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Siegreiche Bonner Offensivschlacht gegen Hagen

14.03.2016 || 11:45 Uhr von:
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Die Telekom Baskets Bonn dominieren mit 111:86 Phoenix Hagen. Insgesamt sechs Bonner Spieler punkten zweistellig und sichern den direkten Vergleich im NRW-Duell.

1. Noch bevor das Spiel überhaupt angepfiffen wurde, hatten sich wohl alle Beteiligten auf ein relativ hohes Endergebnis eingestellt. Schnelles Tempo, mehr Fokus auf der Offensive als auf der Defensive, Small Ball – es ist und bleibt schließlich Phoenix Hagen.

2. Doch die Art und Weise, wie die Telekom Baskets mit dieser Herausforderung umgingen – nachdem sie im Hinspiel in Hagen mit 86:102 und einer miserablen Einstellung noch haushoch untergegangen waren – überraschte dann vielleicht doch den ein oder anderen. Die Mannschaft drehte den Spieß praktisch einmal komplett um und war kaum wiederzuerkennen. Vielleicht verblüffte das am allermeisten die Hagener Spieler selbst, die in 40 Minuten keine ansatzweise effektive Antwort auf das Spiel der Bonner fanden.

3. Jener Auftritt der Bonner, der durch den Ausfall von Point Guard Geno Lawrence und Center Dirk Mädrich (Magen-Darm-Infekt) eigentlich erheblich geschwächt hätte sein müssen. War er aber nicht. Die Baskets konnten das Tempo von Hagen locker mitgehen. Auch Dank Langston Hall, der von der Tribüne aus ins Team einsprang und ohne viel Zögern zusammen mit Rotnei Clarke das Zepter im Aufbau in die Hand nahm (10 Punkte, 7 Assists).

4. Die Mannschaft verschwand in den teilweise chaotischen (weil so hastigen) Zuständen nie in einem nennenswerten Tief. Weil das Kollektiv punktete (sechs Spieler mit zweistelliger Ausbeute, White mit 23 Punkten Bonner Topscorer). Weil das Kollektiv den Ball passte (insgesamt 29 Assists: Hall (7), Klimavicius und Marshall (jeweils 6), Clarke und Mangold (jeweils 3)). Weil das Kollektiv zusammenhielt. Hallelujah. Dass ich das in dieser Saison nochmals schreiben darf.

5. Ver…teidigung? Verteidigung? Was für ein seltsames Wort. Schienen beide Teams am Sonntag noch nie gehört zu haben. Bonn konnte 74 Mal auf den Korb werfen, Hagen schoss 70 Mal ab.

6. Was entscheidet ein offensiv geprägtes Spiel, in dem an beiden Enden des Feldes geballert wird, was das Zeug hält? Genau, die Wurfquoten. Hier ging Bonn mit überragenden 58 Prozent gegenüber Hagens 40 Prozent klar als Sieger vom Feld – am Ende dann auch in zweifacher Hinsicht. Vorallem die zahlreichen, oftmals sehr einfachen, hin und wieder eindrucksvollen Korbleger (36 von 54) der Bonner Big Men ließen den Punktestand nach oben schnellen.

7. Einer dieser Big Men, der eigentlich keiner ist, in der Abwesenhit von Dirk Mädrich aber zu einem mutierte, war Isaiah Philmore (18 Punkte, 7 von 9 aus dem Feld). Der Wiedergenesene konnte sein ganzes Arsenal an wunderschönen Post-Up-Moves zur Geltung bringen und demonstrierte, dass selbst die Bonner „Small Ball“-Variante noch gegen Hagen überragte.

8. Zweites Spiel als Bonner Coach und zweiter Sieg für Silvano Poropat. Die Formkurve des Teams zeigt nach nur zehn Tagen unter neuer Führung steil nach oben. Poropat scheint auf einem verdammt guten Weg. Seine Worte im Interview mit dem Bonner General Anzeiger: „… Fünf Minuten vor meiner [ersten] Ansprache [ans Team], hatte ich ein unglaublich gutes Gefühl. Das habe ich bisher noch nie erlebt. Irgendwas ist da passiert, dass mir gesagt hat: Das ist der richtige Ort, die richtige Sache und der richtige Verein.“ Und Bonn hat den richtigen Coach.

9. Mit diesem Heimsieg bleibt Phoenix Hagen eines der Teams, das Bonn in der Historie bisher am wenigsten Schwierigkeiten bereitet hat. Zu Gast im Telekom Dome konnte Hagen erst einmal gewinnen; im gesamten Duell liegt Bonn deutlich mit 23 zu 6 Siegen vorne.

10. Der dritte Sieg in Folge für die Telekom Baskets soll am nächsten Sonntag (17 Uhr) in der Festung der FRAPORT Skyliners, den europäischen Überfliegern und sympathischen Playoffkandidaten, gelingen. Es gab schon leichtere Aufgaben. Aber die Telekom Baskets werden auch diese mit ihrem neugeschöpften Mut antreten. Was haben sie schon zu verlieren? An Niederlagen sind sie in dieser Saison eh schon gewöhnt.  Und ein Sieg würde Jubelschreie auslösen, die wahrscheinlich noch über die Grenzen Bonns zu hören wären.

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