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Per Günther dominiert ALLSTAR Day

10.01.2016 || 18:03 Uhr von: ,
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Beim Beko BBL ALLSTAR Game schlug das Team National sensationell Team International, zum ersten Mal überhaupt. Zum MVP des Spiels und Dreierkönig avancierte Per Günther.

Premiere beim Beko BBL ALLSTAR Day: Im achten Anlauf gelang dem Team National der erste Sieg gegen die internationalen Stars der BBL. Nachdem die deutschen Bundesliga-Stars die letzten sieben ALLSTAR-Spiele teilweise deutlich verloren hatten, feierten sie in diesem Jahr einen 128:118-Erfolg über das Team International. Mit 21 Punkten führte der Ulmer Publikumsliebling Per Günther die „Nationals“ zum Sieg und wurde anschließend zum MVP der Partie gekürt.

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NBBL-STARS ERÖFFNEN ALLSTAR SPEKTAKEL

Den Auftakt machte die Zukunft des deutschen Basketballs. Im NBBL ALLSTAR Game führten mit Leon Kratzer, Arnolas Kulboka (13 Punkte) und Tibor Taras (12 Punkte, 12 Assists) eine starke Abordnung aus Breitengüßbach das Team Süd zum 93:86-Erfolg über Team Nord. Der 18-jährige Kratzer, der schon bei den Baunach Young Pikes in der ProA eine tragende Rolle innehat, ragte dabei mit 22 Punkten und elf Rebounds heraus und wurde verdientermaßen als MVP ausgezeichnet. Für das Team Nord spielten sich im Showmatch der Youngsters, das einige spektakuläre Aktionen zu bieten hatte und erst im letzten Viertel ernster wurde, Lucien Schmikale (18 Punkte; Baskets Akademie Weser Ems) und Isaiah Hartenstein (15 Punkte, neun Rebounds; Artland Dragons) ins Rampenlicht.

PER GÜNTHER SICHERT SICH DIE DREIER-KRONE

Im ersten Wettbewerb des Tages kam es zum Shoot-Out der besten Dreierschützen. Da nur Spieler der ALLSTAR-Teams am Dreier-Contest teilnehmen durften, fehlten zwar BBL Scharfschützen wie Aaron Doornekamp (FRAPORT SKYLINERS), Klemen Prepelic (EWE Baskets Oldenburg) oder Janis Strelnieks (Brose Baskets), dennoch war das Teilnehmerfeld mit exzellenten Distanzschützen besetzt.

Neben „Local-Hero“ Brad WanamakerKonstantin KleinPer GüntherWill Cherry und Paul Zipser nahm mit Christian Gwisdz zudem ein Amateur-Qualifikant am Dreier-Contest teil. Der Athletik-Coach der Oettinger Rockets Gotha eröffnete den Wettbewerb und versetzte die Arena mit seinen 20 von 30 möglichen Punkten ins Staunen. Lediglich Per Günther gelang es in der ersten Runde. die Punktzahl des Amateurs zu egalisieren. Auch Will Cherrys 16 Zähler reichten aus, um sich für die Finalrunde zu qualifizieren. Alle anderen Teilnehmern schieden nach der ersten Runde aus.

In der Finalrunde legte Cherry mit lediglich elf Punkten vor. Über so wenig Treffsicherheit konnte Amateur Gwisdz nur müde lächeln und konterte postwendend mit erneuten starken 20 Punkten. Auch die Fans in der Halle glaubten bereits an den Überraschungssieg des Qualifikanten. Doch es folgte der erste große Auftritt des Per Günthers an diesem ALLSTAR Day. Neun Würfe vor Schluss hatte dieser nur zwölf Punkte auf dem Konto, traf aber anschließend acht Würfe – an der letzten Station den „Money Ball“ per Buzzerbeater zum Sieg.

Zwar trat Günther im Captain-America-Trikot an, jedoch wurde er, um in der Superhelden-Sprache zu bleiben, in dieser Situation zu Captain Crunch. Schließlich teilte der Ulmer Publikumsliebling den Siegerscheck über 1.000 Euro mit dem Zweitplatzierten Christian Gwisdz. Eine tolle Geste!

