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Bayreuth feiert ersten Derbysieg und Doreths Verlängerung

03.01.2018 || 03:28 Uhr von:
Bastian Doreth medi bayreuth
Nach langer Wartezeit hat Bayreuth endlich wieder ein Oberfrankenderby gegen Meister Bamberg gewonnen. Obendrein verlängerte noch Kapitän Bastian Doreth bis 2021.

Im Nachholspiel des 16. Spieltags hatte das Warten der Bayreuther Fans nach 21 Jahren mit dem ersten Sieg seit dem Wiederaufstieg 2010 ein Ende. Im ersten Spiel des neuen Jahres konnte die Mannschaft von Coach Raoul Corner ein 85:75 gegen Brose Bamberg feiern. Zusätzlich bleibt Kapitän Bastian Doreth bis 2021 drei weitere Jahre an Board.

Cox kontert Bamberger Blitzstart

Die Partie fing für Bayreuth denkbar ungünstig an. Offensiv trafen man fast nichts und lag zum Ende des ersten Viertels bereits mit zwölf Punkten hinten. Bamberg kontrollierte das Spiel und lag zwischenzeitlich mit 15 Punkten in Front. Dann kam allerdings der erfahrene John Cox ins Spiel und gab der Heimmannschaft das Momentum zurück. Er erzielte im 2. Viertel stolze 14 Punkte und blieb dabei perfekt aus dem Feld. Die Mainstädter kamen somit immer besser ins Laufen und konnten sogar eine Führung von zwei Punkten in die Halbzeit mitnehmen.

Wir haben etwas Auftrieb gebraucht und ich habe versucht aggressiv zu sein. Normalerweise weiß ich, was ich dem Team geben kann, wenn es gebraucht wird. Heute war ich froh, dass ich vorausgehen konnte und uns zurück ins Spiel bringen konnte. Deshalb bin ich hier. (John Cox)

Wir haben einfach Punkte zugelassen und Cox zu viel Freiraum gegeben. Das hat uns den Rhythmus genommen und uns die Offense kaputtgemacht. Es kann sein, dass Feinheiten noch nicht stimmen. Jeder will den Ball laufen lassen und miteinander spielen. Es ist gerade schwierig für uns. Wir müssen wieder trainieren und hart arbeiten, um diesen Spielfluss vom letzten Jahr wieder zu finden. (Patrick Heckmann)

York trifft die Big Shots in der Crunchtime

Bayreuth erwischte den besseren Start in der zweiten Halbzeit und konnte sich leicht absetzen. Aber Bamberg kam immer wieder heran. Auch im letzten Viertel war die Partie lange umkämpft, die Gäste gingen sogar fünf Minuten vor Schluss nochmals in Führung. In den Schlussminuten hatten die Gäste den drei Dreiern von Gabe York nichts mehr entgegenzusetzen und verlor letztendlich verdient mit 85:75 im 75. Oberfrankenderby.

Im ersten Viertel haben wir einfach unsere Würfe nicht getroffen. Es war nicht so, dass wir die Plays nicht richtig gelaufen sind. Im zweiten Viertel kam dann John Cox. Er hat einen tollen Job gemacht und das Team auf seine Schultern genommen. Von da an konnten wir den Intensitätslevel beibehalten. Bamberg ist ein tolles Basketballteam, aber wir haben zum Schluss einfach die wichtigen Würfe getroffen. (Gabe York)

Wir haben uns als Mannschaft wahnsinnig entwickelt. Als Bamberg fünf Minuten vor Schluss in Führung gegangen ist, haben wir kühlen Kopf bewahrt und eine tolle Leistung gebracht. Deshalb denke ich auch, dass wir verdient gewonnen haben. (Bastian Doreth)

Das war auffällig…

Gabe York medi bayreuth

Der amtierende Meister war an diesem Abend von der Dreierlinie (44% vs. 30%), beim Rebounding (33 vs. 26) und den Assists (16 vs. 14) schwächer als Bayreuth. Während man das Gefühl hatte, dass die Mannschaft von Coach Korner gerade in der Crunchtime als Mannschaft auftrat, verzettelten sich die Gäste in Einzelaktionen. Leader, aus den Vorjahren, wie Strelnieks, Wanamaker oder Melli suchte man vergebens. Das starke Teamspiel der Vorjahre ist verloren gegangen. Ebenso die Selbstverständlichkeit mit der man Siege mitgenommen hatte, wenn man sich mal eine frühe Führung erspielt hatte. Während die Erfahrung von Spielern wie Wright oder Hickman in der EuroLeague hilft schon verloren geglaubte Spiele noch zu gewinnen, schienen Motivation und Einstellung im Liga-Alltag nicht bei allen Spielern ausreichend vorhanden zu sein.

