BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

medi bayreuth siegt zum Jahresende gegen Göttingen

31.12.2015 || 14:52 Uhr von:
Doreth
Gutes Ballmovement in der Offense und eine starke Pick and Roll Defense gegen die Göttinger Guards waren für Kapitän Bastian Doreth der Schlüssel zum Sieg.

Wegweisender Jahresabschluss

Göttingen kam mit zuletzt zwei Heimniederlagen in Folge, bei denen man sich mehr ausgerechnet hatte, in die Oberfrankenhalle nach Bayreuth. Aufgrund der Tabellensituation stand das Team von Johan Roijakkers gehörig unter Druck. Der rechnete sich gute Chancen aus, sollte sein Team nicht wieder in sich zusammenfallen, sobald sein wichtigster Spieler Khalid El-Amin seine Pausen braucht.

Bayreuth zeigte seine Heimstärke zuletzt gegen Frankfurt, ehe man sich gegen im Schongang spielende Bamberger geschlagen geben musste. Beide Mannschaften mussten also gewinnen, um sich ein bisschen Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Für Coach Mike Koch hieß die Marschroute vor allem die Rebounds, das Tempo und El-Amin zu kontrollieren.

Blitzstart der Bayreuther

Um El-Amin kümmerte sich von Beginn an „Kettenhund“ Basti Doreth. Im Gegensatz zum Silent Night Game gegen Frankfurt war Bayreuth von Anfang hellwach und konnte durch einen Blitzstart schnell in Führung gehen (9:1). Auffällig war im ersten Viertel, dass Jake Odum den Spielaufbau ungewohnt häufig Doreth überließ und dafür mehr als Scorer in Erscheinung trat (sieben Punkte im ersten Viertel). Die frühe Führung konnte Bayreuth im Laufe des Viertels sogar noch auf 21:9 ausbauen. Coach Roijakkers war sichtlich unzufrieden mit der Leistung seiner Starting Five und wechselte früh munter durch.

Das Spielverlauf setzte sich im zweiten Viertel in den ersten Minuten fort. Bayreuth spielte ungewohnt gut zusammen und fand immer wieder gute Lösungen gegen die Göttinger Defensive. Erst nach einer Auszeit zur Mitte des Viertels konnten die Gäste den Spielfluss der Bayreuther unterbinden und das Spiel ausgeglichen gestalten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Odum ungewöhnlicherweise bereits 12 Punkte, aber noch keinen Assist auf dem Konto. Die Restspielzeit bis zur Halbzeit war hauptsächlich von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Die besten Punktesammler waren auf Seiten der Heimmannschaft Odum mit 14 und Ken Horton mit 11 Punkten und 5 Rebounds. Auf Gästeseite hatte Harper Kamp bereits 9 Punkte und 5 Rebounds auf dem Konto.

Viel „deutsche“ Spielzeit auf beiden Seiten

Wie schon in Halbzeit eins erwischte medi bayreuth den deutlich besseren Start und konnte sich zwischenzeitlich sogar auf über 20 Punkte absetzen. Göttingen traf von außen eher selten und konnte sich hauptsächlich über Kamp, der sich gut unter dem Korb durchsetzte, im Spiel halten. Auf der Gegenseite hielt John Flowers mit 11 Punkten im dritten Viertel dagegen. Mit 63:46 ging es dann ins Schlussviertel.

Auch im letzten Abschnitt kontrollierte Bayreuth das Spiel. Bei Göttingen erhielten bereits früh die deutschen Spieler ungewöhnlich viel Einsatzzeiten, denen der Coach eine bessere Leistung als den US-Amerikanern attestierte. Das Spiel war bereits entschieden als Mullings etwas glücklich durch ein schönes Alley-Oop Anspiel von Odum für das Highlight des Spiels sorgte. Auch bei Bayreuth erhielten die Bankdrücker Malte Ziegenhagen und Marius Adler ein paar Minuten. Vor allem Publikumsliebling Ziegenhagen wusste seine Einsatzzeit in der Garbagetime zu nutzen. Letztendlich gewann medi bayreuth verdient mit 85:70 die Partie, bei der man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte, dass die BG Göttingen gewinnen könnte.

