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Offense wins games, Defense wins Championships … oder doch anders herum?

08.01.2015 || 10:14 Uhr von:
Mit dem Ausspruch, dass Spiele zwar durch die Offensive, aber Meisterschaften durch die Defensive gewonnen werden, ist jeder Basketballinteressierte schon einmal konfrontiert worden. Es ist eine dieser vermeintlichen Bin...

Mit dem Ausspruch, dass Spiele zwar durch die Offensive, aber Meisterschaften durch die Defensive gewonnen werden, ist jeder Basketballinteressierte schon einmal konfrontiert worden. Es ist eine dieser vermeintlichen Binsenweisheiten¹, die ein erstaunliches Eigenleben annehmen und schnell zu Allgemeingut werden, wenn einfach nur oft genug wiederholt. Inwiefern diese am Ende des Tages tatsächlich noch mit den Fakten übereinstimmen, wird später dann selten hinterfragt.


Die These von der strukturellen Überlegenheit der Defense ist ein besonders interessanter Fall, denn sie steht eigentlich im Gegensatz zum common sense. Basketball ist nämlich per design ein Offensivspiel. Der Angreifer wird strukturell vom Regelwerk bevorteilt: ein Verteidiger muss sich, will er korrekt spielen, immer vor dem Angreifer auf der angestrebten Position befinden, ansonsten begeht er ein Foul. Der Angreifer, besonders da nur er vorab weiß, wo auf dem Court er hin will, hat also immer die entscheidende Nasenlänge Vorsprung – vergleichbar mit einem Formel-1-Fahrer, der immer von der Pole Position startet. Verdeutlicht wird das insbesondere durch die Anzahl der begangenen Offensiv- und Defensivfouls, da letztere erstere um ein Vielfaches übersteigen: In der Saison 2013/14 gab es 12.318 Defensivfouls (DF) zu 911 Offensivfouls (OF), was einem Faktor von 13,5:1 entspricht; 2014/15 ist das Verhältnis zur Stunde gar fast 17:1.

Diese regelbedingte Bevorteilung des angreifenden Spielers macht es einer Verteidigung im Prinzip unmöglich, den gegnerischen Wurf vollends zu unterbinden. Von durchschnittlich 74 Angriffen pro Spiel (auch Pace genannt) enden nur ca. 13,5 in unterbundenen Wurfversuchen, d.h. Ballverlusten (18,3 %); die restlichen rund 60 Angriffe resultieren in Wurfversuchen oder dem Gang an die Freiwurflinie. Gute Verteidigung beschränkt sich also praktisch darauf, dem Gegner das Werfen nach Möglichkeit nicht zu einfach zu machen.

Vor diesem Hintergrund ist es zumindest verwunderlich, dass eben ausgerechnet jene „benachteiligte“ Disziplin das entscheidende Kriterium für den Gewinn des Meistertitels sein soll. Zeit also, einmal einen Blick in die BBL-Geschichte zu werfen und diese These einer Überprüfung zu unterziehen.

Methodik

Es gibt eine Myriade an Möglichkeiten, „gute Defense“ zu definieren, angefangen von den „wenigsten zugelassenen Punkten pro Spiel“ über die „meisten forcierten Turnover“ bis hin zum simplen Konsens aller Beobachter, Mannschaft X sei eben „ein Defense-first-Team“. Nichts misst jedoch die defensive Effektivität so objektiv und genau wie das Defensive Rating (DRtg), welches die zugelassenen gegnerischen Punkte pro 100 Ballbesitze angibt. Gleiches gilt für seinen Zwilling, das Offensive Rating (ORtg) im Hinblick auf die Effektivität eine Teams im Angriff. Grund dafür ist, dass es eben unabhängig vom Tempo, welches eine Mannschaft durchschnittlich spielt, sämtliche Aspekte des Spiels – Trefferquote, Freiwürfe, Reboundverhalten, Turnover usw. – vereint in dem, was am Ende wirklich zählt: wie viele Punkte man selbst erzielt pro Angriff und wie viele der Gegner.

