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Oldenburg stürzt MHP RIESEN erneut

17.02.2016 || 10:41 Uhr von:
Bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Jon Brockman beim Rebound
Im Topspiel der Bamberg- und Bayern-Verfolger knüpft Oldenburg an den 88:81-Hinrundenerfolg gegen Ludwigsburg an und greift sich in einem spannenden Duell den dritten Platz

In einer wichtigen Begegnung im Kampf um einen guten Playoff-Platz zeigten beide Teams, die vor dem Spiel punktgleich mit ALBA Berlin und den FRAPORT Skyliners Platz drei bis sechs der Beko BBL belegten, eine intensive und kampfbetonte Vorstellung. Die heimstarken EWE Baskets Oldenburg bestätigten ihre steigende Formkurve gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg und bezwangen sie vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit und sicherem Händchen an der Freiwurflinie mit 81:76.

Riesen-Druck mit kleiner Wirkung

Den besseren Start erwischte Ludwigsburg. Mit ihrer gewohnt intensiven Verteidigung und einer druckvollen Ganzfeldpresse erzwangen die Gäste schnell drei Ballverluste und den 7:15-Zwischenstand nach fünf Spielminuten. Der diesmal mit Abstand beste Ludwigsburger, Jon Brockman, sammelte bis dahin bereits acht leichte Punkte, während auf Oldenburger Seite Rickey Paulding sich wie im vergangenen Spiel gegen Bonn in bestechender Form präsentierte und seinerseits sieben schnelle Punkte erzielte.

Paulding-gg-LUD2 Credit Von da an zeigte Ludwigsburgs Spielweise weniger Wirkung. Oldenburg nahm den Kampf an und brachte das Momentum mit einer stärkeren „zweiten Fünf“ auf seine Seite. Ein gut aufgelegter Philipp Schwethelm, der bis zum 36:27-Führungswechsel Mitte des zweiten Viertels elf Punkte erzielte, war zusammen mit Robin Smeulders, der in dieser Saison zur festen Defensiv-Größe in Oldenburg avanciert, und Vaughn Duggins für die beste Phase der Donnervögel hauptverantwortlich. Dabei hatten die MHP RIESEN mit Jason Boone und Mustafa Shakur zwei nicht unbedeutende Ausfälle zu kompensieren.
Sobald John Patricks Truppe früh die Teamfoul-Grenze erreichte und die Huntestädter sicher den Distanzwurf verwandeln konnten, ging die aggressive Verteidigungstaktik nach hinten los. So wurde die Freiwurfbilanz zur Statistik des Tages. Die EWE Baskets kamen 39 mal an die Freiwurflinie, verwandelten 90 Prozent und blieben so trotz schwachen 37 Prozent Feldwurfquote das effektivere Offensiv-Team.

Ludwigsburg kommt besser aus der Kabine

Merklich konzentrierter darauf die bis dahin 50-prozentige Dreier-Quote der Oldenburger zu senken, kam Ludwigsburg aus der Halbzeitpause und ließ in der zweiten Hälfte nur noch einen erfolgreichen Distanzwurf zu. Dazu wurden die Bretter kontrolliert, wo vor allem Jon Brockman mit 22 Punkten und 18 Rebounds seinen Gegenspielern einige Schwierigkeiten einbrockte.

Reboundkampf-OL-vs-LUD2 Credit Nach nur sechs Minuten im dritten Viertel war Oldenburgs 48:36-Halbzeitführung in einen 53:55-Rückstand verwandelt worden und das Spiel wieder vollkommen offen. Die EWE Baskets verließen sich in dieser Phase zu sehr auf den Distanzwurf und gaben zusätzlich über das gesamte Spiel hinweg das Rebound-Duell mit 40:28 an die Gäste ab. In diesem Spiel die einzige Phase, wo der in der Bundesliga regelmäßig als siebter Ausländer ausrangierte Aufbauspieler Scott Machado als Schaltzentrale gefehlt hat. Der designierte Zonen-Beschützer Brian Qvale war aufgrund von Foul-Problemen nur knapp über 17 Minuten auf dem Parkett und musste foulbedingt drei Minuten vor Schluss auf der Bank Platz nehmen, kam aber trotzdem noch auf solide 14 Punkte und fünf Rebounds, ohne jedoch Brockman einschränken zu können.

Schlagabtausch im Schlussviertel – An der Freiwurflinie

Kein Wurfglück, Reboundnachteile. Normalerweise das Rezept für eine Oldenburg-Niederlage, aber die Drijencic-Truppe nahm den Kampf an und blieb über solide Verteidigung und das Erarbeiten von Freiwürfen durchgängig im Spiel.

Patrick-Johnson Credit Kein Team konnte im Schlussviertel einen Vorsprung von über drei Punkten herausspielen. Wie so oft in dieser Saison und auch im Hinspiel, zeigten die Oldenburger ihre Souveränität in der Crunchtime und behielten die Nerven. Wo? An der Freiwurflinie. Die EWE Baskets erzielten in den letzten fünf Spielminuten keinen Korb aus dem Feld und entschieden das Spiel trotzdem für sich, da auch Ludwigsburg nur einmal erfolgreich war als Tekele Cotton beim 73:73 frei zum Dunk kam. Keine Partie, die einen Schönheitspreis gewinnen könnte und ein Arbeitssieg, wie er im Buche steht für die Oldenburger, bei denen Rickey Paulding zur Zeit seinen dritten Frühling feiert, mit 21 Punkten und vier Assists wieder der Spieler der Partie ist und die zwei wichtigsten Freiwürfen zur 79:76-Führung erzielt. Passend zum Spielverlauf begeht Ludwigsburg ein nicht unstrittiges Offensiv-Foul im letzten Angriff und Vaughn Duggins verwandelt zwei Freiwürfe zum 81:76 Endstand.

Trainer-Statements

John Patrick (MHP RIESEN Ludwigsburg): „Die haben die erste Halbzeit dominiert, wir haben die zweite kontrolliert. Am Ende kein Glück bei einem schönen Block gegen Paulding, aber beide Mannschaften hatten es verdient zu gewinnen und ich bin stolz auf unsere Mannschaft, wie sie in der zweiten Halbzeit reagiert hat.“

Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): „Wir haben nach einem etwas zu soften Anfang schnell in unser Spiel gefunden und gut mit Geduld im Set-Play die Schützen gefunden. Haben dann aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte wieder zu einfache Punkte zugelassen, etwas Selbstvertrauen verloren und lange nach unserem Rhythmus gesucht. Ich denke in den letzten fünf Minuten haben wir aber wieder in der Defense alles abgeliefert und auch die wichtigen Punkte an der Freiwurflinie und in Isolations gemacht“

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