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Oldenburg mit Finaleinzug beim TOP FOUR

12.04.2015 || 02:51 Uhr von:
EWE Baskets Oldenburg Adam Chubb
Dauer-Rivalen-Duell beim Top-Four Turnier der Beko BBL: Rund eine Woche nachdem die EWE Baskets Oldenburg sich in Bonn eine Niederlage abholen mussten, hieß es wieder Magenta gegen Gelb. Die Besonderheit an dem Turnier:...

Dauer-Rivalen-Duell beim Top-Four Turnier der Beko BBL: Rund eine Woche nachdem die EWE Baskets Oldenburg sich in Bonn eine Niederlage abholen mussten, hieß es wieder Magenta gegen Gelb. Die Besonderheit an dem Turnier: Es sind die Fans aus vier Fan-Lagern in der EWE Arena und entsprechend kann eine besondere Atmosphäre aufkommen, die das Event zu einem Basketball-Fest machen soll.


Die Partie im Schnelldurchlauf

Die motivierten Gastgeber aus Oldenburg kämpften das gesamte Spiel gegen einen Rückstand an und waren nur selten in der Lage ihr spielerisches Können aufblitzen zu lassen. Dieses Bild bot sich bis ins dritte Viertel, als die Oldenburger angeführt von Chris Kramer und Casper Ware, ihr Heil im erhöhten Tempo suchten und so zu einigen leichten Körben kamen; bis dato erzielte nur das Team der Telekom Baskets Bonn derartige Punkte. Die erste Führung seit dem 2:0 wurde so beim 57:56 Zwischenstand nach Ende des dritten Viertels errungen. Insbesondere Ware zeigte seine Qualitäten im Zug zum Korb und ließ vergessen, dass die EWE Baskets im gesamten Spiel nur einen erfolgreichen Dreipunkte-Wurf verwandeln konnten. Auch wenn seine Wurfquote an diesem Abend nicht herausstach, ermöglichte er beispielsweise Philipp Neumann den Großteil seiner 13 Punkte durch Putbacks und Korbleger zu erzielen. Auch auf Bonner Seite konnte der Distanzwurf nur selten verwandelt werden, sodass selbst Top-Scorer und Wurfspezialist Benas Veikalas, nur drei seiner 17 Punkte von jenseits der Dreipunktelinie erzielte.

Der neue Oldenburg-Coach Mladen Drijencic konnte dem Team bereits merklich seinen Stempel aufdrücken. Statt weiterhin zu versuchen trotz Misserfolgs weitere Dreier herauszuspielen, wurden konsequent Anspiele in die Zone gesucht. An dieser spielerischen Anpassung sind die Bonner gescheitert. Außerdem wurde Vertrauen in zuvor defensiv schwächelnde Spieler wie Nemanja Aleksandrov und Philipp Neumann gesetzt, die große Anteile am Sieg hatten. Ein gutes Zeichen für die EWE Baskets ist es, wenn eher schwachere Offensivleistungen von den Routiniers Rickey Paulding und Julius Jenkins anderweitig kompensiert werden können. In einem nervenaufreibendem Schlussviertel, das an Anspannung kaum zu überbieten war, blieben die EWE Baskets so stets in Führung, obwohl die Telekom Baskets in den beiden Schlussminuten mehrmals die Gelegenheit hatten bei einem zwei-Punkte Rückstand einen Korb zu erzielen.

Robin Smeulders Aussage im Court Review Interview hatte sich also bewahrheitet: „Wenn die Arena brennt, gewinnen wir die Spiele“. Der Funke sprang allerdings erst im dritten Viertel über, als das Team durch bessere Defense zu einigen Fastbreak-Gelegenheiten durch Casper Ware und Chris Kramer kam und so das Spiel drehen konnte. In der ersten Spielhälfte hatten sich hingegen mehrere Fan-Clubs abgesprochen, die jeweils ersten zwei Minuten der ersten zwei Viertel aus Protest gegen den Modus des Pokalwettbewerbs Still zu bleiben. Ob dieses Signal bei der Beko BBL angekommen ist, bleibt abzuwarten, aber der Stimmung tat es im Endeffekt keinen Abbruch.

Nun steht die Finalpartie gegen die Brose Baskets Bamberg an, die im Duell mit den müden Berlinern deutlich die Oberhand behalten konnten und als Favorit im Finale gelten. Hier werden die Oldenburger einen zielsichereren Auftritt aus der Distanz hinlegen müssen und gleichzeitig die Intensität aus der zweiten Halbzeit der Halbfinal-Partie mitnehmen müssen.

Aussagen nach dem Spiel

Oldenburg-Coach Mladen Drijencic erklärte, dass ihm Frank Buschmann vor dem Spiel eine interessante Frage gestellt hat: Kann die hohe Bedeutung dieses Spiels einen negativen Effekt, eine Übermotiviertheit verursachen? Dies schien in der ersten Spielhälfte der Fall zu sein. Beide Teams zeigten verkrampften Basketball. Drijencic beantwortete die Frage damit, dass seine Mannschaft sehr erfahren ist und damit umgehen kann, das war heute eher kein großer Faktor. Sein Appell an die Mannschaft in der Halbzeitpause war: mehr Intensität und auch Konzentration beim Anspielen der großen Spieler in der Zone. Beides zeigte Wirkung. Ob Adam Chubb, der wegen einer Erkältung von der Bank kam, im Finale wieder starten kann, wollte der Bosnier den Bambergern jedoch nicht verraten.

Der Bonner Trainer Matthias Fischer sprach indes von einem verdienten Sieg der EWE Baskets, die in der zweiten Halbzeit dominieren konnten. Sein Team hat seiner Meinung nach den Ball zu wenig nach innen gebracht und nach Offensiv-Rebounds den Ball nicht rausgespielt, um mit mehr Geduld und System die Hektik aus dem Spiel zu nehmen.

Als Vertreter der Spieler durften sich heute Phillipp Neumann und Benas Veikalas an der Pressekonferenz beteiligen. Der Bonner zeigte sich angesichts der Niederlage verständlicherweise nicht sonderlich zufrieden mit seiner soliden Leistung, während Neumann wie gewohnt ein Lob an die Oldenburger Fans auszusprechen wusste, die die Energieleistung in der zweiten Halbzeit mittrugen.

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