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#SimonsStats – Ludwigsburg gelingt Überraschungssieg im Artland

17.11.2014 || 13:03 Uhr von:
Enttäuscht: Jon Brockman
#SimonsStats – das ist die Rubrik, die ihr nach Spielen der Ludwigsburger auf Court Review findet. Zunächst gibt’s auf Twitter bei @CourtReview und @SimonLinder fünf Zahlenwerte des Spiels ohne jeglichen Kommen...

#SimonsStats – das ist die Rubrik, die ihr nach Spielen der Ludwigsburger auf Court Review findet. Zunächst gibt’s auf Twitter bei @CourtReview und @SimonLinder fünf Zahlenwerte des Spiels ohne jeglichen Kommentar. Dann könnt ihr – natürlich, ohne den Boxscore zu checken – rätseln, in welchen Kategorien diese Werte erzielt wurden. Einige Zeit später findet ihr dann auf Court Review den Artikel, in dem die, das Spiel mitentscheidenden, fünf Stats erläutert werden. Zu gewinnen gibt’s unseren Respekt!


Durch einen erfolgreichen Mitteldistanzwurf drei Sekunden vor der Schlusssirene von Shawn Huff gewinnen die MHP RIESEN Ludwigsburg überraschend bei den Artland Dragons. Nachdem die RIESEN die Partie gegen die Quakenbrücker über weite Strecken ausgeglichen gestalten konnten, schienen sie dann kurz vor Schluss den Anschluss zu verlieren. Jedoch kamen die Barockstädter durch ein starkes Finish und starke Nerven nochmals zurück, gewannen am Ende zwar glücklich, aber auf jeden Fall verdient und landeten so den ersten Auswärtssieg in dieser Saison!

Wie immer ist der Blick auf den Boxscore interessant – auch, wenn das Spiel mit 72-71 sehr knapp ausging, lassen sich einige Schlüsse aus den Statistiken ziehen. Daher hier für euch: #SimonsStats!

4/11/8

Wenn man nur 1/5 Feld- und 2/4 Freiwürfen versenkt, kann man eigentlich nicht den besten Effektivitätswert haben – aber eben nur eigentlich! Denn Jon Brockman griff sich elf Rebounds und verteilte noch unglaubliche acht Assists. Regelmäßig stellte er einen Block, bekam den Ball in der Mitteldistanz und spielte den Pass genau in die Schnittstelle der Abwehr, während meist Campbell oder Johnson einen Backdoor-Cut liefen. Erstaunlich, dass die Dragons darauf nicht im Laufe des Spiels anders – oder überhaupt irgendwie – reagierten. Die fünf Turnover Brockmans lassen sich daher verschmerzen – auch, weil der Neu-Ludwigsburger seinen Gegnern zwei Mal den Ball stahl. 4/11/8 – eine unglaubliche Statline von Jon Brockman. Sollte der 2,01 Meter große und 116 Kilo schwere US-Amerikaner weiterhin solche Assistzahlen und Reboundwerte auflegen, kann man ihn nicht mehr als einfachen Mann unter dem Korb bezeichnen, sondern als Point Center!

Gut beobachtet, Paul!

Und auch Jules lag richtig – dass du Assist- und Reboundwert verwechselt hast, wiegt nicht so schwer – zumindest nicht so schwer wie Jon Brockman!

37,7

Wer nur 37,7% seiner Feldwürfe versenkt, kann kaum ein Spiel gewinnen – den Dragons wäre es gestern fast gelungen, was an den ebenfalls schwachen Quoten der Ludwigsburger lag. Die Quakenbrücker, die im Durchschnitt in dieser Saison ca. 54% der Zweier, 44% der Dreier und so insgesamt die Hälfte ihrer Würfe treffen, kamen gestern auf Werte von 44% aus Nah- und Mitteldistanz, 30% von Downtown und insgesamt 37,7% aus dem Feld. Zu wenig!

Da lagst du leider daneben, Gerrit. Aber: Fünf Tipps abgegeben, davon aber immerhin zwei korrekt. Damit hast du eine Trefferquote von 40 % – und bist also besser als die Dragons gestern waren!