Wir hatten es nicht verdient zu gewinnen und auch nicht die Möglichkeit verdient, das Spiel zu gewinnen. Wenn du schlechter reboundest, weniger Assists verteilst und die Dreipunktewürfe nicht triffst, ist es schwierig Basketball zu spielen. (Andrea Trinchieri)

Für die Bayreuther war der Sieg außerdem ein sehr wichtiger Schritt in Richtung Pokalqualifikation. Ein Sieg bei der BG Göttingen am Freitag scheint angesichts der Form der Veilchen nach sechs Niederlagen in Folge keine allzu große Hürde. Bamberg hat es dank der zeitgleichen Niederlage Oldenburgs gegen Ludwigsburg ins Pokal-Viertelfinale geschafft. Sollte Bayreuth gegen Göttingen verlieren, dürften die Telekom Baskets Bonn nicht ihre beiden verbleibenden Spiele der Hinrunde in Frankfurt und gegen Bremerhaven gewinnen.

Doreth verlängert in Bayreuth

Die zweite gute Nachricht für die Fans und die Organisation von medi bayreuth war Basti Doreths Vertragsverlängerung, die zeitlich wohl kaum besser mit dem ersten Derbysieg seit 21 Jahren Zeit zusammenfallen konnte. Der Kapitän legt in der bisherigen Saison in rund 20 Minuten 4,3 Punkte und 2,6 Assists auf. Die Bedeutung von Doreth für den Basketballstandort in Bayreuth liegt allerdings nicht nur auf dem Platz, wo er vor allem Energie von der Bank bringt und seinen Wurf inzwischen wieder gefunden hat. Er ist der emotionale Leader der Mannschaft, treibt seine Jungs in jedem Training vorbildlich an und ist somit DIE Identifikationsfigur für die Fans in Bayreuth – das Pendant zu Per Günther in Ulm. Inzwischen hat er sogar ein eigens für ihn designtes Trikot mit seiner Silhouette als 0.

Bastian Doreth Trikot medi bayreuth

Es gibt keinen Grund nicht in Bayreuth zu verlängern. Wir haben eine positive Entwicklung hier und ich fühle mich wohl. Deswegen war das keine schwere Entscheidung. (Bastian Doreth)

Ich glaube, dass ist durchaus ein historischer Tag, nicht nur wegen des Sieges, sondern auch, weil man den Kapitän hier weitere drei Jahre an Board hat. Das ist noch wichtiger als der kurzfristige Sieg heute. Glückwunsch an die Mannschaft, Glückwunsch an Basti und Glückwunsch an die Fans, die ihn noch weitere drei Jahre hier haben werden. (Raoul Korner)

Bayreuther Vorsätze fürs neue Jahr

Gute Vorsätze fürs neue Jahr sind ja immer eine Sache für sich. Die meisten gibt man nach wenigen Wochen wieder auf. Raoul Korner hat seinen ersten guten Vorsatz / Wunsch mit dem Derbysieg schon umgesetzt. Bastian Doreth hat für Robin Amaize den Vorsatz weniger Süßigkeiten zu essen, von dem der Youngster aber nichts wissen will. Für sich selbst hat der Franke keine Vorsätze, da er sich sowieso sich nicht daran halte und sich selbst belügen würde. Er versucht ohnehin jeden Tag etwas besser zu machen. Gabe York hat sich für 2018 das große Ziel NBA gesetzt. Der Oldie John Cox möchte sein Deutsch verbessern. Bei seinen vorigen Stationen hat der 36-Jährige bereits fließend französisch gelernt.

Bayreuth feiert ersten Derbysieg und Doreths Verlängerung
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