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Lenas Freiwürfe – Tübinger Tigern die Krallen gestutzt

10.03.2014 || 12:21 Uhr von:
Bonn-Tübingen
Am 25. Spieltag der Beko BBL sicherten die Telekom Baskets Bonn mit einem 31:6-Schlussspurt den Sieg über die Walter Tigers Tübingen. Ryan Brooks trug sich mit 26 Punkten in die Statistikbücher ein. Bonn steht aktuell...

Am 25. Spieltag der Beko BBL sicherten die Telekom Baskets Bonn mit einem 31:6-Schlussspurt den Sieg über die Walter Tigers Tübingen. Ryan Brooks trug sich mit 26 Punkten in die Statistikbücher ein. Bonn steht aktuell auf dem 6. Tabellenplatz, punktgleich mit Quakenbrück. Meine Freiwürfe zum Spiel:

  1. Das letzte Heimspiel der Telekom Baskets (die nächsten vier Spiele werden auswärts gegen Hagen, Bayreuth, Trier und Berlin ausgetragen) bot fast jede Facette eines Basketballspiels – mit dem versöhnlichen Ende für die Bonner Fans.
  2. Der Gast auf dem Hardtberg hieß Tübingen, eine Mannschaft, die seit 2009 ihre Auswärtsspiele im Dome gewinnen konnte und auch trotz der schlechten Tabellenplatzierung nicht unterschätzt werden sollte. Scorer wie Nash oder Wallace und die Big Men Radosavljevic und Kashirov, sowie der neue Guard Ratkovica (der mit 15 Pkt. und 5 Ass. ein starkes Spiel zeigte) hätten die Baskets an den entscheidenden Stellen treffen können, und wäre die Scoringoption Alex Harris nicht ausgefallen …
  3. Die Warnung vor den Tigers bestätigte sich im ersten Viertel. Die Bonner begannen unkonzentriert, mental nicht völlig auf das Spiel fokussiert – einfach einen Tick verschlafen. Unnötige Ballverluste, ungenaue Pässe, Würfe prallten vom Ring ab oder flogen am Korb vorbei. Ergebnis: ein schneller Rückstand von 13:21 am Ende des ersten Q’s.
  4. Wer diese Saison schon einmal ein Spiel im Telekom Dome verfolgt hat, der weiß, wie unseren Coach Fischer eine schlechte Defense und die fehlende Einstellung auf die Palme bringen können. Zwei Punkte, die in der Halbzeit in der Kabine sicherlich angesprochen wurden, denn im dritten Viertel spürte die Halle, dass die Baskets sich endlich ins Zeug legten, wenn es um das Verteidigen des eigenen Korbes ging. Tübingen wurde zu Ballverlusten gezwungen, daraus entstanden Überzahlsituationen, eine schnelle Transition = einfache Punkte. Das ist der Bonner Basketball. Warum nicht gleich so? Dann haben alle im Dome direkt mehr Spaß an der Sache.
  5. Stellvertretend für die defensive Leistung muss Tony Gaffney gelobt werden. Insgesamt fünfmal klatschte er den Ball des Gegners ans Brett (Saison-Bestwert) und hob dazu noch für ein oder zwei Dunks vom Boden ab – sicherlich zur Freude der anwesenden Fotografen. Im letzten Viertel musste er jedoch ausgewechselt werden und humpelte vom Feld. Der Teamarzt gab aber zum Glück schon Entwarnung, dass die Achillessehne noch intakt ist. 
  6. Die Erwähnung eines anderen „Verletzten“ darf nicht fehlen: Kurt Looby lag die letzten drei Tage vor dem Spiel mit einem Magen-Darm-Infekt im Bett und konnte erst am Sonntagmorgen mit der Mannschaft eine Laufeinheit absolvieren. Trotzdem stürzte er sich im Kampf um den Ball auf den Boden als hinge sein Leben davon ab. Chapeau!  
  7. Aber kommen wir zum letzten Viertel des Spiels. Das Viertel, in dem die Bonner die Kuh selbst vom Eis geholt haben. Die gute defensive Leistung im dritten Q beflügelte die Mannschaft in den letzten Minuten. Ein 31:6-Lauf stutzte den Tigern die Krallen und ließ die Fans im Dome aufatmen. Die Erkenntnis: Das Potenzial der Mannschaft wurde von den Spielern mal wieder erst zum Schluss vollständig ausgenutzt. 
  8. Wortwörtlich Flügel wuchsen einem Mann auf dem Feld – Ryan Brooks machte 11 seiner insgesamt 26 (!!) Punkte in den letzten knapp acht Minuten, die er auf dem Parkett stand. In seiner Brust schlägt wahrlich das Herz eines Scorers. 
  9. Einen Freiwurf muss ich auch Igor Perovic widmen: Ich habe selten einen Trainer während der Pressekonferenz so deprimiert dreinschauen sehen. Da kommt sofort Mitleid für die sympathischen Tübinger und ihre heikle Tabellensituation auf. 
  10. Kleiner Bonus zum Schluss: Die Bonner Youngster Valentin Blass und Thomas Michel durften in den letzten Sekunden mit aufs Feld und Blass ließ sich die Chance nicht nehmen bei seinem BBL-Debüt zumindest einmal auf den Korb zu werfen – und den Ball direkt im Netz zu versenken! Die ganze Halle freute sich mit dem 18-Jährigen. 🙂 

Hier lest Ihr nach jedem Spieltag meine persönlichen „Freiwürfe“ zu den Heimspielen der Telekom Baskets Bonn. Liga – und Vereinsseite veröffentlichen immer ausführliche Nachberichte über den Verlauf des Spiels, deshalb werdet Ihr das hier nicht finden. 

Viel eher geht es darum persönliche Eindrücke, Gedanken zur Teamentwicklung, der Atmosphäre beim Spiel oder den kleinen Szenarien am Spielfeldrand an Euch weiterzuleiten. [Die Idee der „Freiwürfe“ stammt allerdings nicht von mir, sondern von den Erfindern des inzwischen inaktiven „basketsblog“. Das Lob gebührt ihnen.]

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