Für unsere Betrachtung, ob Meisterschaften tatsächlich primär über die Defense gewonnen werden, vergleichen wir daher für die letzten 11 Spielzeiten (vorher sind keine Boxscore-Daten verfügbar) die Platzierung aus der regulären Saison in Sachen Offensive und Defense des letztendlich gekrönten Meisters und seines Finalgegners.

Rankings sind zwar eine vereinfachende, aber durch diese Einfachheit eben auch sehr zugängliche Methode, um eine allgemeine Aussage über die relative Klasse eines Team in Offense und Defense (oder in beidem) zu treffen.

Gute Offense setzte sich häufiger durch

Das Offensiv-/Defensiv-Ranking der Finalgegner der vergangenen elf Spielzeiten stellt sich wie folgt dar:

  • In den letzten drei Spielzeiten wurde immer das beste Offensivteam der Liga auch Champion; das beste Defensivteam kam hingegen nur einmal überhaupt bis ins Finale (ALBA Berlin 2013/14).
  • Die Gesamtbilanz aller 11 Finalserien: 9-mal setzte sich jenes Team durch, welches die bessere Offense als der Gegner hatte; einzig 2005/06 und 2004/05 triumphierte das schlechtere Offensivteam (die Coaches hießen hier Sasa Obradovic und Dirk Baumermann …).
  • Hingegen ging doppelt so häufig sogar das schlechtere Defensivteam als Sieger aus der Serie hervor: 2013/14, 2012/13, 2007/08 und 2005/06.
  • Die Champions belegen im Schnitt Platz 3,1 in der Offensive, und Platz 3,6 in der Defensive. Hier sticht die Ära der Brose Baskets unter Dirk Bauermann nach unten hervor, in der die Mannschaft zweimal als siebt- bzw. achtplatziertes Offensivteam trotzdem Meister wurde (2005 und 2007). Diese schwache Offensivleistung wurde jedoch durch eine fast schon legendär starke Defense kompensiert. Die Meisterschaft 2004/05 kann aber getrost als Paradebeispiel – wenn auch Einzelfall – für die These „Offense wins games, defense wins championships“ gelten, denn hier wurde die beste Offense der Liga (Frankfurt) durch die beste Defense (Bamberg) bezwungen.
  • Betrachtet man nur die letzten 5 Jahre, belegten die Champions im Schnitt Rang 1,8 in der Offensive und nur Rang 3,6 in der Defensive. In jüngster Vergangenheit spielt also die Offensivleistung eine deutlich wichtigere Rolle.
  • Fast ausschließlich wurde in jenen 5 Jahren das bessere Offensivteam Meister; bei der einzigen Ausnahme – 2010/11 Vizemeister ALBA (ORtg Rang 1; 115,0) vs. Meister Bamberg (ORtg Rang 2; 114,8) – war der Unterschied zwischen beiden Teams allerdings auch mit 0,2 so vernachlässigbar gering, dass Platz 1 und 2 hier quasi gleichzusetzen sind. Die Serie wurde standesgemäß erst in den letzten zwei Minuten in einem dramatischen Spiel 5 entschieden.²

Mit wenigen Ausnahmen, die es immer geben wird, meinen es die Fakten also nicht besonders gut mit der These „Offense wins games, defense wins championships“. Wenn man überhaupt den an sich unsinnigen Versuch unternehmen will, Basketball strikt in zwei Kategorien zu zerteilen und dabei zu ignorieren, dass das Spiel eben nicht eine Aneinanderreihung von Einzelereignissen ist, sondern beide Aspekte essentiell miteinander verwoben sind, müsste man daher sagen: Es ist vornehmlich die Offensive, die Meisterschaften gewinnt.

Eine interessantes Nebenergebnis der obigen Übersicht ist, wie sehr sich die Entwicklung der Liga in den letzten Jahren verändert hat. Es ist ein eindeutiges Anzeichen der fortschreitenden Professionalisierung vor allem der Spitzenteams, dass in jüngster Vergangenheit deutlich weniger Streuung zu beobachten ist und nominell schwächere Teams seltener Überraschungscoups landen können. Situationen wie noch zu Beginn bzw. Mitte des vorigen Jahrzehnts, als Teams mit der fünftbesten Offense und sechstbesten Defense (Bamberg 2004) oder gar achtbesten Offensive und zwölftbesten Defensive wie Artland 2007 noch bis ins Finale kommen, sind heutzutage ausgeschlossen.

