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Lenas Freiwürfe – Bonn kann Ulmer Tip-In nicht verhindern

03.02.2014 || 09:39 Uhr von:
Fischer
Am 19. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mussten sich die Telekom Baskets Bonn den "Spatzen" aus Ulm mit 90:92 in der letzten Sekunde der Verlängerung geschlagen geben. Topscorer Ryan Brooks und der Assists-feuern...

Am 19. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga mussten sich die Telekom Baskets Bonn den „Spatzen“ aus Ulm mit 90:92 in der letzten Sekunde der Verlängerung geschlagen geben. Topscorer Ryan Brooks und der Assists-feuernde Jared Jordan konnten nichts gegen die Bonner Niederlage nach einem spannenden und attraktiven Spiel ausrichten. Bonn bleibt dennoch auf dem sechsten Platz der Tabelle.

  1. Puuuh. Das Spiel ist schon ein paar Stunden her, trotzdem: „I still can’t wrap my head around it“  – wie es so schön im Englischen heißt. Schon lange habe ich nicht mehr so ein aufwühlendes Spiel erlebt (obwohl… vielleicht trügt mich meine Erinnerung auch, war da nicht so ein knappes Spiel gegen Berlin…). Szenen schwirren mir noch im Kopf herum: tolle Dunks, schöne Pässe, Ballverluste, Airballs, Kopfschütteln und Euphorie auf den Rängen. Thorsten Leibenath hatte völlig recht auf der Pressekonferenz, als er von einem Spiel mit „vielen Facetten“ sprach. Die Fans konnten einiges erleben an diesem Spieltag – inklusive „Ganz-nah-dran-am-Herzinfarkt“-Ende.
  2. 84:84 nach 40 Minuten. Verlängerung. Puls schon am Limit. In den nächsten fünf Minuten sollte sich das auch nicht ändern. Alley-Oop von Sosa auf Theis (zu den beiden später mehr), immer wieder Freiwürfe, Block von Brooks an Plaisted, Benas beim Dreierversuch gefoult, Will Clyburn setzt 32 Sekunden vor Schluss zum eiskalten Treffer von Downtown an. Die Baskets stürzen sich ins Getümmel unter den gegnerischen Korb, können den Ball aber nicht sichern und Ulm hat noch wenige Sekunden Zeit für einen Angriff. Der weite Wurf von Edgar Sosa ist eigentlich schon vorbei, da springt Trent Plaisted aus dem Nichts nochmal in die Höhe, um den Ball in den Korb zu tippen. 92:90 für Ulm. Bitter. 
  3. Die ersten Sekunden herrscht noch Verwirrung im Telekom Dome. War der Ball rechtzeitig im Korb gelandet? Hatten die Baskets wirklich soooo knapp verloren? Nach DEM harten Kampf? Und einer sechs Punkte Führung kurz vor Schluss? Anscheinend ja. Das Leben (als Basketball-Fan) kann schrecklich sein.
  4. Im Kontrast zum faden Nachgeschmack der nach so einer Niederlage bleibt (und der gedämpften Laune, die mindestens noch bis Montagabend anhalten wird) steht die persönliche Bestleistung von Jared Jordan in dieser Saison: 13 Assists. Auch Tony Gaffney legte mit insgesamt 15 Punkten eine neue Bestmarke für diese Saison auf.
  5. Ryan Brooks war zudem Topscorer der Partie mit 20 Punkten. Auch wenn wir Punkte-technisch die meiste Zeit des Spiel vorne lagen – zweites, drittes und viertes Viertel immer mit mindestens drei Punkten vor den Ulmer „Spatzen“ – konnte uns das am Ende nicht retten. Besonders im Basketball kann nur eine Millisekunde über Sieg oder Niederlage entscheiden, nur ein Spieler muss zur rechten Zeit am rechten Ort sein (und der Gegner eben nicht) und die Partie ist entschieden. Gestern war es eben Trent Plaisted, der Glückliche.
  6. Per Günther hat sich wenig Freunde gemacht: ein paar Aktionen, die zu seinen Gunsten gepfiffen wurden, ein kleiner Unfall mit Mangold im Kampf um den Ball, der beinahe auch einen der Schiris zu Fall brachte – und schon wurde jede seiner Aktionen und Ballkontakte mit einem Pfeifkonzert begleitet. Wir Rheinländer sind halt emotional. Checkt dazu auch Per Günthers facebook-Eintrag. Der Ulmer nimmt’s wie immer mit Humor 😉
  7. Positiv – zumindest aus Ulmer Sicht – fielen Edgar Sosa, Daniel Theis und Will Clyburn auf. Will Clyburn immer für den Rebound bereit, mit den wichtigen Dreiern, die ein ums andere Mal den Bonner Lauf stoppten. Edgar Sosa mit einem Korbleger nach Kontakt mit McLean und dem „Todesdreier“, wie ich ihn nannte, am Ende des vierten Viertels, um es nochmals etxra spannend zu machen. Daniel Theis blockte was das Zeug hielt, traf von draußen und stieg zum Dunk sowie Alley-Oop hoch. Thorsten Leibenath betitelte ihn nach dem Spiel als „absoluten Gamechanger“, der das defensive Spiel von Ulm extrem beeinflusst hat. 
  8. Wie ich auch laut und deutlich vor dem Spiel verkündete: DAS SPIEL WAR WICHTIG! Einmal, um den Jungs das Selbstvertrauen wieder zu geben, dass ihnen besonders in den letzten Woche bei Heimspielen abgesprochen wurde. (Und obwohl das Spiel knapp war: Wir haben schon wieder zu Hause verloren.) Zweitens, mit dem Blick auf die Tabelle gerichtet:
  9. Mit unserem Team aktuell auf Platz sechs, konnte ratiopharm Ulm jetzt auf einen Punkt an Bonn heranrücken. „Zum Glück“ haben auch die Artland Dragons am Samstag verloren und wir  sind immer noch punktgleich mit Platz fünf. 
  10. Zunächst sollten aber alle Gedanken an den normalen Ligaalltag aus den Köpfen der Jungs verdrängt werden, da am Mittwoch die Pokalqualifikation für’s Top Four in Berlin ansteht. Schon wieder Berlin – nicht so toll. Dafür aber ein Auswärtsspiel – umso besser (mit unserer Auswärtsbilanz). Ausgang des Spiels – ungewiss. Fest steht, dass alle Bonner Fans am Mittwochabend um 20:00 Uhr fest die Daumen drücken werden! Hab ich recht?

