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SKYLINERS lassen nichts anbrennen

05.01.2015 || 01:03 Uhr von:
Basketball BL, FRAPORT SKYLINERS - CRAILSHEIM MERLINS
In einer phasenweise dürftigen Partie gelingt den Fraport SKYLINERS mit einem 88:71 ein nie gefährdeter Heimerfolg gegen schwache Merlins aus Crailsheim. Die Frankfurter fahren damit den wettbewerbsübergreifend achten...

In einer phasenweise dürftigen Partie gelingt den Fraport SKYLINERS mit einem 88:71 ein nie gefährdeter Heimerfolg gegen schwache Merlins aus Crailsheim. Die Frankfurter fahren damit den wettbewerbsübergreifend achten Heimsieg in Folge ein und schließen die Hinrunde auf einem Playoff-Rang ab.


Dieses Mal waren die Crailsheim Merlins besser vorbereitet. Sie reisten bereits am Vortrag in Frankfurt an, um nicht Gefahr zu laufen, erneut den Jump-Ball zu verpassen. So konnte das Spiel zwar pünktlich um 15 Uhr beginnen, etwas zu holen gab es für die Crailsheimer am Sonntagnachmittag jedoch trotzdem nicht.

SKYLINERS reicht eine solide Performance

Von Beginn an ließen die SKYLINERS keine Zweifel aufkommen, wer das Parkett als Sieger verlassen sollte. Schnell erspielten sich die Frankfurter eine Führung, die sie bis zum Ende nicht mehr abgeben sollten. Crailsheim fand gegen die solide Mann-Mann-Defense kaum eine Antwort. Nur die beiden Bigmen Jannik Freese, der nach dem Spiel seinen Wechsel zum Spitzenklub ALBA Berlin verkündete, und Chris Otule blitzten in Halbzeit eins öfter einmal auf und konnten sich unterm Korb durchtanken. Im weiteren Verlauf blieben sie gegen die starke Inside-Defense der SKYLINERS allerdings blass und kamen zusammen auf nur sechs Punkte in Halbzeit zwei. Ein kurzes Aufbäumen gelang den Merlins aus Crailsheim nach dem Seitenwechsel, als Jonathan Moore und Garrett Timothy Sim vier Dreier innerhalb weniger Spielminuten durch die Reuse zauberten. Doch die SKYLINERS behielten die Nerven und ließen nichts anbrennen. Insbesondere wurde der Crailsheimer Aufbau gut verteidigt, sodass die Merlins kaum in die Partie fanden. Insgesamt brauchte es keine herausragende Frankfurter Defense und Offense, um die Führung stabil zu halten und den Sieg einzufahren. Dafür offenbarten die Merlins zu grobe Probleme auf beiden Seiten des Feldes und vermittelten nie wirklich den Eindruck, den Frankfurter Heimsieg gefährden zu können.

Zwei angeschlagene ALLSTARS

Ein ums andere Mal haben Danilo Barthel (21 Punkte / fünf Rebounds) und Joe Voigtmann (16/12) bewiesen, warum sie zurecht für das ALLSTAR-Game am kommenden Wochenende in Ulm nominiert wurden. Sie dominierten die Bretter und kompensierten souverän den Ausfall des für dieses Spiel gesperrten Mike Morrison.

„Wir haben uns viele leichte Würfe erarbeitet und gut am Brett gearbeitet, sodass ihre Center wenige zweite Wurfchancen bekommen haben.“ (Danilo Barthel)

Für eine Schrecksekunde sorgte Danilo Barthel im vierten Viertel nachdem er wie im Spiel gegen Ludwigsburg erneut mit dem rechten Fuß umknickte und auf einem Bein humpelnd den Court verlassen musste. Nach dem Spiel gab er allerdings selbst Entwarnung. Er glaubt, „es sei nichts Schlimmes“. Auch Joe Voigtmann spielte mit einer Bandage an der rechten Wade. Grund hierfür war „ein Muskelfaserriss, der nicht entdeckt wurde“, ihn trotz Schmerzen aber nicht sonderlich hinderte. Für ein starkes Double-Double hat es dennoch gereicht.

