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Löwen schlagen Berlin zum Rückrundenauftakt

17.01.2016 || 09:22 Uhr von:
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Die Basketball Löwen Braunschweig gewannen nach zwei Niederlagen in Serie ihren defensiv geprägten Rückrundenauftakt gegen ALBA BERLIN mit 46:43.

Das Spiel im Schnelldurchlauf

Schon in den ersten Minuten der Partie wurde deutlich, was für beide Teams über 40 Minuten höchste Priorität haben würde: Defense, Defense, Defense. Beide Mannschaften zeigten von Beginn an eine harte und intensive Verteidigung, freie Würfe waren Mangelware. Durch zwei erfolgreiche Dreier von Kapitän Nico Simon und Derek Needham konnten sich die Gastgeber nach rund vier Minuten einen ersten kleinen Vorsprung erspielen (8:3).

Weil die Gäste aus Berlin allerdings ein ums andere Mal ihre eigenen Abpraller fangen konnten, lagen sie am Ende des ersten Spielabschnitts durch zwei erfolgreiche Freiwürfe von Dragan Milosavljevic knapp mit 13:14 vorn. Auffällig war einmal mehr die Rebound-Schwäche der Braunschweiger: Sieben Offensivrebounds sammelten die Berliner allein in den ersten zehn Minuten, 22 waren es am Ende. Mehr als ein Drittel aller Berliner Zähler resultierten aus Second-Chance-Points nach Offensivrebounds.

Auch das zweite Viertel war von Beginn an von der Defensivarbeit geprägt. Beide Teams verloren in dieser Phase oft den Ball (9 Turnover bei den Löwen, 6 bei den Berlinern zur Halbzeit), doch die Offensivausbeute blieb auf beiden Seiten mangelhaft. Die Löwen konnten ihren Rückstand kaum verringern, weil die Gäste immer wieder zu zweiten Chancen kamen: Zur Halbzeit standen für ALBA ganze zwölf Offensivrebounds zu Buche – und insgesamt zehn mehr als für die Braunschweiger. In die Kabinen ging es nach einem Dunking von Mitchell Watt auf der einen und einem Freiwurf von Derek Needham auf der anderen Seite beim Spielstand von nur 20:24.

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Zu Beginn der zweiten Hälfte wirkten die Gastgeber zunächst wacher unter den Körben und punkteten endlich auch dank eigener Offensivrebounds durch Nash und Frease. Weil die Löwen aber die Berliner Offensivrebounds weiter nicht unter Kontrolle bekamen, setzten sich die Gäste nach einem Zwischenspurt von 24:26 schnell wieder auf 24:31 ab. Liga-Topscorer Keaton Grant, der in der ersten Hälfte ohne jeden Punkt geblieben war, war nun offensiv deutlich präsenter, blieb aber zunächst weiter glücklos. Grant war es schließlich aber vorbehalten, nach 28 Minuten den Ausgleich per Freiwurf herzustellen (31:31).

Die Gäste gingen mit einer knappen Führung in den Schlussabschnitt (33:34), doch die ersten Punkte der letzten zehn Minuten markierte Amin Stevens für die Hausherren – nach sehenswertem Anspiel des erneut gut aufspielenden Lucas Gertz. Keines der beiden Teams konnte sich nun absetzen, bis 1:18 Minute vor Ende der Partie wechselte die Führung mehrfach. Dann fasste sich Löwen-Forward Keaton Grant ein Herz, versenkte nach null Treffern bei 13 Versuchen aus dem Feld den Dreier und riss die rund 5.000 Zuschauer von den Sitzen. Die Löwen verteidigten auch die letzten beiden Berliner Ballbesitze bravourös, ließen keine Berliner Abschlüsse mehr zu und gewannen nach einem weiteren Freiwurf von Grant mit 46:43.

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Die Löwen in der Einzelkritik

Guards

Point Guard Derek Needham stand am Ende knapp 37 Minuten auf dem Parkett – und das aus gutem Grund: Offensiv war er mit elf Zählern Topscorer der Gastgeber, defensiv hielten er und seine Mitspieler den Berliner Star-Point-Guard Will Cherry über die komplette Dauer des Spiels bei null Punkten. Auch Kapitän Nico Simon hatte vor allem defensiv alle Hände voll zu tun, offensiv blieb er nach einem erfolgreichen Dreier zu Beginn des Spiels auch dank intensiver Trikottest- und Verteidigungsarbeit von Akeem Vargas & Co. unauffällig.

