BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

Tigers krallen sich Derbysieg

17.01.2016 || 10:10 Uhr von:
20160116_600x400_Jesse_Sanders_Tübingen
Viele Punkte und wenig Verteidigung. Am Ende gewinnen die WALTER Tigers Tübingen das (kleine) Schwabenderby gegen Ludwigsburg, auch aufgrund eines hervorragenden Starts.

#SimonsStats – das ist die Rubrik, die ihr nach Spielen der Ludwigsburger auf basketball.de findet. Zunächst gibt’s auf Twitter bei @basketball_de@SimonLinder und @Pat_ULLB fünf Zahlenwerte des Spiels ohne jeglichen Kommentar. Dann könnt ihr – natürlich, ohne den Boxscore zu checken – rätseln, in welchen Kategorien diese Werte erzielt wurden. Einige Zeit später findet ihr dann auf basketball.de den Artikel, in dem die, das Spiel mitentscheidenden, fünf Stats erläutert werden. Zu gewinnen gibt’s unseren Respekt!

Das Spiel zwischen den WALTER Tigers Tübingen und den MHP RIESEN Ludwigsburg kann man kurz und knapp als genaues Gegenteil des Hinspiels beschreiben. Am zweiten Spieltag startete Ludwigsburg konzentriert, das Schwabenderby war insgesamt eher defensivgeprägt (76:65) . Diesmal setzten sich die Tübinger schon früh im ersten Viertel ab (9:4 nach drei Minuten) und bauten diesen Vorsprung weiter aus (26:14 nach 10 Minuten). Die RIESEN agierten nachlässig in der Verteidigung und häufig unentschlossen im Angriff; die Tigers hingegen trafen, gerade auch von außen, sehr hochprozentig.

Im zweiten Viertel gelang es dem Team von John Patrick, die Blutung zu stoppen: Zwar agierte die Defensive weiter desolat, jedoch lief es in der Offensive besser. Direkt nach der Pause folgte die beste Phase der Barockstädter: ein 21:5-Lauf brachte die erste (und einzige) Führung im Spiel (56:61, 26. Minute). Doch Tyron McCoy schien die richtigen Worte zu finden – die Tübinger gaben sich nicht geschlagen, sondern kämpften und holten sich bis zum Viertelende die Führung zurück.

Im letzten Viertel kamen die MHP RIESEN zwar noch einmal auf einen Punkt heran, doch Tübingen hatte das Glück des Tüchtigen: Ein Dreipunkteversuch von Bogdan Radosavljevic traf die Ringaufhängung und kullerte in den Korb, danach vollendete Jesse Sanders eine lehrbuchartige Passstaffette ebenfalls mit einem Distanzwurf. Die Differenz betrug wieder fünf Punkte, Ludwigsburgs Wille schien gebrochen und die Raubkatzen ließen sich den ersten Sieg nach sieben Niederlagen in Folge nicht mehr nehmen. Am Ende stand für die Tübinger ein 94:84 zu Buche, der direkte Vergleich bleibt damit allerdings in der Barockstadt.

16

Nach überstandener Krankheit meldete sich Jesse Sanders wieder zurück auf Seiten der der Tübinger. Dass der für ihn nachverpflichtete Jared Jordan nicht aus dem Kader rutschen würde, war wohl jedem vor dem Spiel klar – dafür musste Nick Russell auf der Bank Platz nehmen. Was ist besser als ein Point Guard mit guter Spielübersicht? Offensichtlich zwei Point Guards mit guter Übersicht – das Duo Jordan/ Sanders kam auf 16 Assists (und 3 Turnover), Ludwigsburg hatte als Team gerade einmal elf Assists.