Abgezockte Rookies

Positiv sind auch die beiden Rookies Justin Cobbs und Sean Armand hervorzuheben. Cobbs bewies, dass er das Spiel der SKYLINERS organisieren und souverän lenken kann. Ihm gelangen neben starken 17 Punkten und fünf Assists auch das ein oder andere sehenswerte Pick-and-Roll mit Voigtmann. Er gibt dem Spielaufbau Struktur und nimmt ihm die Nervosität. Er könnte der ersehnte Go-to-Guy sein, den die SKYLINERS zu Beginn der Saison so schmerzlich vermissen ließen.

„Justin Cobbs ist sehr wichtig für uns. Er ist ein extrem guter Point Guard, verteidigt hart, lenkt uns in der Offense, ist sehr athletisch und trotz seines jungen Alters sehr abgezockt.“ (Danilo Barthel)

Dass Headcoch Gordon Herbert Sean Armand seit einigen Spielen von der Bank bringt, scheint dem jungen Rookie keinen Bruch zu tun. Im Gegenteil. Armand ist in der Lage, die offensive Power und die Pace nochmals zu erhöhen, wenn er als sechster Mann in das Spiel eingreift – ein kluger Schachzug von Herbert. Armand untermauerte mit zwölf Punkten und sieben Rebounds, dass er mit dieser Rolle gut umgehen kann. Zudem verzeichnete er starke sieben Assists und lässt damit Kritik an seiner Wurfauswahl und an seinem Egospiel keinen Raum.

Niklas Kiel und Armin Musovic mit ersten BBL-Minuten

Quantez Robertson kam in knapp 15 Minuten Einsatzzeit auf acht Punkte und vier Assists, nahm sich aber durch frühe Fouls, wie bei der Niederlage gegen Ludwigsburg, erneut selbst aus dem Spiel. Aaron Doornekamp blieb lange Zeit unauffällig, packte aber unterm Brett beherzt zu (5/7). Der Scharfschütze Mikko Koivisto blieb etwas glücklos von der Dreipunktelinie. Nur einer seiner fünf Versuche fand sein Ziel. Dafür versenkte Stefan Ilzhöfer seine beiden Versuche von Downtown.

Für einen ungewöhnliches Bild sorgte Herbert in den letzten Spielminuten, als er mit Niklas Kiel, Armin Musovic, Stefan Ilzhöfer und Johannes Richter gleich vier ProB-Spieler aufs Parkett der Profis schickte. Nur Quantez Robertson, der das Quintett in den Schlussminuten komplettierte, hob das Durchschnittsalter massiv an. Für Kiel und Musovic waren es zudem die ersten BBL-Minuten in ihren noch jungen, aber verheißungsvollen Karrieren.

Entscheidung hinsichtlich Koivisto und Williams naht

In den nächsten Tagen wird hinsichtlich der Weiterverpflichtung von Mikko Koivisto eine Entscheidung erwartet. Er ist zweifellos ein wichtiger Rollenspieler in Reihen der Skyliners, aber er kann seinem Team logischerweise nur dann helfen, wenn er seine Rückenprobleme in den Griff bekommt. Sicherlich wird daher eine Weiterverpflichtung von den ärztlichen Untersuchungen abhängig gemacht. Genauso wird eine Entscheidung in der Causa Richard Williams fallen müssen. Sein regelmäßiges Fehlen bei den Heimspielen lässt darauf schließen, dass es intern gekracht haben muss. Insidern zufolge sei sein Abgang schon so gut wie besiegelt.

Vor dem ALLSTAR-Game dürfen die SKYLINERS nun erst einmal durchschnaufen. Herbert gibt seinen Schützlingen am Montag und Dienstag frei, bevor am Mittwoch die Vorbereitung auf das nächste Spiel am 13. Januar gegen Tartu in der EuroChallenge beginnt.

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