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RIESEN entzaubern Merlins

31.12.2015 || 15:15 Uhr von:
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Ein alter Bekannter, viele Verletzte und ein Spanier en fuego - die MHP RIESEN Ludwigsburg gewannen deutlich gegen die Crailsheim Merlins.

#SimonsStats – das ist die Rubrik, die ihr nach Spielen der Ludwigsburger auf basketball.de findet. Zunächst gibt’s auf Twitter bei @basketball_de@SimonLinder und @Pat_ULLB fünf Zahlenwerte des Spiels ohne jeglichen Kommentar. Dann könnt ihr – natürlich, ohne den Boxscore zu checken – rätseln, in welchen Kategorien diese Werte erzielt wurden. Einige Zeit später findet ihr dann auf basketball.de den Artikel, in dem die, das Spiel mitentscheidenden, fünf Stats erläutert werden. Zu gewinnen gibt’s unseren Respekt!

Nach drei verlorenen Bundesligaspielen in Folge, wollten die MHP RIESEN Ludwigsburg am Mittwochabend wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Gegner: Die verletzungsgeplagten Crailsheim Merlins mit dem ehemaligen Ludwigsburger Publikumsliebling Patrick Flomo. Trotz eines dezimierten Kaders, gelang den Zauberern aus Hohenlohe am letzten Spieltag ein Überraschungserfolg – die Männer von Ingo Enskat besiegten Phoenix Hagen in der heimischen Arena, angeführt von einem glänzend aufgelegten Shy Ely.

Bei Ludwigsburg waren Rocky Trice und Tekele Cotton wieder fit, Mustafa Shakur pausierte mit Knieproblemen, Royce O’Neale musste als siebter Ausländer auf der Bank Platz nehmen, denn kurz vor dem Spiel erreichte die Freigabe für Kerron Johnson die Ludwigsburger, der Shooting Star der vergangenen Saison kann wieder für die RIESEN auf Korbjagd gehen.

Bereits in der Anfangsphase machten die RIESEN den Merlins klar, dass sie das Jahr mit einem Heimsieg abschließen wollten. Gegen die, gerade in den ersten zehn Minuten, starke Verteidigung der Heimmanschaft fiel Jordan Callahan und Co. nicht viel ein, und so ging es mit einem 23:7 in die erste Viertelpause. Im zweiten Viertel agierte das Team von John Patrick unkonzentriert, insbesondere in der Verteidigung ließ man die Zügel etwas schleifen. Crailsheim konnte das Viertel mit 26:25 für sich entscheiden. Auch nach der Pause gelang Ludwigsburg zunächst nicht der entscheidende Run, im Gegenteil: Die Merlins kamen bis auf sechs Punkte heran. Ludwigsburg schaltete wieder einen Gang hoch, insbesondere Alvaro Munoz war nicht mehr zu stoppen. Dann kam noch die fehlende Kraft auf Crailsheimer Seite hinzu, und die RIESEN konnten ihren Vorsprung bis auf 35 Punkte ausbauen. Besonders erfreulich: Yannick Armbrust kam auf seine ersten Bundesligapunkte und machte direkt die 100 voll.

5

In der Nacht vor dem Spiel wurde von der LKZ in den sozialen Netzwerken geschrieben, dass Kerron Johnson nach seinem Gastspiel in Frankreich wieder in Ludwigsburg sei – abends stand er auf dem Spielfeld. Kerron ‚Magic‘ Johnson ist zurück in der Barockstadt und vertritt den laut Aussage von John Patrick am Knie verletzten Mustafa Shakur. Kurios: Eigentlich wollte Johnson nur seinen letztjährigen Teamkollegen Brockman besuchen. Dabei hat sich gegenüber dem Vorjahr eine Kleinigkeit geändert – die Nummer 6 trägt Alvaro Munoz, Johnson in Zukunft die 5.

