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Müder Meister gewinnt das Frankenderby

01.02.2016 || 16:05 Uhr von:
Bamberg-Würzburg
Die s.Oliver Baskets müssen auch nach dem achten Anlauf weiter auf den heiß ersehnten ersten Derbysieg gegen die Brose Baskets warten.

Der deutsche Meister aus Bamberg gewann das Prestigeduell in der abermals mit 3.140 Zuchauern restlos ausverkauften Würzburger s.Oliver Arena wenig glanzvoll, aber dennoch souverän mit 67:80. Allen Reisestrapazen zum Trotz fuhren die Brose Baskets den mittlerweile zehnten Sieg in Serie in der Beko Basketball Bundesliga ein.

Die Hausherren aus Würzburg zeigten vom Tip-Off weg genau das, was ihnen eine Woche zuvor im Pokalduell mit ALBA Berlin noch komplett gefehlt hatte: Einsatz, Kampf und Wille. Auch bei den Rebounds waren die Würzburger dieses Mal auf Augenhöhe mit Daniel Theis und Co., und so stand es nach einem schwungvollen ersten Viertel lediglich 16:17 für den deutschen Meister.

Auch im zweiten Viertel bot sich zunächst dasselbe Bild, was Bambergs Meister-Macher Andrea Trinchieri gar nicht schmeckte. Erst vier Minuten vor der Pause zogen die Bamberger, aufgrund ihres nun sehr schnellen und variablen Passspiels erstmals etwas deutlicher, davon. Der Pausenstand von 34:41 war aus Sicht des Aufsteigers aber nach wie vor aller Ehren wert.

Schlafmützige Würzburger

Wie schon häufiger in dieser Saison sollte dann die Vorentscheidung, zu Ungunsten der s.Oliver Baskets, in den ersten Minuten nach der Halbzeitpause fallen. Ein 9:0-Lauf der Gäste zum zwischenzeitlichen 34:50 beendeten jegliche Würzburger Siegeshoffnungen. Während die Hausherren regelrecht schlafmützig wirkten, hatte man das Gefühl, die Bamberger machen mal drei bis vier Minuten ernst und fahren das Spiel so sicher nach Hause. Beim Stand von 53:68 war die Begegnung nach dem dritten Viertel praktisch bereits entschieden.

Es ist einfach beeindruckend, aus Sicht einiger Teams sicherlich auch ein wenig erschreckend, mit welchem Selbstverständnis und mit welcher Leichtigkeit die Brose Baskets so ein Spiel dann einfach mal im Vorbeigehen eintüten. Das spricht eindeutig für die Klasse dieser Mannschaft. „Chapeau“ kann man da nur sagen.

Aufsteiger lässt sich nicht abschießen

Trotz alledem muss man den Würzburgern aber eines wirklich zu Gute halten: Im Vergleich zu vorherigen Spitzenspielen gegen die Top-3 dieser Liga ließ man sich dieses Mal nicht gehen und förmlich abschießen – wie zum Beispiel letzte Woche in der Hauptstadt gesehen. Man kämpfte bis zum Schluss und hatte ungefähr vier Minuten vor dem Ende sogar mehrfach die Chance, den Rückstand per erfolgreichem Dreier unter die magische 10Zehn-Punkte-Marke zu drücken. Leider war dem Aufsteiger das Wurfglück an diesem Nachmittag alles andere als wohl gesonnen und so cruisten etwas müde Bamberger den Sieg dennoch souverän mit 67:80 nach Hause.

Entsprechend zufrieden war dann auch Bambergs Chef-Coach Andrea Trinchieri auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Wir waren in den letzten 32 Tagen auf sehr vielen Road-Trips unterwegs. Madrid, Piräus, zweimal Ludwigsburg, zweimal Moskau und Bremerhaven und nun heute Würzburg, was glücklicherweise ja nicht so weit weg von Bamberg ist. Wieder einmal konnten wir uns auf den Gegner kaum vorbereiten, daher hatten wir uns einfach vorgenommen, gut zu verteidigen, das Spiel zu kontrollieren und so zu gewinnen. Das ist uns sehr gut gelungen, und daher haben wir auch völlig verdient gewonnen. Wir wollten konsequent den Korb attackieren und das machen, was uns die Gegner in der Euroleague Woche für Woche lehren.“

Auch Würzburgs Cheftrainer Doug Spradley, dessen Vertragsverlängerung um zwei weitere Jahre vor dem Spiel bekannt gegeben wurde, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Natürlich bin ich nicht zufrieden, dass wir verloren haben, aber ich denke, wir haben heute eine eindeutige Verbesserung meiner Mannschaft gesehen. Darauf lässt sich weiter aufbauen. Bamberg hat heute einfach jeden Fehler von uns sofort mit einem Korbleger oder offenen Dreier bestraft, das macht eine Meistermannschaft eben einfach aus. Kompliment an Andrea und sein Team.“

Wohin der Weg der s.Oliver Baskets in dieser Saison noch führen wird, kann sich schon in den kommenden zwei Wochen zeigen, wenn man zunächst bei Mitaufsteiger Gießen und dann bei Playoff-Mitkonkurrent Phoenix Hagen antreten muss.

Müder Meister gewinnt das Frankenderby
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