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Lenas Freiwürfe – Bonn verschläft gegen Würzburg

02.12.2013 || 09:27 Uhr von:
Coach Fischer
Die Telekom Baskets Bonn haben sich am 11. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga von den stark aufspielenden s.Oliver Baskets Würzburg überrumpeln lassen. Schon früh mussten die Bonner einem Rückstand hinterher lau...

Die Telekom Baskets Bonn haben sich am 11. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga von den stark aufspielenden s.Oliver Baskets Würzburg überrumpeln lassen. Schon früh mussten die Bonner einem Rückstand hinterher laufen, der in der zweiten Halbzeit nicht aufzuholen war. Mit 76:87 ging die Partie verloren. Coach Fischer (und die Fans) waren absolut unzufrieden mit der Leistung des Teams und hoffen auf Besserung. Meine zehn Freiwürfe zum Spiel:

  1. Spiele gegen Würzburg sind auf Grund der langjährigen Fanfreundschaft (ebenfalls Thema im Vorbericht zum Spiel) immer etwas Besonderes. So war es auch kein Wunder, dass schon vor dem Spiel eine tolle Stimmung auf beiden Rängen herrschte und sich die Fans ihre Gesänge gegenseitig um die Ohren schlugen. Ihr stark aufspielendes Team lautstark anfeuernd hatten die Würzburger Fans immer etwas zu feiern und konnten ihre Mannschaft mit einer Mini-Humba nach dem Sieg in die Kabine verabschieden. #Fanspirit
  2. Stefan Koch holte sich dabei eine Extrarunde Applaus ab. Der brandneue Coach hatte vor dem ersten Spiel der „neuen“ s.Oliver Baskets anscheinend die richtigen Worte gefunden, um die Mannschaft auf den Kampf aus dem Tabellenkeller einzustimmen. Wenn die Spieler in seiner Nähe lang liefen oder am Zonenrand bei den Freiwürfen kurz verschnauften ließ Stefan Koch keinen Moment aus, Anweisungen zu geben, auf Kleinigkeiten aufmerksam zu machen und das Team zu pushen. Die Jungs dankten es ihm mit einem selbstbewussten und wachem Auftritt von der ersten Sekunde an.
  3. Der wacheste von allen war ohne Zweifel Maxi Kleber, den ich zum ersten Mal live spielen sah. Ein unglaubliches Talent, das 19 Punkte und 5 Rebounds zum Sieg der Würzburger lieferte. Darunter ein entscheidener Dreier und diverse Post-Ups gegen Wachalski oder Gaffney in der Zone. Der Junge kann was – und wird den s.Oliver Baskets in Zukunft noch viel Freude bereiten. (Wenn er gesund bleibt. Toi, toi, toi.)
  4. Der Start der Bonner Baskets ins Spiel war einfach nur verschlafen. Obwohl Coach Fischer vor dem Spiel mehrfach betont hat, dass Würzburg ein schwerer Gegner sein würde, war das Team nicht auf das konzentrierte Auftreten der Franken vorbereitet. Schon früh lief man einem Rückstand hinterher, der später nur noch anwuchs. Mit einem 34:46-Rückstand ging es in die Kabine, der im dritten Viertel erstmal wieder aufgeholt werden musste. Jared Jordan bemerkte später in der Pressekonferenz, dass besonders jenes Viertel viel Kraft gekostet hätte.
  5. Das war auch das einzige Viertel in dem die Bonner besser punkteten als die Würzburger (23:17). Alle anderen wurden an die Gäste abgegeben.
  6. Wenn wir gleich bei den Statistiken bleiben: Feldwurfquote: 39% für Bonn, 58% für Würzburg. Der deutliche Unterschied betont, dass die Telekom Baskets offensiv einen schwarzen Tag erwischt hatten: Benas’ Dreier fielen nicht, Jamel McLean verlegte einfache Korbleger, Ryans Floater gingen daneben und vor allem:
  7. Tony zögerte oft überhaupt auf den Korb zu werfen oder zumindest in die Zone zu ziehen!Wenn’s spektkulär werden sollte, ging’s auch ein oder zwei Mal brutal daneben für ihn. Wo ist das Selbstvertrauen, dass ein Fast-NBA-Spieler in der BBL eigentlich zeigen müsste?
  8. Das Reboundduell mit einem Rebound mehr gewonnen = gut. Die katastrophale Freiwurfquote = weniger gut. Teilweise konnte ich nicht hinsehen, wenn Jamel oder David an die Linie mussten. Das Gruselige ist: Sie treffen die Dinger eigentlich! Nur wenn es wichtig wird (und gegen Würzburg mussten wir oft an die Linie) – dann fliegen die Bälle daneben. Freiwürfe sind einfach Psycho-Bitches.
  9. Derjenige, der die magentafarbenen Fahne hoch hielt, war – wie so oft – Jared Jordan. Mit 19 Punkten und 7 Assists ist er mein Man of the Match. Hätte er auch einen schwarzen Tag erwischt, dann wäre es im Bonner Dome wirklich zappenduster gewesen!
  10. Auch wenn bei meinen Freiwürfen auch viel Kritik bei war: Ruhig bleiben, Leute! Wir befinden uns immer noch auf dem (sensationellen) vierten Tabellenplatz! Wir haben auch nicht gegen irgendwen verloren, sondern unseren Würzburger Freunden beim Kampf gegen den Abstieg zu zwei Punkten verholfen. Zu guter Letzt: Glaubt ihr wirklich wir fegen ungeschlagen durch die Saison? Die ein oder andere Niederlage wird noch folgen. Das ist aber kein Grund die Mannschaft sofort abzuschreiben. Echte Sieger stehen nach einem Rückschlag wieder auf und kämpfen weiter.

Hier lest Ihr nach jedem Spieltag meine persönlichen „Freiwürfe“ zu den Heimspielen der Telekom Baskets Bonn. Liga – und Vereinsseite veröffentlichen immer ausführliche Nachberichte über den Verlauf des Spiels, deshalb werdet Ihr das hier nicht finden. 

Viel eher geht es darum persönliche Eindrücke, Gedanken zur Teamentwicklung, der Atmosphäre beim Spiel oder den kleinen Szenarien am Spielfeldrand an Euch weiterzuleiten. [Die Idee der „Freiwürfe“ stammt allerdings nicht von mir, sondern von den Erfindern des inzwischen inaktiven „basketsblog“. Das Lob gebührt ihnen.]

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