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9

Crailsheim hat zur Zeit mit noch größeren Verletzungssorgen zu kämpfen als Ludwigsburg. Mit Adam Chubb und Konrad Wysocki fehlten zwei der wichtigsten Spieler, zudem stand Cytenis Cizauskas zwar auf dem Meldebogen, konnte jedoch keine Minute spielen. So täuscht die Neuner-Rotation zwar eine heile Welt (oder vielmehr ein gesundes Team) vor, davon kann aktuell bei den Merlins jedoch nicht die Rede sein. Ingo Enskat musste Shy Ely und Jordan Callahan mangels Alternativen fast 36 Minuten spielen lassen, auf Ludwigsburger Seite stand kein Spieler länger als 25 Minuten auf dem Feld. Die Spielzeitverteilung ist sicher auch mit eine Erklärung für den Einbruch des Teams aus Hohenlohe im vierten Viertel.

44, 25 und 50 sind richtig, Kerron Johnson hat nun die Rückennummer 5, teilte allerdings direkt sieben Assists aus. Bei der neun handelte es sich um die eingesetzten Crailsheimer Spieler, CMN und YA kamen zusammen auf acht Minuten und 17 Sekunden, da bist du also auch sehr nah dran!

44

Das heutige Spiel war eine erneute Demonstration der Reboundüberlegenheit der Barockstädter. Das Einsammeln der Abpraller gelang wieder besser als gegen Frankfurt; 44 Rebounds (zwölf Offensiv- und 32 Defensivrebounds) gegenüber 24 Rebounds von Crailsheim sprechen eine deutliche Sprache. Die zwölf Offensivrebounds entsprechen einer Offensivreboundquote von knapp 43% (Saisonschnitt 36,9%, Ligabestwert), die Defensivreboundquote lag bei 80% (Saisonschnitt: 72,3%, T-4th). (Alle erweiterten Statistiken findet ihr hier). Besonders auffällig war heute am Rebounding, dass kein einzelner Spieler herausstach. Brockman hatte mit acht Rebounds einen für seine Verhältnisse ruhigen Abend, Waleskowski mit sieben Rebounds einen guten. Die restlichen Rebounds waren unter allen Spielern verteilt! (Auffällig: alle eingesetzten Spieler bei Ludwigsburg punkteten und holten mindestens einen Rebound).

50

Die MHP RIESEN halten sich häufig nur durch Rebounds und Ballgewinne im Spiel. Im Bereich der Wurfquoten sind die Schwaben, nennen wir es mal „sparsam“ unterwegs und regelmäßig am unteren Ende von Rankings zu finden. Umso erstaunlicher, dass man nun gegen Crailsheim zum zweiten Mal in Folge gute Quoten vorweisen konnte. Insbesondere die Dreierquote von 50 Prozent ist bemerkenswert. Als Fan der Barockstädter kann man nur hoffen, dass der Knoten nun endgültig geplatzt ist.

44, 25, 50 und 9 alles korrekt. Munoz hatte auch fünf Assists, allerdings ging es hier um den neuen alten Spieler, Kerron Johnson.

25

Der überragende Mann des Abends war Alvaro Munoz. 25 Punkte in nicht einmal 19 Minuten, hervorragende Quoten aus dem Feld (4/4 2FG, 5/7 3FG) dazu vier Rebounds und fünf Assists. Acht Minuten vor Ende fing der Deutsch-Spanier Feuer – drei getroffene Distanzwürfe in Folge, alle vorbereitet vom neuen alten Spielmacher der RIESEN, Kerron Johnson.

Fazit

Für die Crailsheim Merlins gehörte dieses Spiel sicher nicht zu denen, die man für den Klassenerhalt gewinnen muss. Das Team von Trainer Ingo Enskat zeigte in den Vierteln zwei und drei vielversprechende Ansätze und sollte mit den wiedergenesenen Leistungsträgern in der Lage sein, die nötigen Punkte für den Nichtabstieg zu sammeln.

Die Ludwigsburger konnten zurück in die Erfolgsspur finden und gleichzeitig durch die breite Rotation Kräfte sparen. Es war offensichtlich, dass sowohl Rocky Trice, als auch Tekele Cotton noch lange nicht bei 100 Prozent sind. Umso wichtiger, dass mit Kerron Johnson ein alter bekannter an Bord ist, der einige Spieler und den Trainer kennt. Mit dem Sieg haben die MHP RIESEN die Qualifikation für den Pokal sicher erreicht. Am Samstag trifft das Team um Jon Brockman zum dritten Mal in dieser Saison auf ALBA Berlin – es wird spannend zu sehen, ob es zum dritten Sieg reicht.

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