Auch die mitunter große Abweichung zwischen der Offensiv- und Defensivleistung bei einzelnen Teams hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Solche krassen Beispiele wie „Nummer 1 in Offense, aber Nummer 11 in Defense“ gibt es nicht mehr; die durchschnittliche Differenz zwischen offensiver und defensiver Platzierung betrug 2,6 in den letzten 5 Jahren, während es 2003/04 – 2008/09 noch 3,6 war.

Die Spitze der Liga ist unter dem Strich einfach besser geworden, dichter zusammengerückt und viel weniger anfällig für Ausrutscher. Man kann getrost von einer „Elite“ sprechen, deren Überlegenheit in Organisation, Finanzkraft, spielerischer Qualität und Trainerstab Grund für einen deutlichen Abstand zum Rest ist.

Abschlussbemerkungen

Wie bereits eingangs erwähnt, ist die Verwendung von Platzierungen (kategorisch) natürlich eine Vereinfachung und überdeckt die eine oder andere Nuance. Wenn zum Beispiel in einem Jahr das Feld sehr eng beieinander ist und eventuell der Abstand zwischen Platz 1 und 3 nur ein Punkt auf 100 Ballbesitze beträgt, würde das hintere Team trotzdem mit Rang 3 gelistet sein, auch wenn es in anderen Jahren damit vielleicht auf 2 oder 1 gelandet wäre. Ebenso sagt die bloße Platzierung nichts über den tatsächlichen Leistungsabstand aus (zwischen 1 und 4 kann es sehr eng sein, während zwischen 4 und 8 Welten liegen können). Jedoch ist das nicht Gegenstand dieses Artikels: Wir möchten nicht herausfinden, ob man mindestens ein ORtg von x oder ein DRtg von maximal y braucht, um „sicher“ ins Finale zu kommen und so weiter. Ziel dieses Artikels ist es, eine generelle Aussage zu treffen bzw. einen Trend zu beschreiben, ob Meisterschaften eher durch Top-Offenseteams oder Top-Defensivteams gewonnen wurden.

Viel wichtiger ist es jedoch noch einmal festzustellen, dass die artifizielle Trennung zwischen Offense auf der einen und Defense auf der anderen Seite im Prinzip wenig zielführend ist. Beide Teile hängen so eng zusammen und bedingen sich gegenseitig – gute Defense führt zu einfachen Punkten vorne, und selbst vorne scoren (am besten: an die Freiwurflinie gehen) ist an sich die beste Verteidigung, weil der Gegner erst einwerfen muss und nicht sofort aus Rebound oder Ballverlust zum Fastbreak übergehen kann. Jedoch wird genau eben das durch die Aussage „Offense wins games, defense wins championships“ suggeriert: dass die eine Facette des Spiels der anderen grundlegend überlegen ist. Diese objektiv optimale Spielweise, die man nur befolgen muss, um Meister zu werden, gibt es nicht. Übrigens: Gäbe es sie, würde sie natürlich jeder anwenden und der vermeintliche Vorteil wäre dahin.

In diesem Sinne – so long!

Euer @korbanbeter


1. Mehr gefällig? „Lange Würfe, lange Rebounds“, „Das Spiel wird an der Freiwurflinie entschieden“, „wer trifft, hat Recht“ usw.
2. Damn you, John Goldsberry and you too, Brian Roberts!!! Sorry, das musste sein 😀 
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8. Januar 2015 um 13:12 Uhr

Sehr schöner Artikel! Welcher eigentlich den Mythos von der Defense wiederlegt, zumindest in teilen negiert.
Du kommst auch in meinen Augen zu dem letztendlich richtigen Schluss: Offense und Defense sind nicht wirklich voneinander trennbar.

Was jedoch noch fehlt ist der psychologische Aspekt eines guten, aggressiven und konstanten Defense Spiels. Wenn beide Teams nahezu gleich starke Offense spielen, dann ist der eine Steal mehr oder weniger halt doch der Ausschlag zum Gewinnen.

    Athletiktrainer
    Athletiktrainer 8. Januar 2015 um 13:40 Uhr

    Vollkommen richtig. Psychologische Aspekte sind immer zu berücksichtigen.

