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Point Guard als Ersatz für Zack Wright gesucht?!

14.02.2014 || 17:08 Uhr von:
Zack Wright_Brose Baskets_fraport Skyliners
Bereits vor einigen Tagen kamen Gerüchte auf, dass die Brose Baskets nach einem neuen Point Guard suchen würden. Als heißer Kandidat für die Oberfranken galt der US-Amerikaner Justin Dentmon von Zalgiris Kaunas (News...

Bereits vor einigen Tagen kamen Gerüchte auf, dass die Brose Baskets nach einem neuen Point Guard suchen würden. Als heißer Kandidat für die Oberfranken galt der US-Amerikaner Justin Dentmon von Zalgiris Kaunas (News-Meldung vom 11.02.). Diese Meldung überraschte zuerst, da das Management der Brose Baskets kurz zuvor ankündigte, man wolle mit dem aktuellen Kader die Saison beenden.

Einen Tag später wurde bekannt, dass der griechische Verein Panathinaikos Athen sehr am Aufbauspieler der Brose Baskets interessiert ist und auch ein Buy-Out für Zack Wright zahlen würde (News-Meldung vom 12.02.). Warum Wright für den griechischen Serienmeister interessant ist, liegt auf der Hand: Durch die Quotenregel in Griechenland sind maximal zwei EU-Ausländer spielberechtigt. Wright fällt durch seine bosnische Staatsangehörigkeit nicht hierunter und gilt somit als interessante Option für die Griechen als Backup auf der Aufbauposition.

Neben mehreren Twitter-Nutzern vermeldet auch das italienische News-Portal Sportando.net heute den Wechsel von Zack Wright zu Panathinaikos Athen.

Natürlich würden die Verantwortlichen bei Bamberg Wright nicht ziehen lassen ohne einen adäquaten Ersatz in der Hinterhand zu haben. Und ob dies bereits der Fall ist, ist vollkommen unklar. Die Wechselfrist in der BBL endet erst am 28. Februar, also hätte man natürlich noch etwas Zeit. Von den Brose Baskets heißt es weiterhin auf Anfrage von Court Review, dass man keine Stellungnahme zu diesen Gerüchten abgebe. Das Haus- und Hofblatt (Mediengruppe Oberfranken- infranken.de) der Brose Baskets hat hingegen derweil die Information veröffentlicht, welche die Gerüchte teilweise bestätigen.

Klar ist aber auch, dass sich die Bamberger gerne von Wright trennen und einen neuen Spielmacher verpflichten würden. „Der Agent von Wright ist wohl auf einer Weltreise und erst wieder am Samstag zu erreichen“, erläuterte der Sportdirektor, der den 29-Jährigen auf jeden Fall erst abgeben will, wenn ein geeigneter Ersatz gefunden ist. „Wir haben zwar Ideen, aber die sind noch völlig vage“, meinte Heyder zum Stand der Verhandlungen.

Auch wenn bislang keine öffentliche Kritik von den Verantwortlichen an ihrem Spielmacher aufkam, so scheint es von außerhalb zumindest so, dass man mit den Leistungen von Wright nicht wirklich zufrieden ist. Zack Wright ist ohne Zweifel ein sehr guter Basketballer mit unheimlich schnellem Antritt, der jedoch nicht wirklich in das Fleming’sche System zu passen scheint. Auch wenn Wright zu Beginn der Saison als Wunschspieler vorgestellt wurde, muss man dieses Experiment wohl als gescheitert betrachten, da Wright bisweilen nicht konstant in der Lage ist das Spiel zu ordnen und seine Mitspieler in Szene zu setzen.

Unter der Annahme, dass Panathinaikos Athen tatsächlich Interesse an Zack Wright hat und die Brose Baskets einer Abgabe ihres etatmäßigen Point Guards nicht abgeneigt sind, muss selbstverständlich ein Ersatz für Wright her. Dabei quillt der Spielmachermarkt momentan nicht über, zumindest was einen gleichwertigen Ersatz anbelangt. Im Folgenden werden einige potenzielle Kandidaten genauer betrachtet.

Justin Dentmon

Justin Dentmon galt als erster Kandidat als Ersatz für Zack Wright. Der Combo-Guard spielte diese Saison bereits zwei Mal in der Hauptrunde der Euroleague mit seinem Team gegen die Brose Baskets und erzielte dabei in 26 bzw. 36 Minuten 24 bzw. 26 Punkte. Der 28-Jährige und 1,83 Meter große Aufbauspieler spielte die letzten Jahre kurz in der NBA, bevor er erst in der D-League und dann in Puerto Rico sein Glück versuchte und letztendlich zu Beginn der aktuellen Saison zu Zalgiris Kaunas wechselte.