Auf Bayreuther Seite gefielen vor allem Horton mit einem Double-Double (19 Punkte, 10 Rebounds und 6 Assists), Odum sammelte 17 Punkte, 4 Rebounds und 7 Assists. Bei den Gästen stachen Kamp mit 15 Punkten und 6 Rebounds und Dominik Spohr mit 12 Punkten aus dem schwachen Team heraus.

kamp

Harper Kamp versuchte vergebens dagegen zu halten und nimmt es hier gleich mit zwei Bayreuthern unter dem Korb auf.

Schlüsselspieler

Ein Schlüsselduell war sicherlich zwischen El-Amin und Doreth auf der Aufbauposition. Doreth warf in diesem Spiel zwar kein einziges Mal auf den Korb, machte aber seinem Gegenüber das Leben äußerst schwer und bekam dementsprechend nach dem Spiel vom Trainer noch ein Sonderlob bei der Pressekonferenz.

Ein Trainer ist selten zufrieden. Heute ist ein Tag, an dem ich sehr zufrieden bin. Ich glaube, dass mein Team es heute geschafft hat, über weite Strecken das umzusetzen, was wir uns in den vergangenen zwei, drei Tagen vorgenommen haben. Wir haben den Ball gepasst, versucht, den freien Mann zu finden, und nicht so viel eins gegen eins wie in den letzten Wochen gespielt. Wir sind als Team aufgetreten, in der Verteidigung wie im Angriff. Ich möchte heute einen Spieler herausheben. Basti Doreth war 25 Minuten auf dem Feld, hat gegen El-Amin verteidigt und sein Herz auf das Feld geworfen. Er hat für das Team gespielt, nicht einmal auf den Korb geworfen. Was er als Leader und Kämpfer aufs Feld brachte, hat uns enorm weitergeholfen. (Michael Koch, medi bayreuth)

Daniel Mullings, der zuletzt nur wenige Minuten sah, hatte sein bislang stärkstes BBL-Spiel. Er zog immer wieder stark zum Korb und verwandelte hochprozentig und zuweilen sehr sehenswert. Außerdem konnte er endlich seine Reboundstärke zeigen. Bei Reboundduellen hängt der starke Athlet gefühlt einen halben Meter höher als mancher Center in der Luft.

Mullings

Daniel Mullings glänzte an beiden Enden des Feldes mit teils spektakulären Aktionen.

Bei den Gästen hatten fast alle Ausländerspots einen schwachen Abend, weshalb die junge deutsche Garde ungewohnt viel Spielzeit erhielt und diese auch im Schlussabschnitt gut zu nutzen wusste. Das letzte Viertel wurde zumindest mit 22:24 gewonnen.

Besonders auffällig…

Holten die Göttinger in Braunschweig noch 49 Rebounds, davon unglaubliche 25(!) Offensivrebounds, verlor man in Bayreuth an den Brettern klar mit 40:25.

Göttingen traf außer im Schlussabschnitt ganz schwach von außen. Zur Halbzeit lag die Trefferquote bei lediglich 17%. Währenddessen traf Bayreuth über die gesamte Spielzeit ca. 40 % seiner Würfe von außen.

Mehr als die Hälfte der Minuten an Spielzeit (ca. 105 Minuten) erhielten die Deutschen bei den Gästen. Dies lag allerdings nicht daran, dass die wichtigen Spieler geschont werden sollten. Coach Roijakkers war schlicht unzufrieden mit der Leistung seiner ausländischen Spieler.

Gratulation an Bayreuth zum verdienten Sieg. Wir haben den Start verschlafen, kamen nicht mit der nötigen Energie aufs Feld. Dann ist es schwer, hier zu gewinnen. Ich versuche immer, mit den gerade besten Spielern zu spielen. Heute waren das die Deutschen, darum haben sie länger als die Amerikaner gespielt. (Johan Roijakkers, BG Göttingen)

Ausblick

Bayreuth schafft mit diesem Sieg einen versöhnlichem Jahresabschluss und kann nun entspannt im neuen Jahr nach Bremerhaven fahren, wo sicherlich in dieser Form auch ein Auswärtssieg möglich ist. Göttingen steckt immer tiefer im Abstiegskampf und wird es weiterhin sehr schwer haben mit der gezeigten Leistung ein Spiel zu gewinnen. Anschließend geht es dann für die gesamte Liga in den Allstar-Break.

Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2016 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.