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„Die Verteidigung baut man nicht während der vierwöchigen Vorbereitung auf“

06.10.2016 || 09:35 Uhr von:
Andrea Trinchieri Nicolo Melli
Nicolo Melli hat in seinem ersten Jahr in Bamberg ordentlich aufhorchen lassen. Nach dem ersten Spiel der neuen Saison blickt er im Interview mit basketball.de zurück auf die alte und voraus auf die neue Saison.

basketball.de: Ein kurzer Blick zurück auf deinen Sommer mit der Nationalmannschaft: Wie fällt dein Fazit aus?

Nicolo Melli: Der Sommer war ein bisschen zu kurz. Wir haben in Italien am Qualifikationsturnier teilgenommen, konnten uns aber nicht für Olympia qualifizieren. Wir wollten unbedingt das Ticket nach Rio lösen, deshalb war ich sehr enttäuscht. Auf der anderen Seite gab mir das die Chance, meinen Körper auszuruhen. Ich hatte fünf freie Wochen und konnte mich gut auf die neue Saison vorbereiten.

Es schien, als hätte sich deine Rolle in der Nationalmannschaft geändert.

Meine Leistungen letztes Jahr in Bamberg haben meinen Status in der italienischen Mannschaft angehoben, auch wenn ich weiterhin nicht zu den Stars des Teams zähle. Hier an den Aufgaben gewachsen zu sein und Erfahrung gesammelt zu haben, vor allem so wertvolle Erfahrung auf hohem Niveau, hat meine Rolle im Nationalteam auf jeden Fall verändert.

Also wurden deine starken Spiele für Bamberg auch in Italien bemerkt? Nachdem du deine Heimat verlassen hast, hätte das ja auch anders laufen können.

Ja, sie wurden bemerkt. Dank des Trainers und des Teams hier in Bamberg, konnte ich im vergangenen Jahr mehr zeigen als während meiner fünf Jahre in Mailand. Das hat mir sehr geholfen.

Yassin Idbihi schmeißt am anderen Ende der Halle einen Scheinwerfer um.

Grande Yassin! (lacht) Grande. Numero uno.

Nicolo Melli: „Ich will konstanter werden!“

Wo willst du dich in dieser Saison individuell verbessern?

Wir werden eine längere Saison haben als zuvor. Ich möchte daher versuchen, noch konstanter zu werden und während des Spiels ein besseres Gleichgewicht zu finden. Außerdem werde ich weiterhin viel Zeit in der Halle verbringen, um an meiner Technik zu arbeiten. Aber insgesamt will ich vor allem konstanter werden, weniger Höhen und Tiefen durchleben.

Arbeitest du auch an deinem Spiel im Lowpost?

Ja, natürlich. Besonders in der deutschen Liga habe ich die Chance, im Post zu agieren. Aber jedes Spiel hat eine andere Geschichte: es hängt davon ab, was der Trainer will und was das Team braucht. Ich versuche dann am richtigen Platz zu sein.

Ist der Lowpost eine wichtige Position in Trinchieris System?

Von dort können wir kreieren, deshalb kann es für uns eine wichtige Position sein. Niemand will den Ball nach vorne dribbeln und dann direkt abschließen. Das Spiel im Post kann eine Karte mehr sein, die wir ausspielen können. Wir versuchen, unser Spiel dort weiterhin zu verbessern.

Andrea Trinchieri hat im Laufe seines dritten Jahres in Kazan eine überragende Defense installiert. Euer Angriff war letztes Jahr bereits herausragend. Wird es gerade defensiv Verbesserungen oder eine Weiterentwicklung geben?

Das Verteidigungssystem hängt immer zusammen mit den Fähigkeiten der Spieler, die im Team sind. Wir wissen ein paar unglaublich gute Verteidiger in der Mannschaft: Fabien [Causeur] zum Beispiel kann direkt am Ball einer der besten Verteidiger Europas sein. Dazu ist [Vladimir] Veremeenko unter dem Korb eine wichtige Verstärkung für uns. Ich denke also, dass wir uns dieses Jahr verbessern können. Letztendlich liegt es an uns und wie hart wir daran arbeiten.

Hat Trinchieri in der Vorbereitung schon an den defensiven Prinzipien geschraubt?

Ja, ein bisschen, aber wir haben ja erst angefangen. Man baut sich die Verteidigung nicht während der vierwöchigen Vorbereitung auf. Sicher werden manche Situationen ein wenig anders ablaufen als letztes Jahr, weil wir neue Spieler im Team haben und gegen andere Teams spielen. Wir werden die Verteidigung während der Saison anpassen. Aber wir haben vor zwei Tagen zum ersten Mal mit der kompletten Mannschaft trainiert; bevor wir etwas Großes an unserer Verteidigung ändern, müssen wir erst alle zusammen sein und unsere Abstimmung wiederfinden.

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