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Lenas Freiwürfe – „Serien sind unwichtig!“

18.11.2013 || 09:27 Uhr von:
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Am 9. Spieltag der BEKO Basketball Bundesliga beenden die Brose Baskets Bamberg die Siegesserie der Telekom Baskets aus Bonn mit 83:69. Aber wie der Bonner Coach Mathias Fischer im Anschluss sofort klar stellt: „Serien...

Am 9. Spieltag der BEKO Basketball Bundesliga beenden die Brose Baskets Bamberg die Siegesserie der Telekom Baskets aus Bonn mit 83:69. Aber wie der Bonner Coach Mathias Fischer im Anschluss sofort klar stellt: „Serien sind unwichtig!“ Abhaken, weitermachen. Denn vom fünften Tabellenplatz kann es nur eine Richtung für die Bonner Baskets geben: nach oben. Meine zehn Freiwürfe zum Sonntagsspiel:

    1. Ob man sie mag oder nicht: Die Brose Baskets Bamberg sind immer ein Garant für einen ausverkauften Telekom Dome und eine ganz besondere Stimmung in der Halle, die fast vor Playoff-Anspannung sprüht. Sei es der schürende „Hass“ oder einfach nur das Verlangen den amtierenden Meister zu besiegen, 6000 Fans klatschen ein paar Dezibel lauter und singen jeden Fanchor mit, wenn die Franken den Hardtberg besuchen. Diese geladene Stimmung muss man als Fan einfach genießen.
    2. So sehr sich die Fans (und meine Wenigkeit) einen Sieg über die Bamberger gewünscht hatten, so war nach zwei Dreiern von Tadda und Jacobsen zu Beginn des 2. Viertels doch klar, dass die Brose Baskets uns das Spiel nicht so einfach auf dem Silbertablett präsentieren würden. Ganz im Gegenteil: Sie rissen uns das Tablett im ersten Viertel regelmäßig aus den Händen – sieben Offensiv-Rebounds für Bamberg allein in den ersten zehn Minuten. Am Ende verlor Bonn das Reboundduell (wieder einmal) deutlich mit 24:35. Das schwache Rebounden der Mannschaft bleibt damit eins von Coach Fischers größten Sorgenkindern.
    3. Maik Zirbes und Philipp Neumann nutzten ihre (Über-)Länge bestens, um Jamel McLean, Tony Gaffney und besonders Ryan Brooks die sonst so zuverlässigen Post-Ups bzw. Drives in der Zone zu nehmen. Offensiv hatten die Franken durch die zahlreichen Rebounds am eigenen Brett leichte zweite Chancen. Das macht sich auch in der Statistik bemerkbar: 32:44 Punkte in der Zone für Bamberg.
    4. Überhaupt konnten nur Benas Veikalas (16 Pkt.) und Tony Gaffney (13) annähernd an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen. Um es so schön zu formulieren, wie Tony auf der Pressekonferenz: “I tip my cap“ für Bamberg und ihr Scouting. Die Franken waren einfach extrem gut vorbereitet und wussten, wie die Bonner Schlüsselspieler außer Gefecht gesetzt werden konnten. Beispiele: Ryan Brooks kämpfte selten gegen so viel Körperkontakt in der Zone. //Benas Veikalas hatte kaum Luft zum atmen, wenn er an der Dreierlinie Stellung nahm, da Rakim Sanders dort schon auf ihn wartete. // Jamel McLean blieb mit 8 Punkten – von denen er die Hälfte an der Linie warf – ungewohnt unauffällig.
    5. Jared Jordan sammelte zwar acht Assists, kam aber schon früh in Foultrouble, der ihn zu längeren Auszeiten zwang. Es ist kein Geheimnis: Ohne Jareds Spielverständnis und flinke Hände sind die Telekom Baskets…(Bitte den Satz je nach Belieben fortführen.)
