus Würzburg bis zur Halbzeit gut mit (39:34), ehe die Brose Baskets das dritte Viertel nach Belieben dominierten (23:7). Beim zweiten Aufeinandertreffen  in Würzburg waren die Bamberger von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft und konnten sich im Verlauf der ersten drei Viertel einen 15-Punkte-Vorsprung erspielen. Lediglich das letzte Viertel ging mit 14:12 an die s.Oliver Baskets. Daniel Theis legte in beiden Spielen im Schnitt 17,5 Punkte, 3,5 Rebounds und 1,5 Blocks aufs Parkett. Auf Seiten der Würzburger war Brendan Lane mit 16,0 Punkten und 3,0 Rebounds bester Akteur gegen die Brose Baskets. Sein Einsatz für das erste Playoff-Spiel ist jedoch fraglich.

Ein Blick in die Statistiken

Brose Baskets

  • 17-0! So lautet die Heimbilanz der Brose Baskets in der Beko BBL-Saison 2015/2016. Überhaupt gelang es nur dem Star-Ensemble von CSKA Moskau, den Bambergern eine Niederlage in der brose Arena zuzufügen. Alle anderen Partien vor heimischer Kulisse konnten gewonnen werden. In den Playoffs hätten die Brose Baskets in jeder Serie den Heimvorteil.
  • 21,7 Assists verteilt die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri im Schnitt pro Spiel und liegt mit diesem Wert an der Spitze der Bundesliga. Die hohe Anzahl an direkten Vorlagen steht sinnbildlich für den Team-Basketball der unter Trinchieri in Bamberg perfektioniert wurde und zeugt von der Uneigennützigkeit der gesamten Mannschaft.
  • 53,6% ihrer Würfe verwandeln die Brose Baskets in der laufenden Saison. Auch in dieser Kategorie führen die Bamberger die Liga an. Sowohl die Quote von Downtown (41,8%) als auch die Quote aus dem Zweipunkt-Bereich (61,4%) machen den amtierenden Deutschen Meister zum treffsichersten Team der Bundesliga. Die s.Oliver Baskets verwandeln 47,8% ihrer Würfe und liegen damit sogar auf Platz 4.

In den Playoffs gibt es keine leichten Gegner. Alles ist etwas anders und zwischen beiden Teams herrscht Rivalität. Wir werden von Würzburg definitiv nichts geschenkt bekommen (Janis Strelnieks, Brose Baskets).

s.Oliver Baskets

  • 53,6% ihrer Würfe aus dem 2-Punkte-Bereich verwandeln die s.Oliver Baskets in dieser Saison und sind damit das viert beste Team der Beko BBL.
  • 78,7% ihrer  Freiwürfe konnten die Würzburger in dieser Saison verwerten, das macht Platz drei in der Beko BBL hinter den Brose Baskets und Bayern München. Der Underdog aus Unterfranken sollte also sein Heil im Zug zum Korb suchen, wären da nicht die Bamberger Big-Men um Nicoli Melli und Daniel Theis, die das mit Sicherheit, wie in der regulären Saison, verhindern möchten.
  • Bei den s.Oliver Baskets steht und fällt das Spiel leider all zu oft mit der Leistung von Dru Joyce. Ohne adäquaten Back-up im Kader ist diese Stärke einfach zu leicht zu neutralisieren. Gerade gegen Bamberg aus meiner Sicht schon fast vorentscheidend wie es Würzburg gelingt diese Stärke dennoch vernünftig ins Spiel zu integrieren.

Die Schlüssel zum Sieg

Für die Brose Baskets gilt es in erster Linie den Gegner aus Würzburg zu keinem Zeitpunkt zu unterschätzen. Sollte es den Bambergern gelingen, die Partien mit dem eigenen Spielstil zu kontrollieren, sollten sie diese Viertelfinal-Serie deutlich für sich entscheiden können. Die Vielseitigkeit und Tiefe des Bamberger Kaders werden auch gegen die s.Oliver Baskets den nötigen offensiven Output generieren können. Wichtigstes Match Up der Serie wird wohl das Duell der beiden Point Guards: Brad Wanamaker gegen Dru Joyce. Das Spiel der Würzburger steht und fällt mit ihrem erfahrenen Aufbauspieler, dessen Kreise die Brose Baskets weitestgehend einschränken sollten. Joyce gilt mit seiner Erfahrung in der Bundesliga und seinen exzellenten Qualitäten als Spielmacher als unangefochtener Leader der s.Oliver Baskets. Auf der anderen Seite findet sich mit Wanamaker der körperlich stärkste Point Guard der Beko BBL und aufgrund seiner Leistungen auch der heißeste Anwärter auf die MVP-Krone.

