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Lenas Freiwürfe – Negativserie kennt kein Ende

10.02.2014 || 12:21 Uhr von:
Bonn
Am 20. Spieltag der Beko BBL verpassten die Telekom Baskets Bonn abermals die Chance auf einen Sieg vor heimischem Publikum. Gegen die MHP Riesen aus Ludwigsburg hatten die müden Bonner besonders im letzten Viertel nich...

Am 20. Spieltag der Beko BBL verpassten die Telekom Baskets Bonn abermals die Chance auf einen Sieg vor heimischem Publikum. Gegen die MHP Riesen aus Ludwigsburg hatten die müden Bonner besonders im letzten Viertel nichts mehr entgegen zu setzen und verloren das Spiel mit 77:88. Meine Freiwürfe zur Partie…

  1. Schon lange hatte ich nicht mehr so einen guten Start der Telekom Baskets in einem Heimspiel gesehen. Voller Energie und mit jeder Menge Einsatz in der Defense, wach und mutig in der Offense. Schnell lagen die Jungs neun, zehn Punkte vor den MHP Riesen und ließen Gutes für den Rest des Spiels hoffen.
  2. Falsch gedacht, denn das zweite Viertel lief genau in die entgegengesetzte Richtung: Ludwigsburg holte die elf Punkte Stück für Stück auf und die Mannschaften verschwanden beim Stand von 40:40 in den Kabinen. Nach der Pause konnte sich keiner der beiden groß absetzen, bis das letzte Viertel anbrach. Das Viertel zum Vergessen. Niemand wollte unbedingt wieder so ein „Ganz nah dran am Herzinfarkt“-Ende wie gegen Ulm oder Berlin. Am Ende kam es auch gar nicht dazu, da Ludwigsburg schnell davon zog und bis zum Schlusspfiff keinen Raum für Hoffnungsschimmer ließ. 77:88 verloren.
  3. Ein Grund dafür war unsere Wurfquote, die nur im ersten Viertel deutlich über der der Ludwigsburger lag und sich danach bei mageren 39 Prozent einpendelte, während die RIESEN zum Schluss eine Quote von 53 Prozent aus dem Feld auf dem Statistikbogen präsentieren konnten. Sie trafen allein jeden zweiten ihrer Dreipunktewürfe. Hätten die Bonner trotz solchem Unterschied bei den Quoten gewonnen, hätte mich das mehr gewundert.
  4. Die Ludwigsburger agierten klug, als sie bemerkten, dass es zunächst für sie von außen nicht gut läuft, und attackierten daraufhin vermehrt den Korb. Doppelt so viele Punkte wie die Bonner Baskets (22:44) erzielten sie in der Zone. Und jeder weiß: Am Ende ist es einfacher nah am Korb zu leichten Punkten zu kommen, als von draußen sein Unglück zu versuchen.
  5. Während Jared Jordan sich mit einem Double-Double (17 Pkt., 11 Ass.) gegen die Niederlage stemmte und Benas Veikalas 19 Punkte beisteuerte, nahm keiner der Bonner so das Zepter in die Hand, wie Shawn Huff das für die Ludwigsburger tat. Zur Halbzeit mit 11 Punkten auf der Anzeigetafel, waren es am Ende satte 21 (Topscorer der Partie) – der wichtige Dreier zum 70:77 inklusive. 
  6. Nach dem Spiel machte ich mich mit einem komischen Gefühl auf den Weg nach Hause, denn auf der einen Seite hatte ich mir (und wahrscheinlich einige andere Fans auch) eine etwas andere Reaktion nach den knappen Niederlagen gegen Ulm und Berlin vorgestellt. Trotziger, wütender.
  7. Auf der anderen Seite sah man aber auch – besonders in der zweiten Hälfte -, dass die Niederlage unvermeidbar sein würde, da das Team im dritten Spiel in acht Tagen sichtbar ausgelaugt und müde war. Coach Fischer betonte in der Pressekonferenz: „Wir haben es versucht, aber heute ging nicht mehr.“
  8. Bonn hält sich trotz allem noch auf einem guten sechsten Tabellenplatz. Eine Tatsache, die der hervorragenden Auswärtsbilanz geschuldet ist. Denn der Telekom Dome ist diese Saison alles andere als eine „Festung“. (Das Wort „Heimfluch“ – vielleicht nicht ganz ernst gemeint, aber dennoch mit Sorge betrachtet – beginnt mehr und mehr durch die magentafarbenen Reihen (und meinen Kopf) zu geistern.) 
  9. Als Fan unterstützt man sein Team, egal in welcher Situation. Aber es ist schon eine Herausforderung, wenn man die Siege nur vor dem Liveticker oder Fanradio feiern kann und bei Heimspielen immer wieder die enttäuschten Gesichter der Spieler miterleben muss. Diese lang anhaltende Negativserie daheim baut eine gewisse Last auf den Schultern der Spieler auf, keine Frage. Ich freue mich schon jetzt auf den Spieltag, an dem das Schlusssignal ertönt und jemand wie Tony Gaffney einen Urschrei Richtung Hallendecke loslässt, weil die Baskets endlich wieder in der eigenen Halle gewonnen haben. Der Tag kommt – ganz bestimmt.
  10. Solange das aber noch nicht der Fall ist, müssen die Telekom Baskets auswärts weiter so stark auftreten, um nicht den Anspruch auf einen der Playoff-Plätze zu verlieren. Nächstes Spiel? Auswärts beim FC Bayern München. Das kann was werden. Die Münchner sollten sich warm anziehen. 😉

Hier lest Ihr nach jedem Spieltag meine persönlichen „Freiwürfe“ zu den Heimspielen der Telekom Baskets Bonn. Liga – und Vereinsseite veröffentlichen immer ausführliche Nachberichte über den Verlauf des Spiels, deshalb werdet Ihr das hier nicht finden. 

Viel eher geht es darum persönliche Eindrücke, Gedanken zur Teamentwicklung, der Atmosphäre beim Spiel oder den kleinen Szenarien am Spielfeldrand an Euch weiterzuleiten. [Die Idee der „Freiwürfe“ stammt allerdings nicht von mir, sondern von den Erfindern des inzwischen inaktiven „basketsblog“. Das Lob gebührt ihnen.]

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11. Februar 2014 um 12:32 Uhr

Ich hatte mich schon gewundert, das Konzept kam mir äußerst bekannt vor… 😉
Danke für die Credits und den Shoutout! Übrigens: Wenn du unseren Blog wiederbeleben möchtest, hau mich gerne an!

    lenawiemer
    lenawiemer 11. Februar 2014 um 13:29 Uhr

    So eine gute Idee, die konnte man nicht so einfach verkommen lassen 🙂

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