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Robin Benzing: „Ich will Verantwortung übernehmen!“

27.07.2015 || 15:17 Uhr von: ,
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Robin Benzing hat den FC Bayern zum Saisonende verlassen und wird ab der Saison 2015/16 für den spanischen Erstligisten CAI Saragossa spielen. Im Rahmen der Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft auf die kommende...

Robin Benzing hat den FC Bayern zum Saisonende verlassen und wird ab der Saison 2015/16 für den spanischen Erstligisten CAI Saragossa spielen. Im Rahmen der Vorbereitung der deutschen Nationalmannschaft auf die kommende Europameisterschaft sprach Court Review mit dem 26-jährigen Forward über die Gründe seines Wechsels, seine persönlichen Ziele für die EM sowie seine Rolle in der Nationalmannschaft.


Court Review: Du hast diese Saison beim FC Bayern circa 15 Minuten im Schnitt gespielt. Ich hatte den Eindruck, dass du nicht ganz zufrieden warst, sei es mit deiner Leistung, aber auch mit deiner Spielzeit. Jetzt bist du nach dem Wegfall von Theis, Kleber und vielleicht auch Harris plötzlich wieder in den Fokus gerückt und musst wahrscheinlich viel Verantwortung und Spielzeit übernehmen. Kann man  da den Hebel von einer relativ kleinen zu einer sehr prominenten Rolle einfach so umlegen?

Robin Benzing: Zunächst einmal stimmt es schon, dass ich mit meiner Leistung nicht zufrieden war und auch nicht sein kann. Man muss trotzdem sehen, dass sie [Bayern München, Anm. d. Red.] eine hochkarätige Mannschaft mit vielen guten Spielern ist, wodurch es immer schwierig ist. Hinzu kam noch die Verletzung, die vom Zeitpunkt her sehr unglücklich war. Aber ich denke, dass ich bei Bayern München auch das Jahr davor eine etwas andere Rolle hatte im Vergleich zur Nationalmannschaft, wo ich nun schon seit vielen Jahren eine Rolle habe, in der ich viel Verantwortung übernehmen möchte und auch immer gemacht habe. Für mich ist es nicht leicht, aber ich bin bereit dafür und will das auch machen, unabhängig davon, wer dabei ist und wer nicht. Es ist nicht so, dass ich jetzt nur deswegen Verantwortung übernehme, weil die ganzen Leute nicht da sind. Wären die Spieler da, würde ich die Verantwortung auch tragen. Dirk [Nowitzki] und Dennis [Schröder] kommen auch und trotzdem werde ich Verantwortung übernehmen. Das gilt aber für die ganze Mannschaft; dass wir uns nicht hinter Einzelnen verstecken und die Last auf deren Schultern liegt. Deswegen würde ich auf jeden Fall sagen: ich bin bereit, hochmotiviert und freue mich darauf.

Siehst du die EM auch als Chance, dir selbst zu zeigen, dass du es nach dieser Saison noch drauf hast?

Es geht eigentlich immer nur darum, dass ich es mir selbst beweise. Es ist wichtig, dass ich an mich glaube und dass ich weiß, was ich kann und in der Lage bin, das zu zeigen. Und natürlich ist die EM dafür da. Allerdings nicht unbedingt, um irgendwem zu zeigen, was ich kann, sondern um mich zu verbessern, Selbstvertrauen zu tanken, Rhythmus zu kriegen und ein besserer Spieler zu werden. Das ist das Hauptziel für mich.

Unter Fans wird häufiger diskutiert, welche Position du eigentlich am besten spielen solltest. Wo siehst du deine beste Position, nicht nur in der Bundesliga und zukünftig im Ausland, sondern auch in der Nationalmannschaft? Welche ist deine Lieblingsposition?

Die Sache ist die: Ich bin jetzt in einer Phase, in der ich beide Positionen viel spiele – die Drei und die Vier. Einige nennen das nicht vorteilhaft, aber ich finde es nicht schlecht, eine Art Tweener zu sein, der als Small- oder Power Forward spielen kann und der flexibel einsetzbar ist. Ich denke, das ist bei der Nationalmannschaft auch der Fall. Durch die Spieler, die abgesagt haben, ist wahrscheinlich mehr Platz auf der Vier, obwohl da der Dirk natürlich noch da ist. Auf der Drei ist denke ich auch Platz. Ich habe auf beiden Positionen Vor- und Nachteile. Ich mache das, was der Trainer von mir verlangt und wie es am besten ins Konzept passt.

Du wechselst jetzt nach Spanien zu CAI Saragossa. War die Bundesliga keine Option mehr für dich oder lag es einfach an dem Vertragsangebot? Oder brauchtest du einen Tapetenwechsel und wolltest mal schauen, wie es im Ausland ist?

Ich wollte immer schon ins Ausland gehen. Ich denke, das ist eine neue und wichtige Erfahrung. Deutschland war natürlich immer eine Option und wird dies auch bleiben, aber das Ausland war für mich die Hauptpriorität.

Was waren die sportlichen Hauptargumente, nach Saragossa zu gehen?

Erst einmal war das Ausland wichtig. Die spanische Liga ist nach wie vor die stärkste in Europa. Das war das Hauptargument, um im Ausland einen neuen Impuls zu kriegen. Zusätzlich spielt Saragossa nächste Saison auch im Eurocup, was auch wichtig für mich war. Dieses Jahr ist sehr wichtig für mich. Aber vor allem Ausland und ACB waren die entscheidenden Argumente.

Tibor Pleiß und Maxi Kleber haben auch bis vor kurzen in der ACB gespielt. Hast du dich mit ihnen ausgetauscht? Haben sie dir Ratschläge gegeben?

Ja, Tibor und Maxi haben mir gute Tipps gegeben, aber nicht nur die beiden. Ich habe auch mit Jan Jagla und [Dusko] Savanovic zusammengespielt. Ich habe mir überall Informationen geholt, habe gefragt und mir Erfahrungen und Meinungen geholt, was mir sehr geholfen hat.

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30. Juli 2015 um 0:13 Uhr

Benzing ist mit Verantwortung doch schlicht überfordert. Alles, was er dann zustande bringt sind schlechte Wurfquoten und sonst nix. Sein Spiel ist immer noch extrem eindimensional. Außer ineffizient zu punkten, bringt er nichts zu Stande. Verantwortung beginnt lange bevor man auf den Platz geht. Nämlich damit, dass man sich beispielsweise einen Körper zulegt, der eines Profi-Basketballers würdig ist. Oder damit, dass man seinem Spiel regelmäßig neue Facetten hinzufügt. Benzing hingegen hat sich die letzten Jahre auf seinem Ruf als Talent ausgeruht und ist kein Stück besser geworden. Ich hoffe in Spanien wird er schnellstmöglich aus seiner Komfortzone herausgeholt. Wenn er nicht bald den nächsten Schritt macht, wird er zum ewigen Talent.

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