Brad Wanamaker:

Die Playoffs sind immer anders als die reguläre Saison. Auch gegen Würzburg zählen die Resultate der Hauptrunde nichts, es wird ein ganz neues Spiel. In den Playoffs probieren deine Gegner neue Dinge aus um dich aus deinem Rhythmus zu bringen. Darauf müssen wir uns mental, aber auch körperlich vorbereiten. Wir haben diese Woche hart trainiert um uns psychisch als auch physisch auf die Playoffs einzustellen. Wir werden am Sonntag definitiv bereit sein. Gegen Würzburg müssen wir den Fokus vor allem auf die Verteidigung richten und unser Spiel durchsetzen, dann haben wir gute Chancen. Der Heimvorteil wird für uns in den Playoffs wieder sehr wichtig werden. Unsere Fans stehen immer hinter uns und feuern uns an. Auch wenn wir einmal schwächere Phasen haben, schaffen es die Fans uns immer wieder zurück ins Spiel zu bringen. Dennoch kann dich jeder Gegner schlagen. Es war großartig kein Heimspiel in der Hauptrunde zu verlieren, aber in den Playoffs geht es wieder bei Null los.

Am Brett sollte der defensive Fokus der Brose Baskets auf Brendan Lane und Seth Tuttle gerichtet werden, insofern Lane aufgrund seiner Sprunggelenks-Verletzung im ersten Spiel überhaupt zum Einsatz kommen kann. Die Brose Baskets hatten in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit beweglichen und scorenden Big Man. Gelingt es den Bambergern die Zone zu sichern, werden die s.Oliver Baskets vor große Probleme gestellt werden.

Prognose

Simon Walter: Eigentlich sollte sich diese Serie mehr als deutlich zu Gunsten der Brose Baskets zu entscheiden. Auf dem Papier her ist der Titelverteidiger der haushohe Favorit. Ein 3-0 Sweep ist deshalb sehr wahrscheinlich. Dennoch sind gerade die Auswärtsspiele in den Playoffs kein Selbstläufer, vor allem da es sich in dieser Serie um ein fränkisches Derby handelt. Ich erwarte sowohl in Bamberg als auch in Würzburg intensive Playoff-Atmosphäre in der sich die Erfahrung und individuelle Klasse der Brose Baskets am Ende durchsetzen wird.

Mein Tipp: 3-0 Brose Baskets

Freddy Löblein Auf dem Papier ist dieses Duell eine klare Angelegenheit und daher wäre alles andere als ein deutliches 3-0 für den aktuellen Meister schon fast eine mittelschwere Sensation. Es heißt zwar in den Playoffs kann alles passieren, aber dafür sind die Bamberger in dieser Saison einfach viel zu dominant. Für die s.Oliver Baskets kann es nur darum gehen, die Bamberger etwas zu ärgern und vielleicht mit viel Glück und einer ähnlichen Leistung wie unlängst daheim gegen die Bayern ein Spiel zu klauen, um ein zweites Heimspiel zu bekommen. Ansonsten sehe ich Bamberg in allen Belangen überlegen und freue mich einfach auf mindestens dreimal tolle und heiße Derby-Atmosphäre.

Mein Tipp: 3-1 Brose Baskets

Die Spieltermine in der Übersicht

S0., 08.05.16, 20.30 Uhr in Bamberg

D0., 12.05.16, 20.00 Uhr in Würzburg

S0., 15.05.16, 17.00 Uhr in Bamberg

Di., 17.05.16:, 20.30 Uhr in Würzburg*

Do., 19.05.16, 18.30 Uhr in Bamberg*

*= falls nötig


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