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PEAK Sport Prospect Watch: Anthony DiLeo

22.06.2015 || 09:18 Uhr von:
TJ DiLeo Gießen 46ers
Court Review hat sich auf die Fahnen geschrieben, über alle wichtigen Entwicklungen rund um das orangene Leder zu berichten. Leider kommt hier die Jugend, also der Nachwuchs und die Zukunft des deutschen Basketballs, no...

Court Review hat sich auf die Fahnen geschrieben, über alle wichtigen Entwicklungen rund um das orangene Leder zu berichten. Leider kommt hier die Jugend, also der Nachwuchs und die Zukunft des deutschen Basketballs, noch viel zu oft zu kurz. Das wollen wir ändern und haben daher eine neue Artikelreihe bei Court Review ins Leben gerufen.  Im Rahmen der „PEAK Sport Prospect Watches“ stellen wir Euch in regelmäßigen Abständen aussichtsreiche Talente der deutschen Basketballszene vor. Nach Daniel MayrJulian AlbusDominic LockhardtJan Niklas WimbergDavid BremblyStephan HaukohlMahir AgvaIsmet AkpinarJohannes RichterStefan Ilzhöfer, Christian Standhardinger und Joschka Ferner kommen wir nun zu einem der Gesichter der vergangenen beiden ProA-Saisons: Anthony „TJ“ DiLeo. Mit 25 Jahren kein echter „Youngster“ mehr, aber bisher noch etwas unter dem Radar.


Biographie:

    • Name: Anthony DiLeo
    • Geburtsdatum: 22.06.1990
    • Geburtsort: Düsseldorf, Deutschland
    • Position: Guard
    • Größe: 1,90 m
    • Gewicht: 95 kg
    • bisherige Vereine: Temple University (NCAA), Cinnaminson High School

Kapitän beim ProA Meister

partner_peak_logoTJ, wie er seit jeher genannt wird, war einer der prägenden deutschen Spieler in den vergangenen ProA-Spielzeiten. Nachdem er im Sommer 2013 von der Temple University zu den Giessen 46ers gewechselt war, entwickelte er sich zum Führungsspieler. Mit 9,9 Punkten war er viertbester Scorer seines Teams, mit 4,1 Rebounds zweitbester Rebounder und mit 3,9 Rebounds Leader bei den Assists. Mit durchschnittlich fast 31 Minuten in allen 38 Saisonspielen stand der Kapitän auch die meiste Zeit von allen 46ers-Akteuren auf dem Parkett. In den vergangenen Playoffs zeigte DiLeo, warum er sein Team als Kapitän anführt. Im ersten Halbfinale konnte offensiv ein ganz starkes Spiel zeigen (14 Punkte, 80% FG, 5/5 FT) und die wichtigen Punkte zum vorentscheidenden 1:0 machen.

Der Verteidiger mit Passqualitäten

Die wahre Stärke des 25-Jährigen zeigt sich vor allem aber in der Defensive. Hier konnte er jeden ProA-Guard und auch die meisten Forwards aus dem Spiel nehmen. In seiner Highscool-Zeit war der Sohn von Tony und Anna DiLeo noch ein klassischer Scorer. Am College wurde er dann zum „Rollenspieler“, der für bissige Defense zuständig war und den Ball ins Setplay brachte. TJ DiLeo Giessen 46ersDas Scoring oder Spiel machen war nicht sein Aufgabengebiet. Neben seiner starken Defense sollten sich diese Aspekte des Spiels unter Denis Wucherer in der ProA wieder stärker ausprägen. Unter Wucherer spielte er bereits 2010 in der U20-Nationalmannschaft und war mit 10,7 Punkten zweitbester Scorer des Teams bei der U20-EM hinter Maik Zirbes. Der offensive Output zeigte sich dann auch in der ProA verbessert. 10,2 Punkte standen in der ersten Saison zu Buche. Dieser Wert senkte sich 2014/15 um Nuancen, doch die Wurfquoten stiegen. Mit 50,3 % bei den 2-Punkteversuchen und 36,6 % von der Dreierlinie sind hier aber weiterhin Verbesserungspotentiale zu sehen. Mit seinem Mitteldistanzwurf hat er zur vergangenen Saison sein Repertoire um eine weitere Waffe erweitert. Die größte Verbesserung konnte man aber in der Spielorganisation sehen. Er war deutlich mehr im Spielaufbau involviert und zahlte das mit schönen Pässen zurück.

