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Oldenburg feiert Dreierfest gegen Bonn

14.02.2016 || 18:32 Uhr von:
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Es läuft in Oldenburg. Vor dem Härtetest gegen Ludwigsburg setzten sich die Donnervögel offensivstark gegen den schwächelnden Dauerrivalen aus Bonn durch.

Bonner Struggle

Als klarer Favorit traf Oldenburg zum vierten Mal in dieser Saison auf die Telekom Baskets Bonn und landete mit einem 99:87-Sieg am Wochenende den dritten Erfolg. Nach einem starken Saisonbeginn mit fünf Siegen aus sechs Spielen schienen die Rheinländer zunächst alles richtig gemacht zu haben in der Off-Season, aber es kam eine für Bonn beispiellose Niederlagenserie. Es folgte das Eurocup-Aus, 13 Niederlagen in den folgenden 16 Beko-BBL-Partien und die Entlassung von Trainer Mathias Fischer.

Bonn - Chris KramerDabei hatte Bonn auch mit Verletztungspech zu kämpfen. Vor allem die Verletzungen von Tadas Klimavicius und Isaiah Philmore und der Abgang von Xavier Silas zwangen die Bonner neben dem Trainerwechsel auch zum Kaderumbau. Ebenfalls erwischte es zuletzt Andrej Mangold und der neue Coach Carsten Pohl hat keine einfache Aufgabe mitten in der Saison die vielen neuen Gesichter zu integrieren. Mit Yancy Gates, der in fünf Partien mit 16 Punkten pro Spiel direkt Top-Scorer des Teams geworden ist, und Sean Marshall, der 11,4 Punkten im Schnitt erzielt, kommen zwei Neuzugängen gleich wichtige Starter-Rollen zu. Trotzdem war zuletzt ein Aufwind bei den Gästen zu spüren. Mit Siegen gegen Göttingen und Crailsheim distanzierten sie sich zumindest von den Abstiegsplätzen und bekamen die Niederlagenserie aus den Köpfen.

Offense first

In der ersten Hälfte zauberten beide Teams ein Offensivspektakel auf das Parkett der gut gefüllten EWE Arena. Mit 29:30 führten die Gäste nach dem ersten Viertel und zeigten, dass der neue Coach Carsten Pohl der Mannschaft bereits erfolgreich ein neues Konzept vermitteln konnte. Das Motto: Flucht nach vorne. Die Nachverpflichtungen von Sean Marshall, Yancy Gates und die Genesung von Isaiah Philmore erweisen sich bereits als „Fit-Spritze“ für die Bonner Offensive. Entsprechend waren diese Drei gegen Oldenburg die besten Scorer ihres Teams. Einen unglücklichen Tag erwischte „Rookie“ Aaron White. Der Amerikaner mit NBA-Potential schwächtelte mit einem Treffer bei sechs Versuchen von der Freiwurflinie und blieb bei nur sechs Punkten.

Paulding jumperSpätestens im zweiten Viertel kam die unschöne Kehrseite der neuen Bonner Offensivstärke zum Vorschein. Oldenburg erspielte sich fast nach Belieben machbare Dreipunktewürfe. Besonders Rickey Paulding erwischte mit 17 Punkten aus sechs Feldwürfen eine perfekte erste Hälfte. Der 33-Jährige, der vor Jahren noch als Spielertyp Slasher und Athlet herausragte, arbeitet immer weiter an seinem Wurf, was besonders dann deutlich wird, wenn er Liniengerade in die Luft steigt, um mit bemerkenswerter Balance aus jeder Lage den Distanzwurf verwandeln zu können.

Als dann auch deutlich wurde das Nemanja Aleksandrov einen guten Tag von außen erwischte, wurde deutlich, dass es kein leichter Tag für Bonn wird. Zusammen mit Klemen Prepelic und Brian Qvale hatte Oldenburg bei Zeiten vier überragende Offensiv-Akteure auf dem Platz, was für die Bonner Defensive, die durch das Personalkarussel nicht gefestigt sein kann, nicht zu bewältigen war. So hatte Oldenburg freie Fahrt, nach sehr ausgeglichenen 17 Spielminuten und einem 49:47-Zwischenstand, bis Mitte des dritten Viertels auf 73:53 davonzuziehen.

Oldenburg mit zwei Gesichtern

Wie so oft in dieser Saison, schaffen es die EWE Baskets in der Bundesliga nicht über 40 Minuten zu glänzen und ein Spiel deutlich nach Hause zu bringen. Obwohl die Mannschaft in einigen hervorragenden Eurocup-Vorstellungen bewiesen hat, dass sie ohne Qualitätseinbußen in der Zehn-Mann-Rotation über ganze Spiele hinweg wechseln können, bleibt die Konstanz in der Bundesliga noch aus. Das könnte auch damit zu tun haben, dass der siebte Ausländer-Spot fehlt. Scott Machado musste diesmal wieder aussetzen. Die Folge ist, dass die Belastung für die zentralen Figuren in Mladen Drijencic Vorführung besonders hoch bleibt, während Talente wie Dominic Lockhart und Jan Niklas Wimberg nicht viel Spielpraxis sammeln können. Sowohl Chris Kramer und Rickey Paulding spielen über 30 Minuten im Schnitt.

Chris Kramer DefenseNach einem ersten Viertel, wo Drijencic nicht mit der Verteidigung zufrieden war, folgte ein Schlussviertel, wo die Konzentration am gegnerischen Korb fehlte. So konnten die Bonner mehrmals auf eine einstellige Distanz im Abschlussviertel verkürzen und die Vorentscheidung vermeiden, ehe die Partie aber trotzdem ungefährdet mit 99:87 an die Donnervögel ging. Neben Paulding, der nach einer furiosen ersten Hälfte nur noch einen Wurf nahm und bei 19 Punkten blieb, war Brian Qvale vor allem im Pick&Roll immer anspielbar und machte trotz schwacher Freiwurfquote ebenfalls 19 Punkte. Auch Vaughn Duggins zeigt sich weiterhin in All-Star-Form und setzte mit 16 Punkten und sieben Assists viele Offensiv-Akzente.

Wenn die EWE Baskets Oldenburg ihren dritten Tabellenplatz behaupten wollen und sich als absolutes Spitzenteam behaupten wollen, müssen sie genau das gegen Top-Teams abrufen können: Konstanz über 40 Minuten. Ansonsten sind die Oldenburger mit dem Saisonverlauf absolut zufrieden und zeigen sich gegen Bonn vor der heißen Phase der Saison in guter Form. Für die Telekom Baskets Bonn gilt es weiterhin an der Teamchemie und Abstimmung zu arbeiten, was bei den vielen Personaländerungen nicht überraschend kommt. Das Ziel Playoffs gerät dabei jedoch bald aus der Reichweite.

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