In Abwesenheit von Josh Gasser, der auch weiterhin fehlen wird, zeigte Lucas Gertz einmal mehr eine beherzte Leistung. Der frühere Doppellizenzler stand rund 23 Minuten auf dem Feld, sammelte acht Punkte und versenkte außerdem alle seine vier Freiwürfe. Backup-Point-Guard Martin Bogdanov tat sich unterdessen schwer gegen die Berliner Verteidigung und stand nur rund drei Minuten auf dem Parkett.

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Forwards

Liga- und Löwen-Topscorer Keaton Grant traf in der ersten Halbzeit überhaupt nicht, versuchte dann im dritten Viertel vergeblich, Korberfolge zu forcieren – und wurde am Ende doch einmal mehr zum Matchwinner. Wie schon gegen den FC Bayern und ratiopharm ulm nahm ihn die gegnerische Verteidigung über weite Strecken aus der Partie, neun Rebounds und drei Assists können sich aber sehen lassen.

Auch Tyrone Nash kam mit viel Biss aus der Halbzeitpause und war an der Aufholjagd in der zweiten Spielhälfte entscheidend beteiligt, weil er und Kenny Frease ihre Passqualitäten aufblitzen ließen. Am Ende mit sieben Punkten und acht Rebounds. Youngster Sid-Marlon Theis blieb in knapp zwölf Minuten Spielzeit offensiv ohne Einfluss, machte seine Arbeit in der Defense aber nicht schlechter als die Kollegen.

Center

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Wühlbüffel Kenny Frease haderte einmal mehr mit Schiedsrichterentscheidungen und musste zum Ende des vierten Viertels von seinem Coach ausgewechselt werden, um nach Diskussionen mit den Schiedsrichtern nicht mit dem fünften Foul vom Feld gestellt zu werden. Mit acht Punkten und zehn Rebounds zeigte Frease, was er zu leisten imstande ist. Amin Stevens stand als Backup eine knappe Viertelstunde auf dem Parkett und steuerte vier Zähler bei, blieb aber ohne großen Einfluss auf die Partie.

Zahlen, bitte!

Beide Teams erzielten gemeinsam lediglich 89 Punkte. Das lag zum einen daran, dass beide Mannschaften zu den besten Defensiven der Liga zählen und dass die Löwen ihre Gäste mit der Zonenverteidigung immer wieder vor unlösbare Probleme stellten. Zum anderen lag das aber auch an den Unzulänglichkeiten in der Offensive: Ganze acht von 52 Dreierversuchen fielen durch den Korb (15%), 38 Prozent waren es aus dem Zwei-Punkt-Bereich. 89 Punkte sind die zweitwenigsten, die je in einer BBL-Partie erzielt wurden.

MVP

Der MVP der Partie ist ein Spieler, von dem das noch im dritten Viertel niemand vermutet hätte: Keaton Grant. Der Forward war in der ersten Hälfte fast unsichtbar und blieb in den dritten zehn Minuten trotz vieler Versuche glücklos. Und doch war er es, der am Ende das Spiel für seine Löwen gewann – mit dem Dreier zur Führung rund eine Minute vor Ende und dem Freiwurf zum 46:43, der den sechsten Heimsieg der Saison schließlich perfekt machte.

So geht’s bei den Löwen weiter

Der Heimsieg gegen ALBA BERLIN könnte am Ende doppelt wertvoll sein: Denn zum einen dürfte der Erfolg gegen den großen Favoriten Mut geben für die anstehenden Partien in Ulm und Ludwigsburg. Und zum anderen verloren die Playoff-Konkurrenten aus Oldenburg, Hagen und Ludwigsburg – die Löwen sind also weiterhin in Tuchfühlung zu den Endrundenplätzen. Sollte Ulm am Sonntagabend in Bonn nicht gewinnen, winkt nach den bitteren Niederlagen zum Hinrundenabschluss sogar wieder der achte Tabellenplatz.

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