-12/+14

Man kann sich schon ein bisschen denken, worauf ich bei diesen zwei Werten hinauswill: Es dürfte sich um zwei Spieler handeln, die auf der gleichen Position agierten und sich gestern auf dem Spielfeld häufiger begegneten. Und so ist es auch: Es sind die Plus/Minus-Werte von Anthony King (-12) und Jon Brockman (+14). Der Artländer hatte gestern den schlechtesten Wert in dieser Kategorie in seinem Team, der Ludwigsburger lag dagegen in der internen Wertung nur hinter John Little, der trotz der sich während des Spiels zugezogenen Verletzung überragend spielte und so auf einen Wert von +17 kam.

Doch nochmals zurück zu den beiden Centern: King erzielte zwar deutlich mehr Punkte als Brockman (12 zu 4), kam aber auf weniger Rebounds (6 zu 11) und Assists (3 zu 8). Das Duell der beiden großen Männer ging also an den Ludwigsburger – so deutlich, wie der Plus/Minus-Wert es suggeriert, war es allerdings nicht. Beide spielten ordentlich, aber Brockman profitierte vom Spiel der eigenen Mannschaft – vor allem durch das vorher angesprochene Pick-and-Pop mit dem Backdoor-Cut – etwas mehr, und so sind die verschiedenen Werte auch ein wenig dem vorgegebenen System geschuldet. Der Punkt in dieser Kategorie geht also nicht nur an Jon Brockman, sondern auch an den zweiten Jo(h)n bei den Ludwigsburgern: John Patrick!

18,8

16mal probiert, 13mal ist nichts passiert. So lässt sich die Leistung der Ludwigsburger aus der Ferndistanz beschreiben, die also nur 18,8% ihrer Dreipunktewürfe versenkten. Drei Treffer bei 16 Versuchen sind definitiv zu wenig. Nur Shawn Huff (1/6 – der eine Treffer war aber eminent wichtig!), Adam Waleskowski (1/3) und Coby Karl (1/2) trafen von Downtown. John Little (0/2) und Folarin Campbell (0/3) bestritten zwar beide eine extrem gute Partie, von Draußen waren sie aber ohne die nötige Fortune am Werk. Die Ludwigsburger profitierten allerdings davon, dass Artland ebenfalls schlecht traf. 29,6% (8/27) ist auch ein schlechter Wert, vor allem für das Team von Tyron McCoy, das als Mannschaft von Dreierspezialisten gilt: Sie treffen über die gesamte Saison starke 43,5% ihrer Dreipunktewürfe.

#SimonsStats nimmt neue Dimensionen an: Es gibt doch glatt Basketballfans, die das Spiel nicht sehen, trotzdem mitraten und dann auch noch richtig liegen. Wow, S.!

Netter Versuch, Paul. Lagst auch nur knapp daneben! Brockman traf einen von fünf Würfen, also 20 %.

72,4

Wenn ein Team 72,4 % seiner Freiwürfe trifft, ist das nichts Besonderes. Außer, es sind die MHP RIESEN Ludwigsburg. Denn diese verbesserten mit diesem Wert ihren Höchstwert für diese Saison. Im Durchschnitt liegen die RIESEN übrigens bei 64,6 % – ein katastrophaler Wert, der in dieser Kategorie Platz 18 in der Beko BBL bedeutet. Hätten die Barockstädter gestern auch so schlecht getroffen, hätten sie das Spiel verloren. Haben sie aber nicht. Und auch wegen der in diesem Bereich für Ludwigsburger Verhältnissen Bereich starken Quote gingen die zwei Punkte für den Sieg in den Südwesten der Republik.

Bei den Freiwürfen lagst du richtig, Zugvogel! #aberhastrechtwarschonschwer

Und auch du hast das Spiel korrekt beobachtet, Alex! Stark!


Fazit

Die Ludwigsburger waren trotz der guten Pick-and-Roll-Defense der Dragons gegen Kerron Johnson, die aus einem tiefen Absinken des Centers, meist Audi Seiferth, bestand, am Ende cleverer. Sie zogen durch das hohe Aufposten und das Pick-and-Pop Jon Brockmans, Anthony King etwas aus der Zone. Das gab vor allem Folarin Campbell, dessen Vertrag nun ausläuft, John Little und hin und wieder auch Kerron Johnson Platz, um per Backdoor-Cut nah am Korb hochprozentig abzuschließen. Das war im Endeffekt der Schlüssel zum Sieg für die Ludwigsburger, die durch das starke Comeback in den letzten Minuten verdient gewannen – auch, weil sie in der entscheidenden Phase des Spiels mehr Einsatzbereitschaft zeigten.

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