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Lenas Freiwürfe – Bonner Sieg für die Geschichtsbücher

17.04.2014 || 08:44 Uhr von:
Bonn vs Tübingen
Am 30. Spieltag der Beko BBL gelingt den Telekom Baskets Bonn ein fulminantes Comeback in der zweiten Halbzeit gegen die EWE Baskets Oldenburg. In der Overtime siegen die Bonner mit 84:79. Die Siegesserie der Telekom Bas...

Am 30. Spieltag der Beko BBL gelingt den Telekom Baskets Bonn ein fulminantes Comeback in der zweiten Halbzeit gegen die EWE Baskets Oldenburg. In der Overtime siegen die Bonner mit 84:79. Die Siegesserie der Telekom Baskets bei Heimspielen gegen Oldenburg ist damit weiterhin ungebrochen. Bonn aktuell auf dem sechsten Tabellenplatz. 

  1. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich nach den ersten zwanzig Minuten des Spiels nicht gedacht, dass ich hier überhaupt auch nur drei Freiwürfe zusammenschreiben würde. Die Bonner starteten mit dem völlig falschen Fuß in die Partie und lagen schnell neun, zehn Punkte hinten. Offensiv fiel über fünf Minuten kein Korb, defensiv konnte Oldenburg nach Belieben vorbeiziehen. Die Abwesenheit von Jamel McLean (Sperre nach Spiel gegen Alba Berlin) machte sich anscheinend doch bemerkbar.
  2. Fachkundige Basketballfans richteten ihre Augen in den ersten Minuten sicherlich eher auf das Team der EWE Baskets, die den lange verletzten Adam Chubb (Fuß) wieder in ihren Reihen begrüßen durften. Der 33-Jährige stand insgesamt knapp 20 Minuten auf dem Feld, schoß 11 Punkte und klaute sich drei Rebounds. Chubbs Rückkehr aufs Feld kann für die Oldenburger in den Playoffs nur Gutes bedeuten.
  3. Aber wie so oft im Basketball: Bonn verschwand für 15 Minuten in der Kabine mit dem Trainer und eine andere Mannschaft lief aufs Feld. Steve Wachalski verriet später, dass er sich zeitweise die Ohren zuhalten musste, so laut wurde Coach Fischer. Die Mannschaft kam frisch und vorallem MUTIG zurück. Benas Veikalas und Tony Gaffney netzten beide erstmal einen Dreier ein. Eine unterirdische Dreierquote aus der ersten Hälfte von nur 10% hatte sie wohl beide mehr als gewurmt.
  4. Aus dem Dornröschenschlaf erwacht: Benas erzielte 14 seiner 17 Punkte in der zweiten Hälfte, Ryan Brooks 19 seiner 25 (Bonner Topscorer). Spätestens nach Ryans Alley-Oop mit Foul oder seinen drei verwandelten Freiwürfen – nachdem Jenkins ihn beim Dreier gefoult hatte – und er uns auf 51:57 am Ende des dritten Viertels heranbrachte, war für mich (mal wieder) klar: Ryan Brooks – Man of the Match. Immer zur Stelle, wenn das Team ihn braucht!
  5. Oldenburg startete stark und abgeklärt ins Spiel, doch die Intensität ging in der zweiten Hälfte verloren. Bonn konnte heiß laufen und wurde nicht wirklich gestoppt. Dumme Fouls, vertändelte Bälle, Pech im Abschluss, vielleicht ein, zwei grenzwertige Entscheidungen der Schiedsrichter – schon war es passiert: Die Telekom Baskets kratzen an der lange sicher geglaubten Führung der Huntestädter und hatten den kompletten Dome im Rücken, der seeehr laut wurde. Coach Fischer formulierte es in der Pressekonferenz treffend: „Irgendwann ist dann endlich der Funke aufs Team übergesprungen.“
  6. Genau rechtzeitig, um den Rückstand von sechs Punkten im letzten Viertel aufzuholen. Paulding und Jenkins versuchten ihr Möglichstes, um das Bonner Comeback noch zu verhindern, doch die Jungs waren „on a roll“, wie es so schön heißt. Bonn mit einem hinten, neun Sekunden. Tony trifft nicht, wird gefoult, macht nur einen Freiwurf. Ausgleich. Verlängerung. Nerven liegen blank. Oldenburg startet besser in die Extraschicht. Benas für drei, DER BLOCK VON TONY, Benas Korbleger! Oldenburg vom Ball fernhalten? Spielen wir doch alle mal heiße Kartoffel! Ryan Brooks setzt nochmal zwei Freiwürfe drauf, einfach weil er’s kann. 84:79. Aus. Sieg. Höllenlärm.
  7. Highlights über Highlights:
    • Benas, der auf einmal wie wild die Dreier trifft
    • Kurt, der alles gibt, um Jamel zu ersetzen und schon allein, weil er nicht ausgefoult wurde, ein tolles Spiel abliefert
    • Tonys Block im letzten Viertel (Ich bete zu den Basketballgöttern, dass irgendjemand den gefilmt hat und wir ihn in Endlosschleife ansehen können. Blöcke, die wirklich wichtige Punkte verhindern, sind ja immer die schönsten…)
    • Eugene, der mit so viel Grazie und Ruhe zum Korbleger hochsteigt, auch wenn es um den Führungswechsel geht.
  8. Nett zu wissen: Bonn klaute sich zwölf Mal (!) den Ball, während Oldenburg nur vier Mal die Finger dazwischen hatte. Die anderen Stats befinden sich sonst ziemlich auf Augenhöhe, was wir bei dem schlechten Start der Bonner auch nicht gedacht hätten.
  9. Der Sieg gegen Oldenburg ist Balsam für die (Fan-)Seele und setzt ein wichtiges Zeichen in Richtung Playoffs. Der Wille des Teams bis zum letzten Spiel und bis zur letzten Minute zu kämpfen ist nach wie vor ungebrochen. #PlayoffsBaby!
  10. Ich könnte hier noch so viel schreiben. Am Ende wird es nicht an das Original heran reichen. Bei manchen Spielen muss man einfach dabei gewesen sein, Leute. Das war so ein Spiel. Ein Spiel für die Bonner Geschichtsbücher.

Hier lest Ihr nach jedem Spieltag meine persönlichen „Freiwürfe“ zu den Heimspielen der Telekom Baskets Bonn. Liga – und Vereinsseite veröffentlichen immer ausführliche Nachberichte über den Verlauf des Spiels, deshalb werdet Ihr das hier nicht finden. 

Viel eher geht es darum persönliche Eindrücke, Gedanken zur Teamentwicklung, der Atmosphäre beim Spiel oder den kleinen Szenarien am Spielfeldrand an Euch weiterzuleiten. [Die Idee der „Freiwürfe“ stammt allerdings nicht von mir, sondern von den Erfindern des inzwischen inaktiven „basketsblog“. Das Lob gebührt ihnen.]

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17. April 2014 um 12:24 Uhr

Also soweit ich das mitbekommen habe hat Brooka nur 1/2 getroffen am Ende, aber egal. Sieg ist Sieg! Lese deine Freiwürfe sehr gerne. Hut ab!

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