    Die gibt es aber natürlich auf der Offense-Seite. Zwei, drei schnelle Körbe in wichtigen Phasen können den Gegner genauso „brechen“, wie konstanter Druck der Defense.

9. Januar 2015 um 13:13 Uhr

Vorab, super Artikel, ich gebe mal meine zwei Cents als NBA Fan dazu.

Der Ausspruch: „Offense wins games, defense wins championships“ ist wie vieles im Basketball in den USA geprägt worden. Wenn ich mich richtig entsinne dann von Pat Riley. Und ich bin der Meinung, dass er absolut zutreffend ist.
In meinen Augen schließt diese Aussage nicht aus, dass man mit einer guten Offensive Meister werden kann, sie sagt lediglich aus, dass das alleine niemals zum Gewinn einer Meisterschaft reichen würde.
In der NBA holen die fast pace, offense only Truppen, wie es jahrelang die Denver Nuggets unter George Karl, Mavs und Warriors unter Don Nelson waren keine Meisterschaften, nein, die holen spätestens in den Playoffs keinen Blumentopf mehr. Wenn du deine Gegner gnadenlos überrennst gewinnst du damit Spiele, gerade in der regulären Saison, in der NBA wird das Spiel jedoch in den Playoffs langsamer, methodischer, jeder Ballbesitz zählt und was dir am Ende des Tages dann den Sieg bringt ist wenn du aus einer soliden Defensive agierst, die in den entscheidenden Stretches des Spiels dazu in der Lage ist Stops zu generieren.
In meinen Augen ist das hier die Kernaussage, du wirst nicht Meister wenn du in den Playoffs nicht in der Lage bist anständig zu verteidigen, dass du natürlich vorne auch den Ball in den Korb bringen musst ist natürlich klar, aber wenn du in der Lage bist Fehler die du vorne begehst durch gute Defensive und Stops, und dazu gehören nicht nur Steals oder erzwungene Turnover sondern auch in erster Linie Fehlwürfe mit erfolgreichem Defensivrebound, auszugleichen, dann ist das in den Playoffs oftmals der Schlüssel zum Sieg.
Weswegen es meines Erachtens nicht sinnvoll ist zum widerlegen der These Regular Season Stats heranzuziehen.

Du bezogst dich aber natürlich nicht explizit auf die, auf die NBA gemünzten Worte Rileys, sondern auf das geflügelte Wort was du auch hier in jeder Turnhalle und von jedem Kreisliga Trainer hörst. Es wird nicht immer zutreffen und ich denke gerade in anderen Ligen als der NBA, die nicht 82 Spiele haben und nicht die besten Spieler der Welt, ist der Effekt nicht der selbe und vielleicht gar der Unterschied zwischen Playoffs und regulärer Saison nicht so groß.
In meinen Augen ist und bleibt es so, die Defensive ist der schwerere Teil von Basketball, gute Offensivspieler gibt es genug, weswegen wirklich gute Defensiven mit motivierten Spielern, die mit Einsatz verteidigen und das System des Trainers umsetzen selten und für Trainer wertvoll sind. Nicht umsonst betonen alle Trainer immer wieder, dass für sie das wichtigste Defense ist. Sich auf die Defensive verlassen zu können ist einfach enorm wichtig, wenn die Offensive statistisch gesehen sogar noch besser ist, als die Defensive, wie es in der BBL zuletzt der Fall war, dann ist das schön. Ist man da nicht vielleicht etwas zu kleinkariert, wenn man diese Aussage so wortwörtlich nimmt?

