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Kommentar zum Maxi-Kleber-Wechsel: La Oportunidad

02.07.2015 || 15:19 Uhr von:
Der Wechsel von Maximilian Kleber von Obraidoro CAB zurück in die Beko BBL kommt durchaus überraschend. Viele sehen darin sogar einen Rückschritt. Nicht zuletzt steigt auch der Hass auf den FC Bayern Basketball. Oft w...

Der Wechsel von Maximilian Kleber von Obraidoro CAB zurück in die Beko BBL kommt durchaus überraschend. Viele sehen darin sogar einen Rückschritt. Nicht zuletzt steigt auch der Hass auf den FC Bayern Basketball. Oft wird dabei allerdings vergessen, dass der Wechsel des jungen Deutschen vor allem eines ist: Eine Chance für ihn selbst. Ein Kommentar von Court Review-Redakteur Sebastian Hahn.


Es war schon die zweite Bombe, die der FC Bayern Basketball in den letzten Tagen platzen ließ. Nachdem Hick-Hack um die Verpflichtung von Alex Renfroe, Dementi und Hass inklusive, verkündeten die Münchner gegen Mittwochmittag auch völlig überraschend die Verpflichtung von Maxi Kleber. Nach nur einem Jahr kehrt der 23-Jährige also schon wieder der spanischen ACB den Rücken und kehrt in die BBL zurück – und das trotz einiger weiterer Angebote.

Klar, Gerüchte um das Interesse des FC Bayern Basketball hatte es hier und dort mal gegeben, nur eben nichts Konkretes. Klebers Rückkehr kam ebenso aus dem nichts, wie der Transfer von Renfroe. Beide bekamen dafür auch recht viel Hass ab. Denn erneut hatten die „Buyern“ zugeschlagen und ihre Finanzkraft unter Beweis gestellt. Dann hätte Kleber doch lieber beim Obraidoro CAB bleiben sollen. Als guter bis herausragender Akteur bei einem spanischen Mittelklasse-Team.

Romantik, adé!

Natürlich wäre eine Rückkehr nach Würzburg romantischer gewesen. Natürlich wäre ein Wechsel zu Valencia Basket auch nicht schlecht gewesen, verfügt die ACB doch noch immer über mehr Qualität als die BBL. Natürlich hätte Maxi Kleber aber auch in keinem dieser Vereine Euroleague spielen können. Und mit 23 Jahren muss man nun mal auch an sich selbst denken. Wenn es noch klappen soll mit der NBA, dann bitte schnell.

Daher sind die zwei Jahre plus Option, für die der deutsche Nationalspieler in München unterschreibt, eigentlich ideal. Kleber hat (höchstwahrscheinlich) zwei Euroleague-Saisons, in denen er sich mit den Besten in Europa messen und den NBA-Scouts sein Talent beweisen kann. Seine 11,5 Punkte und 6,4 Rebounds sind stattliche Zahlen für seine erste ACB-Saison, nur gingen sie im Liga-Mittelfeld oft unter. In München soll Kleber helfen, die Finals-Pleite aus diesem Jahr vergessen zu machen und den FCBB zurück auf den BBL-Thron zu führen. Und nicht nur als Bandrücker, sondern als Stammspieler.

Starter auf der Vier?

Denn auf der Vier ist die Konkurrenz dünn gestreut, Jan Jagla wird wohl einige „DNPCD’s“ in der kommenden Saison einstreichen. Die restlichen Minuten dürften sich Dusko Savanovic und Kleber aufteilen, wobei der Serbe auch auf die Drei ausweichen kann. Kleber dagegen kann sich nicht nur in der Zone behaupten, sondern trifft auch seinen Wurf von draußen. Gut möglich, dass er in Verbindung mit der anstehenden EuroBasket nochmal einen Schritt nach vorne macht (Update: Kleber muss verletzungsbedingt seine Teilnahme an der EM absagen!). Gut möglich, dass Kleber für die Bayern im nächsten Jahr sogar startet.

Auf jeden Fall sollte er viele Minuten sehen. Darüber sollten die Verantwortlichen aber genügend gesprochen haben. Ansonsten wäre Kleber wohl nicht an die Isar gewechselt. Und vielleicht haben wir dann mal wieder einen deutschen Star bei einem deutschen Team. Vielleicht überrascht Kleber sogar alle, und spielt sich in die MVP-Diskussion. Und das auch noch bei den Bayern! Irgendwie unfassbar…

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