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Tübingen zwischen Kontinuität und Neuanfang

19.09.2017 || 11:42 Uhr von:
WALTER Tigers Tübingen
Die WALTER Tigers Tübingen leiden seit Jahren im Abstiegskampf der BBL. Mit Jared Jordan und Liga-Rückkehrer Ryan Brooks werden die Schwaben diesmal versuchen, schneller die Klasse zu halten.

Die WALTER Tigers Tübingen hängen seit einigen Jahren im Abstiegskampf fest. Mal souveräner, mal knapper gelang der Verbleib in der BBL. Auch in dieser Saison starten die Schwaben nahezu runderneuert in das Unterfangen Klassenerhalt. Doch immerhin bleiben Trainer Tyron McCoy mit Jared Jordan der Point Guard und Barry Stewart der Topscorer erhalten.

Das ist neu

Die Tübinger sind ein weiteres Team, das seinen Kader fast runderneuert hat. Dabei wurden auch alle deutschen Positionen neu besetzt. Mit Robert Zinn kommt Jordans Backup vom ProA-Ligisten Nürnberg. Auch auf der Centerposition bediente sich McCoy aus der zweiten Liga und engagierte Phillipp Heyden, der nach Verletzungsproblemen den Schritt aus der BBL zurück nach Heidelberg gemacht hatte und nun neu angreifen will. Die deutschen Forwards kommen dagegen direkt aus der easyCredit BBL: Mathis Mönninghoff und Sid-Marlon Theis haben in Göttingen respektive Braunschweig schon Verantwortung übernommen und sollen nun Tübingen unabhängiger von den Importspielern machen.

Auch bei den US-Amerikanern kommt der neue Tigers-Small-Forward mit einiger BBL-Erfahrung daher: Ryan Brooks spielte bereits für Gießen, Frankfurt und Bonn in der deutschen Eliteliga. Mit seiner Erfahrung und Athletik wird Ryan „Air“ Brooks auch in der Paul-Horn-Arena für einige Highlights sorgen und im Team eine Schlüsselrolle, auch defensiv, besetzen. Neben den bekannten Jordan und Barry Stewart wird ein dritter Importspieler auf den Guard-Positionen zuhause sein. Shooting Guard Kristopher Richard kommt vom lettischen Topteam Riga und wird als Backup Variabilität ins Team bringen, da er ebenfalls auf als Small Forward spielen kann.

Reggie Upshaw ist ein Neuling im Profigeschäft und kommt von der selben Uni wie Marcos Knight. Der Zweimetermann macht das Team als Spieler für die Positionen drei bis fünf ebenfalls variabel. Einen Wechsel gab es in der Vorbereitung noch beim Center: Tony Easley hat mit seinen 30 Jahren etliche Jahre in verschiedenen europäischen Liga auf dem Buckel und auch im internationalen Wettbewerb schon beachtliche Leistungen gezeigt.

 StarterBankBank
PGJared JordanRobert Zinn
SGBarry StewartKristopher Richard
SFRyan BrooksMathis MönninghoffJacob Mampuya
PFReggie UpshawSid-Marlon Theis
CTony EasleyPhillipp HeydenAdrian Lind

Neue Wege sind die Tübinger auf den Kaderplätzen 11 und 12 gegangen. Spielten hier sonst vor allem Jugendspieler, kommen mit Adrian Lind und Jacob Mampuya zwei ProB-erprobte Deutsche, die allerdings nicht mehr unter die Doppellizenz-Regelung fallen. Flügelspieler Mampuya und Center Lind sollen im Training für nötige Tiefe sorgen und können jeweils fünf Partien in der BBL-Mannschaft bestreiten, ohne ihr Teilnahmerecht in der zweiten Mannschaft zu verlieren.

Dieser Verlust schmerzt

Eigentlich gibt es keinen Abgang aus der vorigen Saison, der sportlich ein riesiges Loch hinterlassen würde. Am bittersten könnte daher der späte Abschied von Mauricio Marin sein, der eigentlich einen Vertrag für die Spielzeit 2017/18 besaß, allerdings unzufrieden über seine Rolle den Weg nach Gießen antrat. Ob der Guard in der gewöhnlichen Rotation mehr Minuten hinter Jordan, Stewart und Kristopher erhalten hätte, ist fraglich, bei Verletzungen oder Foul-Trouble hätte er allerdings mehr ins Spiel einbringen können als der für ihn verpflichtete Robert Zinn.

Der neue Schlüsselspieler

Nichts Neues in Tübingen, in einem Team mit Jared Jordan hängt immer viel Hoffnung und damit Verantwortung am Assistleader der BBL seit Beginn der digitalen Datenerfassung. Der 32-Jährige wird den Ball auch in dieser Saison viel in den Händen haben und seine Mitspieler in Szene setzen. Je besser er dabei den Dreier trifft, desto gefährlicher ist er für jeden Verteidiger in der Liga.

Das ist der Weg zum Sieg

Es kann allerdings nicht nur an Jared Jordan hängen, die Tübinger in der Liga zu halten. Es gibt im Kader einige Positionen, die gut und gerne Playoff-Niveau haben. Doch Spieler wie Tony Easley oder auch Berry Stewart haben neben den deutschen Positionen ein Fragezeichen hinter dieser Qualität. Viel wird daher darauf ankommen, wie sich die noch nicht in der Liga etablierten Deutschen um Phillipp Heyden und Robert Zinn schlagen werden, wenn sie gefragt sind auf dem Feld. Außerdem wird der Dreier wieder eine entscheidende Rolle im System von Tyron McCoy einnehmen. Letzte Saison versuchten die Tigers 26,5 Distanzwürfe pro Partie und lagen damit an der Spitze der easyCredit BBL.

Das ist möglich

Tübingen ist den Abstiegskampf gewohnt und wird ihn wohl auch in der Saison 2017/18 nicht loswerden. Gegenüber der Konkurrenz fällt ein Vergleich vor den ersten Pflichtspielen traditionell schwer. Auch an anderen Standorten wurde im Sommer gut gearbeitet und konkurrenzfähige Mannschaften aufgestellt. Zwischen Platz 11 und 18 ist alles möglich, obwohl die Tübinger mit ihrer Mannschaft kein favorisierter Kandidat für die Abstiegsplätze sind. Es könnte wieder eine typische Tübinger Saison werden, die am Ende ohne Glanz im Nichtabstieg endet.

easyCredit BBL-Manager-Tipp

Einer der Spieler mit dem höchsten Endgehalt 2016/17 ist Jared Jordan. Der Assistkönig macht vor allem durch seine Korbvorlagen etliche Fantasy-Punkte und gleicht damit sein nicht ganz so konstantes Scoring aus. Mit 0,85 Millionen Euro ist der Punktegarant allerdings alles andere als ein Schnäppchen. Wer sein Budget schon strapaziert hat, kann mit Phillipp Heyden möglicherweise einen Steal landen. Der Center wandert für 0,25 Millionen ins Team und war in der Vorbereitung ein wesentlicher Teil der Tübinger Rotation.

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Die WALTER Tigers waren auch mehrfach Thema im basketball.de-Podcast zur Offseason. Die Neuzugänge der Tübinger wurden in den Folgen 2, 9, 10 und 13 ausführlich besprochen.

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