In dieser Saison erzielte der 85kg schwere Dentmond in der Euroleague in 15 Spielen bei einer Einsatzzeit von durchschnittlich knapp 30 Minuten, 16,4 Punkte und verteilte knapp fünf Vorlagen. Seine 3er-Quote in der derzeitigen Euroleague-Saison ist mit 46,1 Prozent überragend und auch seine 83,3 Prozent von der Freiwurflinie sind nicht zu verachten.

Laut einem Bericht der litauischen Zeitung rytas.lt bestehen beim litauischen Club Zalgiris Kaunas auch finanzielle Probleme. So soll mindestens ein Spieler sein zugesagtes Gehalt nicht erhalten haben. Dies könnte den Brose Baskets bei einem Interesse an Dentmon zusätzlich in die Karten spielen, sollte auch er nicht sein vertraglich zugesichertes Gehalt bekommen haben.

Nach bislang nicht bestätigten Informationen standen die Brose Baskets tatsächlich mit dem Agenten von Justin Dentmon in Verbindung, der jedoch das erste Angebot der Oberfranken ausschlug.

Walter Hodge

Ein weiterer Kandidat für die Spielmacher-Position ist der 27-jährige und 1,83 Meter große Point Guard Walter Hodge. Hodge wechselte vor dieser Saison von Stelmet Zielona Gora (Polen) zum spanischen Top-Team Laboral Kutxa, wo auch Tibor Pleiß spielt. Die Spanier wollten Hodge, nachdem dieser seit Januar aufgrund der Quotenregel nur noch in der Euroleague zum Einsatz kam, ursprünglich bis zum Saisonende an den italienischen Erstligaclub Virtus Roma verleihen. Dieser Deal platzte jedoch wie heute von Sportando.net verkündet wurde und auch David Pick bestätigte.

 Hodge erzielte in dieser Saison in 14 Spielen in der ACB bei einer Einsatzzeit von knapp 20 Minuten durchschnittlich sechs Punkte und lieferte 2,1 Vorlagen bei 1,7 Ballverlusten. In der Euroleague sind seine Statistiken etwas besser: so kam er in 14 Spielen bei knapp 21 Minuten Einsatzzeit auf 8,1 Punkte und drei Assists bei 1,6 Turnover. Und auch seine Wurfquoten sind mit 53,7 Prozent aus der Nah- und Mitteldistanz, 30 Prozent von jenseits des Perimeters und 90,9 Prozent von der Freiwurflinie besser als in der liga endesa.

Ein Vorteil für die Brose Baskets beim Werben um Walter Hodge dürfte sein, dass durch den „Abstieg“ in den Eurocup die Regularien der Euroleague, welche einen Wechsel eines Spielers von einem zu einem anderen Euroleague-Team verbieten, nicht mehr für sie gelten. Auch wenn die von der Gazetta dello Sport kolportierten 150.000 Euro Leihgebühr für Hodge bis zum Ende der Saison nicht wenig sind, ist ein solcher Deal durch die Ablöse für Wright nicht vollkommen undenkbar.

 

Es wurde uns soeben durch einen Insider beim spanischen Club bestätigt, dass die Brose Baskets Kontakt mit Laboral Kutxa aufgenommen und Interesse an Hodge signalisiert haben, bislang aber noch keine Einigung erzielt wurde.

 

EJ Rowland

Ein weiterer Kandidat für die Aufbauposition ist E.J. Rowland, der momentan beim türkischen Tabellenführer Banvit Bandirma unter Vetrag steht und in der Vorbereitung (maxit-Cup) bereits in der Brose Arena spielte. Der US-Amerikaner, der zusätzlich die bulgarische Staatsbürgerschaft besitzt, wechselte vor der Saison vom lettischen Team VEF Riga in die Türkei. Aber auch die Brose Baskets sollen am 30-jährigen und 1,88 Meter großen Guard interessiert gewesen sein.

In der türkischen Liga erzielte Rowland in 16 Spielen 14,4 Punkte im Schnitt bei einer Einsatzzeit von gut 25 Minuten. Dabei verteilte er durchschnittlich 3,5 Vorlagen und griff 3,1 Abpraller ab. Besonders seine Wurfquote von jenseits der Dreierlinie ist mit 44,7 Prozent überdurchschnittlich (2FG: 58,3% – FT: 81,8%). Im Eurocup erreichte Rowland in dieser Saison bei einer Spielzeit von 28,4 Minuten im Schnitt 15 Punkte bei einer Wurfquote von 64,8 Prozent aus der Nah- und Mitteldistanz sowie 42,4 Prozent von jenseits des Perimeters.