TELEKOM BASKETBALL DUNK CONTEST: GARLON GREEN BESCHERT EINEN HAUCH NBA

Der zweite Wettbewerb des ALLSTAR Days, und für viele bereits das Highlight des Tages, war traditionell der Dunk-Contest. Neben den Lokalmatadoren Daniel Theis und Patrick Heckmann, die sich im Halbfinale gegenüberstanden, nahmen zudem der Frankfurter Quantez Robertson sowie der Tübinger Garlon Green am Kampf um die Dunking-Krone teil. Green, dessen Bruder Gerald bereits den NBA Slam Dunk Contest gewinnen konnte, galt bereits im Vorfeld als Favorit und wurde den Erwartungen mehr als gerecht. Schon im Halbfinale ließ er seinem Konkurrenten aus Frankfurt keine Chance und zeigte seine außergewöhnliche Sprungkraft. Sogar sein 2,13 Meter großer Teamkollege Bogdan Radosavljevic war für Green keine große Hürde.

Im zweiten Halbfinale traten die beiden Bamberger Daniel Theis und Patrick Heckmann gegeneinander an und kompensierten die im Vergleich zu Garlon Green fehlende Athletik durch viel Kreativität. Theis entschied das Bamberger Duell klar für sich und zog nach zwei Dunk-Runden gegen Heckmann ebenfalls ins Finale ein.

Auch hier präsentierten sich beide Kontrahenten äußerst kreativ, auch wenn Daniel Theis und Johannes Voigtmann mit ihrer Co-Produktion den Videowürfel der Brose Arena in Mitleidenschaft zogen.

Doch auch Garlon Green lief im Finale zur Höchstform auf und zeigte den spektakulärsten Dunk des gesamten Wettbewerbs. An dieser Stelle müssen wir die Kollegen von Telekom Basketball jedoch etwas korrigieren. Der Pass von den Rängen kam nicht von einem Fan, sondern vom Tübinger Spielmacher Jesse Sanders und einen „Between-the-legs-Dunk“ erkennen wir hier auch nicht. Dennoch eine sensationelle Flugshow von Garlon Green.

Daniel Theis versuchte der Athletik von Green mit einem Hauch Dwight Howard etwas entgegenzusetzen, indem er sich nach einem Bodenpass von Heckmann den Ball nochmals selbst gegen das Brett tippte, um ihn anschließend im Korb zu versenken, jedoch konnte er den Triumph des Amerikaners nicht mehr verhindern.

TRINCHIERI VERTEILT TECHNISCHES FOUL AN SCHIEDSRICHTER

Zum Abschluss des ereignisreichen Tages duellierten sich die besten nationalen und internationalen Spieler der Liga. Wobei dies nicht ganz der Wahrheit entspricht, denn nach einigen Absagen war vor allem der Kader der „Internationals“ mit einigen Nachnominierungen versehen. Trotzdem wurde das Team um Brad Wanamaker seiner Favoritenrolle zunächst voll gerecht, ehe die Stars um Per Günther, Daniel Theis und Johannes Voigtmann das Spiel immer mehr unter Kontrolle brachten. Auch ein Technisches Foul von Andrea Trinchieri an den Schiedsrichter brachte die „Nationals“ nicht mehr aus dem Tritt.

Einem wahren Dreierregen hatten die internationalen Stars der BBL nicht mehr viel entgegenzusetzen und mussten sich am Ende recht deutlich mit zehn Punkten Differenz geschlagen gegeben. Neben MVP Per Günther überzeugte beim Team National vor allem Johannes Voigtmann (FRAPORT SKYLINERS): Er kam auf 17 Punkte, fünf Rebounds und bewarb sich wie so oft in dieser Saison dank seiner acht Assists als „Point-Center“. Für das Team International legte die Double-Double-Maschine Jon Brockman (MHP Riesen Ludwigsburg) mit 23 Punkten und 14 Rebounds eine starke Partie aufs Parkett. Vorjahres-MVP Brad Wanamaker ließ es hingegen eher etwas ruhiger angehen (4 Punkte, 4 Rebounds und 5 Vorlagen).

Es mag viel Verbesserungspotential und Ansatzpunkte für Kritik am ALLSTAR DAY geben, aber der Großteil der 6.300 Zuschauer in der ausverkauften Brose Arena dürfte ein kurzweiliges Event erlebt haben. Die Stimmung auf den Rängen sprach deutlich für den Beko BBL ALLSTAR Day.

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