    6. Eine uralte Basketball-Weisheit besagt, dass das dritte Viertel in den meisten Fällen die Entscheidung bringt. So auch in diesem Spiel. Mit einem And1 von Anton Gavel vor der Pause erhöhte Bamberg den Vorsprung auf +6, um diesen dann im dritten Viertel konsequent auf +14 auszubauen. Davon erholten sich die Telekom Baskets in den letzten zehn Minuten nicht mehr.
    7. Es war nicht so, dass die Bonner nicht den Abschluss fanden. Das taten sie wieder und wieder. Nur weigerte sich der Ball durch den Ring zu fliegen. Der schlimmste Fall von „Wurfpech“, den die Baskets diese Saison erlebten, verhalf der Mannschaft von Chris Fleming ebenfalls zu diesem hohen Sieg. Hätte Benas zwei Dreier mehr getroffen, Jamel den ein oder anderen And1-Pfiff gehört, Ryan beim Korbleger eine Sekunde eher abgedrückt, dann wäre das Momentum vielleicht gekippt, die Baskets hätten einen Lauf gestartet… und ich würde hier ganz andere Freiwürfe schreiben.
    8. Kurz möchte ich auch ansprechen, was Mathias Fischer in der PK erwähnt hat: In einigen Szenen haben sich die Spieler über Piffe der Schiedsrichter aufgeregt, sich nicht 100% aufs Spiel fokussiert und Diskussionen mit den Unparteiischen bzw. gegnerischen Spielern (Jordan vs. Jacobsen) eingelassen. Ich weiß, dass man während eines Spiels sicher mit Adrenalin vollgepumpt ist und seiner Wut freien Lauf lassen will (das gilt für Spieler auf dem Feld, als auch für ein paar eifrige Fans auf den Rängen). Aber müssen diese Diskussionen mit den Schiris oder das Platzhirschgehabe zwischen den Spielern wirklich sein? Kann man sich nicht einfach seinen Teil denken, sich umdrehen, weggehen und dem Schiedsrichter seine Meinung später in Ruhe mitteilen? Oder sind diese Streitigkeiten das Salz in der Suppe eines Basketball-Spiels? Vielleicht liegt es an meinen beiden X-Chromosomen, aber ich werde daraus wohl nie schlau.
    9. Anderer wichtiger Punkt, den Fischer erwähnt hat: Eine Niederlage gegen Bamberg zu diesem Zeitpunkt der Saison ist wahrlich kein Beinbruch. „Wichtig ist es, dass man etwas aus der Niederlage lernt und mitnimmt. Jetzt kann ich den Jungs Schwarz auf Weiß zeigen, was besser werden muss, um gegen bessere Mannschaften bestehen zu können.“ Sein letztes Zitat fand ich auch sehr nett – und weise: „Ich weiß, dass Spieler nach Niederlagen meistens besser zuhören, als nach Siegen.“
    10. Der letzte Freiwurf gilt Zack Wrights Retweet. Ich musste sehr lachen, als ich nach dem Spiel sah, dass er genau diesen Tweet geretweetet hatte:  https://twitter.com/lenajune19/status/402078531389095936                                             Und ich frage mich immer noch: Weiß er, was ich da geschrieben habe? Oder hat er bloß auf seine Erwähnung reagiert und aus purer Freundlichkeit den Button gedrückt? 😀

Hier lest Ihr nach jedem Spieltag meine persönlichen „Freiwürfe“ zu den Heimspielen der Telekom Baskets Bonn. Liga – und Vereinsseite veröffentlichen immer ausführliche Nachberichte über den Verlauf des Spiels, deshalb werdet Ihr das hier nicht finden. 

Viel eher geht es darum persönliche Eindrücke, Gedanken zur Teamentwicklung, der Atmosphäre beim Spiel oder den kleinen Szenarien am Spielfeldrand an Euch weiterzuleiten. [Die Idee der „Freiwürfe“ stammt allerdings nicht von mir, sondern von den Erfindern des inzwischen inaktiven „basketsblog“. Das Lob gebührt ihnen.]

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