Banvit steht kurz vor dem Aus im Top 32 des Eurocup, was neben einem guten Salär ein mögliches weiteres Argument für einen Wechsel in die Domstadt sein könnte.

Stefan Markovic

Ebenfalls unter Vertrag bei Banvit Bandirma steht der serbische Guard Stefan Markovic. Der 25-Jährige (1,94m, 102kg) wechselte vor Beginn der aktuellen Saison vom spanischen Club Valencia in die Türkei, bekam diese Saison als Backup von Rowland jedoch nicht übermäßig viel Spielzeit.

Im Vergleich zu seinem letzten Jahr in Valencia verschlechterten sich Markovic’s Statistiken signifikant. In den elf Spielen, in denen er in der türkischen Liga eingesetzt wurde, erzielte er in 16 Minuten 4,7 Punkte und verteilte 2,5 Assist bei nur 0,8 Ballverlusten. Aus der Nah- und Mitteldistanz beträgt seine Trefferquote 52,9 Prozent und seine Dreierquote liegt bei stolzen 50,0 Prozent (8/16). So gut die Quote in der türkischen Liga ist, umso schlechter ist Markovic’s Dreierquote mit 6,7 Prozent (1/15) im Eurocup. Dort spielte er in zwölf Partien 14,3 Minuten im Schnitt und erzielte magere 1,8 Punkte. 1,8 Assist stehen auf internationaler Bühne 1,1 Turnover entgegen und mit einer Freiwurfquote von 25 Prozent (2/8) erinnert er doch stark an Wright (im Vergleich 83,3 Prozent in der türkischen Liga.

Auf den ersten Blick wirkt Markovic nicht wie der perfekte Ersatz, jedoch scheint es in Bandirma einfach nicht so recht zu passen. Weiterhin hatten die Brose Baskets laut Wolfgang Heyder vor der Saison Interesse am serbischen Guard bekundet.

Marcus Williams

Ein weiterer Möglicher Ersatz für Zack Wright könnte der US-Amerikaner Marcus Williams sein. Williams spielte in der Saison 2012/2013 für den spanischen Club Unicaja Malaga, bevor er im Sommer nach Russland zu Lokomotiv Kuban wechselte. Zuvor spielte der 1,91 Meter große Guard in der NBA bei den Memphis Grizzlies, in Russland und China.

Ende Januar berichtete Gigantes.com, dass Kuban nach einem Ersatz für Williams suchen würde, da Trainer Pashutin nicht zufieden mit der Leistung des US-Amerikaners wäre. In der Euroleague erzielte Williams für Kuban in 16 Spielen bei einer Einsatzzeit von 23,1 Minuten durchschnittlich 7,6 Punkte und vergab 3,9 Assist. Allerdings sind seine Trefferquoten auf europäischer Bühne durchaus ausbaufähig (2FG: 41,2%, 3FG: 28,2%, FT: 65,5%). In der VTB-League sehen seine Statistiken jedoch besser aus: In zwölf Spielen erzielte Williams bei einer Spielzeit von 25,3 Minuten 8,7 Punkte (2FG: 47,7%, 3FG: 34,8%, FT: 100,0%) und vergab im Schnitt 4,2 Vorlagen bei 2,7 Ballverlusten.

Objektiv gesehen ist Williams kein schlechter Spieler, allerdings sicherlich kein Upgrade im Vergleich zu Wright. Dennoch könnte der US-Amerikaner eine mögliche Alternative sein.

Und am Ende steht ein ?

Letztendlich könnte es natürlich auch ganz anders kommen und keiner der hier vorgestellten Spieler sollte/konnte unter Vertrag genommen werden. Erinnert man sich an die letzte Saison zurück, wurde ein gewisser Alex Renfroe auch aus dem Hut gezaubert und keiner hatte ihn auf dem Schirm. Wenn wir gerade wieder bei Alex Renfroe sind, wo ist der eigentlich abgeblieben?

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akeight
akeight 14. Februar 2014 um 17:18 Uhr

Hodge wäre für mich kein Upgrade. Wieder ein PG der eine miserable 3er-Quote hat. Sehr gut recherchierter Artikel. Man liest nur zu selten von dir 😉

14. Februar 2014 um 21:54 Uhr

Alex Renfroe hat die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Da er sein großes Ziel damit erreicht hat, hat er seine Karriere beendet.

16. Februar 2014 um 1:05 Uhr

Der Rennfrosch spielt in Russland bei Jenissei Krasnojarsk. Das ist nicht weit weg von der mongolischen Grenze, oder anders gesagt, am A… der Welt.

Ich fand ihn gut, in den Play-Offs hat er sich gefangen und er war bereit zu lernen. Diese Saison wäre mit ihm sicher besser verlaufen, als mit Zack.

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