    Athletiktrainer
    Athletiktrainer 9. Januar 2015 um 13:38 Uhr

    Alles was du sagst ist richtig. Aber wir dürfen auch nicht den Fehler begehen, „good offense“ auch mit „fast pace“ gleichzusetzen. Ich glaube, es darf als gesicherte Erkenntnis gelten, dass pure Run&Gun Teams (=fast pace, viele Punkte, nicht unbedingt viele Pts per possession) nie ganz nach oben kommen. DAntonis Suns waren noch am nächsten dran, aber man sieht wo hier das Maximum liegt.

    die Champs der letzten Jahre: San Antonio, Miami, Dallas … was waren auch alles Teams mit ekzellenter Offense. Allerdings auch meist mit sehr guter Defense 😉

    Dass der Spruch von Riley kam, wusste ich nicht, fügt dem ganzen aber eine süffisante Note hinzu. Riley’s Showtime Lakers ein absolutes Offense-first team, das ging sogar soweit, dass nach gegnerischem Korberfolg der Ball nachdem er durch die Reuse fiel, nicht mal den Boden berühren sollte, so schnell sollte der neue Einwurf ausgeführt werden. Und seine Beton-Defense-first Knicks sind auch am Ende auch immer gescheitert- an besseren Offensivteams. Aber das soll nicht als „Beweis“ herhalten … ist mehr so ne interessante Anekdote.

    Bottom line- Je enger der Wettbewerb und je härter die Konkurrenz, desto unausweichlicher wird es, in BEIDEM -Offense und Defense- gut zu sein. A la Miami, San Antonio in den vergangenen Jahren. Golden State wurde jetzt auch nur zum legitimen Titel-Anwärter nachdem sie ihre bereits vorhandene Top-3 Defense mit einer Top 3 Offense gepaart haben (2013/14: nur Platz 12).

    Eine ähnliche Entwicklung sehe ich in der BBL. Die Spitzenteams werden immer besser und liefern sich einen harten Kampf. Dass ein Team nochmal (zumindest auf absehbare Zeit) ins Finale kommt, ohne unter den Top 5 in Offense UND in Defense zu sein, halte ich für äusserst unwahrscheinlich.
    Das war in früheren Jahren jedoch sehr häufig noch der Fall, wo sich irgendwelche Teams aus der zweiten Reihe immer mal wieder in die Endrunde „durchmogeln“ konnten.

      9. Januar 2015 um 17:32 Uhr

      Die 7 seconds or less Offensiven und Run and Gun Systeme von Nelson sollten nur als extrem Beispiel gelten, du hast natürlich recht, dass das nicht die Paradebeispiele für Top Offensiven was Effizienz angeht sind ist natürlich richtig.
      In der NBA gibt es traditionell immer einige Teams, wo Experten vor den Playoffs skeptisch sind, ob diese tatsächlich für die Playoffs und die Art Basketball die dort gespielt wird geeignet sind. Dies sind eben zumeist die Teams, die ihre Spiele eher über die Offense gewinnen, bestes Beispiel sind hier die Truppen der Denver Nuggets unter George Karl, die in der regulären Saison zu den besten Teams der Liga gehörten, um dann in den Playoffs regelmäßig zu versagen. Hier setzt der Spruch an, eine Top Offensive gewinnt dir Spiele und trägt dich durch die Saison, so lange bis es in die Playoffs und wirklich um die Meisterschaft geht, dann kommst du ohne eine gute Defensive zusätzlich nicht weit.
      Wenn man den Spruch natürlich mal wirklich auseinander nehmen will kann man sagen, wenn Offense Spiele gewinnt und man Spiele gewinnen muss um Meister zu werden dann Offense -> Meisterschaften 😛
      Wie gesagt ich denke man wird dem was in diesem Satz impliziert werden soll nicht ganz gerecht wenn man das hier so knallhart herunterbricht, wie du ja auch schon richtig differenziert hast. Ich lese in dem Satz den Grundgedanken, dass die Defensive als schwerere Disziplin und als die Disziplin die vielleicht weniger Talent erfordert (wobei ich hier persönlich anderer Meinung wäre) und dafür mehr Einsatz erfordert, in Spielentscheidenden Situationen das Zünglein an der Waage ist, welches den Ausschlag gibt, denn weniges ist so wertvoll wie Stops in entscheidenden Playoff Situationen. Vielleicht interpretiere ich da auch ein bisschen über oder verbiege darf Ganze zu sehr nach meinen Vorstellungen.
      Insgesamt hast du Recht, man muss in beiden Kategorien Top sein um in der NBA und inzwischen auch in der BBL Meister zu werden. Was zweifellos zeigt, wie die BBL sich entwickelt hat. An den Ausreißern vorher sieht man in meinen Augen, dass die BBL früher wirklich einfach ziemlich mies war.

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