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Oldenburg: alter Regisseur, neues Team, altes Rezept

27.09.2017 || 15:54 Uhr von:
EWE Baskets Oldenburg
Der amtierende Vizemeister geht mit einem neuen Team in die Saison. Gleich 10 Abgänge hatten die EWE Baskets Oldenburg zu vermelden. Ebenso müssen sieben neue Spieler integriert werden.

Nach der überraschenden Vizemeisterschaft in der vorherigen Saison, gab es kurz danach für die EWE Baskets Oldenburg noch einen Grund zu feiern. Die Eröffnung des neuen EWE Baskets Club Centers direkt neben der Trainingshalle bietet ausreichend Platz für Besprechungen, dem „Team hinter dem Team“, dem Fanshop und einem Foyer für 140 Personen. Doch es zogen auch dunkle Wolken über der Feierstimmung auf: Die doch überschaubare Sicht aus dem Fanblock sorgte vor allem für Verärgerung bei den „treusten der treuen“ Fans – bis hin zum Stimmungsboykott für die kommende Saison war die Rede. Doch das Worst-Case-Szenario konnte durch einen neuen Fanblock abgewendet werden. So dass sich das neuformierte Team auf einen stimmungsvollen Support freuen kann.

Das ist neu

Wie schon angedeutet, kam es zu einigen Veränderungen beim Vizemeister. Zum einen konnten Leistungsträger wie Brain Qvale und Chris Kramer nicht gehalten werden. Zum anderen wurden aber auch bewusst einige Verträge nicht verlängert, um neue Impulse zu setzen. So verließen insgesamt acht weitere Spieler die EWE Baskets Oldenburg. Der gebürtige Oldenburger Jannik Freese, sowie sein Center-Kollege Dirk Mädrich heuerten beim ProA-Krösus und letztjährigen BBL-Absteiger aus Vechta an. Die beiden Youngstars Jan-Niklas Wimberg (Oettinger Rockets) und Dominik Lockhart (BG Göttingen) suchten eine Herausforderung, um den nächsten Karrieresprung zu unternehmen. Der frischgebackene Vater und Publikumsliebling Vaughn Duggins ist noch vereinslos.

Jedoch komplettierten die Donnervögel schon frühzeitig das lückenhafte Roster: Mickey McConnel bevorzugt im Gegensatz zu Chris Kramer einen ruhigen, geordneten Spielaufbau und liest das Spiel besser – um dann seine Teamkollegen in Szene zu setzten. Vom Typ her ein klassischer Pass-First Point Guard. Weiter setzt der gebürtige Bamberger Karsten Tadda sehr wichtige Akzente in der Defensive – wie Marco Belinelli leidvoll bei der EM erfahren durfte. Bryon Allen sorgt gepaart mit seiner Athletik und seinen Scoring-Fähigkeiten für die nötige Unterstützung in der Offensive. Die die Vereinslegende und „der ewige“ Rickey Paulding gut gebrauchen kann. Trotz seines zunehmenden Alters, scheint er immer wieder vor der Saison einen „Jungbrunnen“ zu finden und noch wichtiger für die Huntestädter zu werden –  um sein „Pauldingburg“ zu führen. Sowohl auf und neben den Platz. Wobei der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive der Österreicher Rasid Mahalbasic sein wird.

 StarterBankBank
PGMickey McConnellBrad LoesingHaris Hujic
SGBryon AllenFrantz Massenat ()
SFRickey PauldingKarsten Tadda
PFMaxime De ZeeuwPhilipp SchwethelmChristian Jones
CRasid MahalbasicIsaiah PhilmoreMarko Bacak

Dieser Verlust schmerzt

Hier bleibt einem nur die Wahl zwischen Brain Qvale und Chris Kramer. Schlussendlich ist hier letzterer zu nennen: Chris Kramer. Mit seiner langjährige Vereinstreue, seinen Emotionen, seiner Energie und seinen wachsenden basketballerischen Skillset – sein Wurf etwas davon ausgenommen – war er ein enorm wichtiger Leader und natürlich auch Erfolgsgarant – Pokalsieger 2015 und den beiden Vizemeisterschaften (2013 und 2017) –  für die EWE Baskets Oldenburg. So wurde schon recht früh gemunkelt, dass der US-Amerikaner sein Glück zukünftig bei einem europäischen Spitzenverein suchen wird. Jedoch wurde es eher ein ehemaliger europäischer Spitzenverein. So unterschrieb Kramer bei dem damaligen ULEB Cup/ heutigen Eurocup-Gewinner von 2007 und 2009: dem litauischen Spitzenclub Lietuvos Rytas Vilnius.

Der neue Schlüsselspieler

Wie schon geschrieben wird der Brain Qvale-Ersatz Rasid Mahalbasic die gleiche Funktion einnehmen wie der abgewanderte US-Amerikaner: Er wird der Dreh-und Angelpunkt in der Offensive der Donnervögel. Auch wenn der Österreicher einen eher unspektakulären Spielstil pflegt, so ist er jeder Zeit in der Lage ein Double-Double aufzulegen. Gepaart mit seinem seiner Zonenpräsenz, seinen Post-Moves – der daraus resultierenden hochprozentigen Abschlussquote und seinem hohen basketballerischen IQ ist Mahalsbasic wie erwähnt der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive. Da er selbst scoren kann, aber auch viele Spieler in der Offensive bindet, um so genügend Platz für die anderen Scharfschützen wie Paulding, Allen, Schwethelm zu schaffen. Jedoch wird ihm nachgesagt, dass er etwas langsam ist, was ihn in der Defensive anfällig macht.

Das ist möglich

Auch wenn die EWE Baskets Oldenburg wie immer sehr minimalistisch die Playoffs als Ziel ausrufen, ist mit diesem Kader doch mehr zu erwarten. Das Heimrecht kann und sollte ein realistisches Ziel sein. Auch wenn die Konkurrenz wie ALBA Berlin und ratiopharm ulm in der Off-Season vorzügliche Arbeit geleistet haben. Voraussetzung für das Erreichen des genannten Zieles, ist aber Integration der Vielzahl an neunen Spieler und das eben jeder dieser Spieler seine angepeilte Rolle in dem Team annimmt. Der wohl wichtigste Faktor ist aber die deutsche Rotation. Auch wenn in der Off-Season viel für eine mögliche Verbreitung getan wurde, so ist dieses aber nicht gleichzusetzen mit der praktischen Umsetzung. Denn bisher war die deutsche Rotation ebenfalls sehr minimalistisch. Wenn all diese Faktoren umgesetzt werden können, ist das Heimrecht realistisch.

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Auch wenn Rasid Mahalbasic mit 0,80 Millionen recht teuer ist, ist er aber aufgrund der aufgezählten Gründen jeden seinen Penny wert. Ebenfalls kein Schnäppchen mit 0,70 Millionen ist Mickey McConnell. Der Point Guard ist der neue Denker und Lenker der Donnervögel. Seine Assists, die er als bester Vorlagengeber der ACB zweifelsohne spielen kann, werden somit nicht nur für die EWE Baskets Oldenburg wertvoll sein.

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Die EWE Baskets Oldenburg waren auch mehrfach Thema im basketball.de-Podcast zur Offseason. Die Neuzugänge der Niedersachsen wurden in den Folgen 2, 3, 5 und 8 ausführlich besprochen.

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