73

Ludwigsburg trat eher als „Luwigsburg“ auf – die „D“ fehlte komplett. Dem Gegner 94 Punkte und eine Quote von 73,3 Prozent aus dem Zweierbereich erlauben, das gefällt keinem Trainer.  Aber insbesondere dieser Ludwigsburger Mannschaft und Head Coach John Patrick dürften sich beim Blick auf den Statistikbogen die Rückenhaare aufstellen – erlaubten sie doch bis zu diesem Spiel eine gegnerische Zweier-Quote von guten 49,7 Prozent (s. Advanced Stats).

Auch die gefürchtete Ganzfeldpresse verfehlte ihre Wirkung. Tübingen leistete sich nur wenig Ballverluste, die resultierenden einfachen Fastbreak-Gelegenheiten blieben aus.  Auch nach Rebounds konnten die RIESEN nur selten schnell nach vorne spielen, die Tübinger hatten scheinbar die klare Anweisung von Coach McCoy, jeden Fastbreak per Foul zu unterbinden.

Bei den 73% und den 18 Punkten Shakur hast du Recht. Die längste Periode ohne Punkte war im ersten Viertel, das stimmt, betrug aber „nur“ 3:30 Minuten. Bei den Ballverlusten in der ersten Halbzeit bist du ganz knapp vorbei, das waren sieben. Den 16. Platz lasse ich einfach mal so stehen, wobei man meiner Meinung nach auch die gute (Offensiv-)Leistung der Tübinger anerkennen sollte.

8

Schon fast die gesamte Saison wechseln sich Shawn Huff und Royce O’Neale auf der Position des Power Forwards ab. Diesmal bekam der erfahrene Finne wieder einmal den Vorzug vor dem jungen US-Rookie. Doch Huff konnte keinerlei Werbung für sich betreiben – in 19-minütiger Spielzeit markierte er mickrige drei Punkte, dazu zwei Rebounds und ein Foul. Das erschreckendste an seiner Leistung: 1/9 3FG, acht (!) Mal warf der Kapitän der finnischen Nationalmannschaft vorbei. Macht insgesamt eine Effektivität von -3 und bringt gute Chancen mit sich, das nächste Bundesligaspiel wieder von der Bank aus zu verfolgen.

18

Ganz anders machte es auf Tübinger Seite Garlon Green: 18 Punkte bei 64 Prozent von Downtown und 60 Prozent aus dem Zweipunktebereich. Hinzu kamen zwar nur noch zwei Steals; der Dunk-Champion verbuchte weder Rebounds noch Assists, doch der Zeitpunkt für seine Punkte konnte häufig nicht besser sein. Insbesonders profitierten die Tigers von seinem Buzzerbeater zum Ende des dritten Viertels.

6:44

Die Spielzeit von Brad Loesing steht hier nur stellvertretend. In der Hinrunde kam der frischgebackene All-Star auf durchschnittlich 19:28 Minuten pro Spiel, heute waren es nur knapp sieben Minuten. Der Rückgang der Spielzeit ist für den erfrischend selbstbewusst aufspielenden Guard natürlich schade, allerdings bei der Konkurrenz in Person von Mustafa Shakur und Kerron Johnson auch verständlich. Weniger verständlich ist jedoch, dass trotz Doppelbelastung vier Spieler fast 30 Minuten spielen mussten (Brockman, Cotton, Johnson und Shakur).

Fazit

Negativtrend gestoppt. Das ist wohl das Wichtigste für die WALTER Tigers Tübingen. Nach zuletzt sieben Niederlagen in Folge ist der Derbysieg ein sehr guter Start in die Rückrunde. Für Jared Jordan und Co. heißt es nun, diese Leistung im nächsten Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven zu bestätigen.

Die Ludwigsburger hingegen müssen nun zusehen, nicht in eine Negativspirale zu geraten. Nach den zwei Niederlagen im Eurocup (vs. Zielona Góra und in St. Petersburg) sollte nun das Heimspiel gegen Venedig gewonnen werden, bevor am nächsten Wochenende das extrem schwere Pokalqualifikationsspiel gegen die Brose Baskets ansteht.

Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2015 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.