Hier lest Ihr nach jedem Spieltag meine persönlichen „Freiwürfe“ zu den Heimspielen der Telekom Baskets Bonn. Liga – und Vereinsseite veröffentlichen immer ausführliche Nachberichte über den Verlauf des Spiels, deshalb werdet Ihr das hier nicht finden. 

Viel eher geht es darum persönliche Eindrücke, Gedanken zur Teamentwicklung, der Atmosphäre beim Spiel oder den kleinen Szenarien am Spielfeldrand an Euch weiterzuleiten. [Die Idee der „Freiwürfe“ stammt allerdings nicht von mir, sondern von den Erfindern des inzwischen inaktiven „basketsblog“. Das Lob gebührt ihnen.]

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3. Februar 2014 um 11:04 Uhr

zu Punkt 5:
Es stimmt nicht, dass Bonn die meiste Zeit im Spiel vorne lag, im Gegenteil sind wir immer hinterher gerannt. Erst Benas Veikalas konnte im 4. Viertel die erste Führung herstellen!

    3. Februar 2014 um 17:08 Uhr

    Sie meint eher bei den Punkten pro Viertel. Bis auf das 1.Viertel, haben wir alle gwonnen.

lenawiemer
lenawiemer 3. Februar 2014 um 22:18 Uhr

Ja, genau. Die letzten drei Viertel haben wir Schritt für Schritt den großen Abstand vom ersten Viertel aufgeholt und dabei immer mehr Punkte als Ulm pro Viertel geholt. Vielleicht ist das oben ein bisschen verwirrend formuliert 😉

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