What’s next?

Seit kurzem ist es amtlich, nach dem College und zwei Jahren ProA darf er sich endlich in der Beko BBL beweisen. Weiterhin unter „seinem Trainer“ Denis Wucherer und mit sechs Mitspielern aus der ProA-Meistermannschaft. Hier wird sich natürlich zeigen, ob es nicht nur klappt Spieler wie Tinsley oder Griffin auszuschalten, sondern jetzt die Kategorie Wanamaker und Redding. Physisch bietet er gute Vorraussetzungen, um auch mit den BBL-Guards mitzuhalten. Sein Spielverständnis wurde ihm ja durch seine Eltern schon in die Wiege gelegt, auch da hat er beste Voraussetzungen den Sprung in die Beletage erfolgreich zu schaffen. Der auch abseits des Spielfeld bescheidene und sympathische junge Mann kommt mit 25 Jahren in seine besten Jahre. Das Umfeld passt für die kommende Saison, DiLeo könnte eine der Aufsteiger der Beko BBL 2015/16 werden.


Kurzinterview mit Anthony „TJ“ DiLeo

Court Review: Was liebst Du am Basketballspielen?

DiLeo: Ich liebe die wettbewerbsorintierte Art des Spiels. Der Gang in den Kampf zusammen mit deinen Teamkollegen mit denen du dich hart und lang auf die Gegner vorbereitet hast. Außerdem liebe ich das Gefühl den Court zu betreten und alles andere zu vergessen.

Was sind Deine Ziele? Wo siehst Du Dich in 3 Jahren?

In den nächsten drei Jahren bin ich hoffentlich noch im Basketballgeschäft. Egal ob es weiterhin als Spieler, als Trainer oder ein Job hinter den Kulissen ist. Basketball ist bisher mein Leben gewesen und ich hoffe, es bleibt auch so.

Hast Du spielerisch ein Vorbild?

Meine beiden Eltern sind meine basketballerisch meine Vorbilder. Sie haben beide gespielt und ich habe so viel von ihnen gelernt. Gerade in meinen jüngeren Jahren.

Gibt es etwas oder jemanden außerhalb des Basketballs, der Dein Spiel beeinflußt hat?

Ich glaube alle Trainer, die ich bisher hatte haben meinen Spielstil beeinflusst. Auf dem College habe ich Härte, Defensive, Hustle und viele anderen individuelle Skills gelernt. Als Profi unter Denis (Wucherer, Anm. d. Red.) habe ich dann wirklich gelernt das Spiel zu spielen. Spacing, Entscheidungen treffen und natürlich auch die weitere Entwicklung von individuellen Fähigkeiten.

Wie wertvoll war die Erfahrung als Kapitän ein Team zum Aufstieg in die BBL zu führen?

Es war eine große Ehre Kapitän des Teams zu sein, das die ProA Meisterschaft gewonnen hat. Aber auch hier muss ich meinen Teamkameraden und Trainern Anerkennung zollen. Jeder war ein großartiger Mensch und Teamkollege, das hat meinen Job sehr einfach gemacht. Ich hatte das Glück, Teil dieses Teams zu sein, das so gut miteinander auskam und sehr wenig Probleme hatte.

Wie hilfreich findest Du die Reglung der zweiten Liga, dass immer zwei (ProA) bzw. drei (ProB) Deutsche auf dem Feld stehen müssen?

Ich finde es ist eine großartige Regel, dass zwei Deutsche auf dem Feld sein müssen. Es erlaubt deutschen Spielern sich zu entwickeln, weil sie Spielzeit bekommen. es war bedeutend für meine Entwicklung, dass ich hier um die 30 Minuten pro Spiel aufs Feld durfte in meinen ersten beiden Profi-Jahren. Außerdem glaube ich, dass es für die Fans sehr interessant ist, wenn sie die Deutschen spielen sehen.


Ausführliches Interview mit TJ DiLeo aus dem Januar 2015: TJ DiLeo – Der Leader stets im Dienste der Mannschaft

PEAK Sport Prospect Watch: Anthony DiLeo
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