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Bremerhaven setzt auf Kontinuität

21.09.2017 || 10:05 Uhr von:
Eisbären Bremerhaven
Seit Jahren sind die Eisbären Bremerhaven im Mittelfeld und die ganz große Aufmerksamkeit erlangen sie nicht. Diesen Sommer versuchen die Norddeutschen mit Kontinuität ein bleibendes Bild zu erschaffen.

An der Nordseeküste leben die Eisbären, doch so richtig Notiz nimmt Basketball-Deutschland selten von Bremerhaven. Die Plätze 11, 12, 14, 15 und 12 standen in den letzten Jahren am Ende für die Eisbären Bremerhaven zu Buche. Mehr Mittelfeld mit Tendenz zum Abstiegskampf geht eigentlich nicht. Es stellt sich die Frage, ob die Nordlichter der Liga mit Kontinuität dieses Jahr mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Das ist neu

Bislang ist die erste Neuerung noch nicht deutlich sichtbar, aber die Eisbären stehen unter einer neuen Führung. Jan Rathjen hat die Bremerhavener nach 15 Jahren verlassen und widmet sich in Zukunft neuen beruflichen Herausforderungen. Neuer Geschäftsführer ist der ehemalige Köln-Coach Arne Woltmann. Der gebürtige Bremerhavener soll mit seinem Netzwerk den Basketball an der Wesermündung weiter voran bringen.

Auf dem Parkett wird der gemeine BBL-Fan dagegen einige bekannte Gesichter wiedererkennen. Sechs Spieler aus der vergangenen Saison werden erneut ihre Sneaker für Bremerhaven schnüren. Angeführt wird das Sextett von Point Guard Jordan Hulls, der neben Ivan Elliott auch vier deutsche Rollenpieler weiterhin mit Anspielen füttern kann. Ein neuer Deutscher im Team ist Dominique Johnson, der allerdings bereits von 2009 bis 2012 in Bremerhaven war. Gänzlich neu in der Liga ist dagegen Michael Kessens. Der Center besitzt neben der deutschen auch die schweizer Staatsbürgerschaft und spielte zuletzt für die Florida State University, wo er beinahe ein Double-Double erzielte.

Mehr Bewegung gab es auf den Import-Positionen. Johnny Berhanemeskel ergänzt die Guard-Rotation als ausgewiesener Scharfschütze. Der 24-Jährige spielte zuletzt in der zweiten spanischen Liga und ist der nächste Kanadier in der easyCredit BBL. Einen Ligabekannten konnten sich die Norddeutschen für die Center-Position sichern: Geoffrey Groselle kommt von den Basketball Löwen Bremerhaven. 10,9 Punkte und 6,1 Rebounds erzielte er vergangene Saison. Als fünfter und vorerst letzter Importspieler wird Carl Baptiste agieren. Der Power Forward spielte zuletzt zwei Jahre in Kapfenberg und unterschrieb direkt für weitere zwei Jahre bei den Eisbären. Auch Baptiste zeichnete sich beim österreichischen Meister als starker Dreierschütze aus.

 StarterBankBank
PGJordan HullsLars WendtJannes Hundt
SGJohnny BerhanemeskelDavid Brembly
SFDominique JohnsonFabian BleckAdrian Breitlauch
PFCarl BaptisteIvan Elliot
CGeoffrey GroselleMichael Kessens

Dieser Verlust schmerzt

Wenn ein Spieler neben Jordan Hulls in der letzten Saison Aufmerksamkeit erreichte, dann war das Quincy Diggs. Der Wingman war mit 13,3 Punkten Topscorer und belegte teamintern den zweiten Platz bei Rebounds und Assists. Diese Allround-Qualitäten könnten dem neuen Kader fehlen. Außerdem sorgte Diggs nicht nur wegen des Golden Patchs für den ein oder anderen Hingucker. Die Zuschauer von „ran Basketball“ wählten seinen Dunk in Berlin zum „Play of the week“. Ob die Eisbären in diesem Jahr solche Highlights setzen können ist noch fraglich.

Der neue Schlüsselspieler

Es ist kein neuer Schlüssel, den die Bremerhavener gefunden haben. Jordan Hulls spielte bereits im letzten Jahr eine zentrale Rolle im System von Sebastian Machowski. Der 27-Jährige wird als einer von fünf Importspielern alleine schon aus diesem Grund viel Verantwortung schultern müssen. Durch die Reduzierung der Ausländer wird auch im Spielaufbau weniger Variabilität vorhanden sein und die sollte Hulls auffangen.

Das ist der Weg zum Ziel

Normalerweise müsste der Kader durch seine Eingespieltheit punkten. Bisher gab es in den Testspielen allerdings gerade an dieser Front noch so manche Probleme. „Zudem suchen einige Spieler noch immer nach ihrer Rolle“, so Coach Sebastian Machowski nach der Testspiel-Niederlage gegen die Oldenburger zwei Wochen vor Saisonbeginn. Mit Johnny Berhanemeskel und Carl Baptiste haben die Bremerhavener zwei potentiell sehr starke Dreierschützen ins Team bekommen. Auch Ivan Elliott ist als Strech-Four bekannt. Die Norddeutschen werden also sicherlich den ein oder anderen Dreier mehr versuchen als ihre Gegner und damit auch Platz am Korb für Geoffrey Groselle oder Michael Kessens schaffen.

Das ist möglich

So langweilig es klingt, es könnte eine weitere Saison ohne Spannung werden. Sollte nicht allzu viel schief gehen, könnte der Abstiegskampf relativ bald kein Thema mehr sein. Außerdem sind die Vorjahres-Zwölften in der Lage jederzeit einen weiteren Importspieler zu verpflichten. Trotz allem ist der Weg in Richtung Playoffs weit, sehr weit. Es könnte also alles bleiben wie immer, die Bremerhavener spielen ihren Stiefel runter und außerhalb der Region nimmt niemand groß Notiz davon.

easyCredit BBL-Manager-Tipp

A2-Nationalspieler sind immer wieder ein Geheimtipp und so auch Bremerhavens Fabian Bleck. Der Forward kostet zwar 0,45 Millionen und ist damit kein absolutes Schnäppchen, doch könnte die größte Rolle in der deutschen Rotation spielen.

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Die Eisbären Bremerhaven waren auch mehrfach Thema im basketball.de-Podcast zur Offseason. Die Neuzugänge der Nordlichter wurden in den Folgen 4 und 8 ausführlich besprochen.

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