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Ob Handball oder Basketball: Für den Sport!

22.11.2017 || 17:13 Uhr von:
Frank Bohmann, Geschäftsführer der HBL und Uli Hoeneß im Verbal-Clinch. Egal ob Handball oder Basketball: Für den Sport! Ein Kommentar.

„Die Medienreichweite des FC Bayern Basketball hat bei uns der Tabellenletzte. Im Basketball hat der FC Bayern die Bedeutung wie Maribor im Fußball!“ Frank Bohmann, seit 2003 Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, kontert in der Sport Bild Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Dieser hatte zuvor in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt, dass ihn im Gegensatz zum Basketball der Handball als Sportart für seinen Klub nicht interessiere.

„In fast keinem Land spielt Handball eine Rolle, außer in Deutschland“, hatte Hoeneß gesagt. Bohmann wollte und konnte diese Aussagen nicht so stehen lassen. „Handball mag ja keine Welt-Sportart sein. Aber auch in vielen Ländern Europas ist Handball viel wichtiger, beliebter und bedeutender als Basketball“, so der Chef der HBL.

Eine Diskussion, die im Endeffekt müßig ist. Denn sie bringt schlicht und ergreifend nichts. Fakt ist, dass sowohl der Basketball als auch der Handball in der öffentlichen Wahrnehmung hinter ‚König Fußball‘ zu wenig stattfinden. Viel zu wenig sogar. Exakt dieser Fakt ist es, der den Stein der Diskussion zwischen Hoeneß für Basketball und Bohmann für Handball eigentlich erst ins Rollen brachte.

Die social-media-Reichweiten ausgewählter Clubs und Ligen im Überblick

Hoeneß, der Präsident eines der erfolgreichsten Fußballvereine Europas, hatte vor wenigen Tagen die öffentlich-rechtlichen TV-Sender stark kritisiert. Wegen eines Fußball-Overkills. „Sowohl bei ZDF als auch in der ARD müsste mehr Sportvielfalt entwickelt werden. Jetzt, wo sie immer mehr Fußball-Rechte verlieren, könnte es eine Chance sein, andere Sportarten wie Basketball, aber auch Handball, vielleicht Eishockey nach oben zu führen.“

Hoeneß betont die Bedeutung anderer Sportarten, fokussiert sich nicht nur auf Basketball und nimmt den Handball explizit nicht aus. Die Vielfalt in der Sportlandschaft ist wichtig und kommt in der öffentlichen Berichterstattung meist zu kurz.

Natürlich kann jetzt diskutiert werden, welche der beiden Sportarten nun die besseren Voraussetzungen hat, Platz zwei hinter dem Fußball einzunehmen. Die HBL hat mit einer funktionierenden und erfolgreichen Nationalmannschaft natürlich ein gehöriges Pfund auf seiner Seite. Zudem laufen in dieser Saison bis zu zwölf Spiele live und in voller Länge in der ARD. Auf Seiten des Basketballs mag man mit hochmodernen, großen Arenen und dem allumfassenden Angebot der Telekom argumentieren: Alle Spiele in HD, live und auf Abruf.

Ob Handball nur in Deutschland und nicht in anderen Ländern populär ist? Ob der FC Bayern im Basketball  eine mediale Reichweite hat wie der 18. der Handball-Bundesliga? Völlig egal. Mit ziemlicher Sicherheit sind beide Aussagen von Hoeneß und Bohmann falsch. Beide Sportarten haben dennoch das gleiche Ziel: raus aus der Nische, rein in die öffentliche Wahrnehmung. Wenngleich wohl jeder Funktionär und jeder Sportinteressierte unterschiedliche Präferenzen haben dürfte, sollte man gemeinsam an diesem Ziel arbeiten. Für den Sport!

Ob Handball oder Basketball: Für den Sport!
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