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Shawn Huff: der richtige Mann

11.01.2017 || 09:40 Uhr von:
Die FRAPORT SKYLINERS haben ihre vierte und letzte Nachverpflichtung getätigt. Shawn Huff sei dabei nicht der richtige Mann? Eine Replik auf Tobias Fallers Kommentar.

buy followers on instagram free Warum er trotz vieler Stimmen des Unverständnisses der richtige Mann ist, erklärt Manuel Schust. Ein Echo auf den Beitrag „Shawn Huff: Der falsche Mann“ von Tobias Faller.

chris evans body Ganz heimlich, still und leise haben sich die FRAPORT SKYLINERS in den vergangenen Wochen von einem Abstiegskandidaten zu einem Team mit Play-Off Ambitionen gemausert. Zwar offenbart die Mannschaft von Gordon Herbert in vielen Bereichen noch immer unübersehbare Schwächen und ist weit davon entfernt, Konstanz über 40 Minuten in ihre Leistungen zu bringen. Dennoch tritt das Team seit dem desaströsen Auftritt in Gießen (69:52) nun deutlich geschlossener und engagierter auf und hat Gegner aus dem unmittelbaren Tabellenumfeld besiegen können.

buy facebook post likes cheap Bei den knappen Erfolgen gegen Braunschweig, Jena, Tübingen und Gießen war sicher auch ein bisschen Glück mit im Spiel. Zu selten erzielten die Frankfurter auch in diesen Spielen Punkte nach guter Ballbewegung, häufig husteten sie den Ball noch gerade so irgendwie in den Korb rein und verwalteten den Vorsprung verwalten oder gewannen glücklich. Mit individuellen Fehlern haben es die Gegner den Skyliners auch nicht allzu schwer gemacht, die Partien nachhause zu schaukeln. Aber die Siege resultieren neben der verbesserten Offensive besonders aus der stabileren Verteidigungsarbeit der Hessen, die nun phasenweise wieder ein Level erreicht hat, das zumindest an die Stärken der letztjährigen Mannschaft erinnert. Besonders die ersten Halbzeiten gegen Jena und Tübingen haben in dieser Saison erstmals gezeigt, dass die Skyliners wieder in der Lage sind, einem Spiel durch gute Verteidigungsarbeit den Stempel aufzudrücken.

erect nipples Die Handschrift Gordon Herberts spiegelt sich mittlerweile gut wider: Es werden Passwege gut zugemacht, die Help-Defense funktioniert wieder verlässlich und die generellen Bewegungsabläufe der Spieler wirken runder; jeder weiß nun, wo er zu stehen hat und wie er seinem Mitspieler helfen und die Teamverteidigung stabilisieren kann. Im Idealfall belohnt sich die Mannschaft für die harte Arbeit in der Verteidigung mit schnellen, daraus resultierenden Punkte aus dem Fastbreak. Genau das war der Skyliners-Basketball, der in den beiden vergangenen Jahren so viel Spaß gemacht hat und am Ende des Zyklus im Gewinn des FIBA Europe Cups mündete.

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Die Allzweckwaffen im System Herberts

kali muscle height Blickt man auf die Mannschaften, die Gordon Herbert in seinen drei Amtszeiten bei den Skyliners zusammengestellt hat, so fällt neben dem dominanten Aufbauspieler auch ein Spielertyp auf dem Flügel auf, der eine wichtige Säule im System Herberts ist. Auf der Forward-Position bevorzugt der kanadische Übungsleiter einen Spieler, der auf allen großen Positionen variabel einsetzbar ist, ein hohes Maß an Spielverständnis mitbringt, einen verlässlichen Distanzwurf im Repertoire hat und dessen Spiel von großem physischen Einsatz geprägt ist. Ob auf der Rückseite des Jerseys nun der Name Matinen, Burtschi oder Doornekamp stand, alle drei haben in den jeweiligen Amtszeiten Herberts genau diesen Spielertyp verkörpert. Oft nur als dritte oder vierte Scoringoption haben diese Spieler nie besonders im Scheinwerferlicht gestanden. Besonders durch ihre große Variabilität in der Verteidigung und den stabilen Wurf aus 6,75 Metern waren sie aber sowas wie die Allzweckwaffe im System Herberts und haben viele Schwächen ihrer Mitspieler kaschieren können.

Neben den Schwierigkeiten, einen halbwegs adäquaten Ersatz für Jordan Theodore auf der Aufbauposition zu finden, war das Fehlen dieses Spielertyps wohl einer der wichtigsten Gründe dafür, dass die Saison der Skyliners bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Shavon Shields bringt auf der Vier zwar einen stabilen Wurf mit (aktuell trifft er hier knapp 40% seiner Versuche), aber ihm fehlt (noch) die nötige Erfahrung im europäischen Basketball, um ähnlich taff und klug agieren zu können. Zudem ist ihm als erste Scoringoption die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Verteidigung sicher, womit er kaum der Spielertyp ist, der durch seine Wurfstärke das Spiel für andere auseinanderziehen kann. Auch Niklas Kiel fehlen die Erfahrung und die körperlichen Voraussetzungen, um diese Rolle ausfüllen zu können. Seinem enormen Potenzial würde die Zuschreibung dieser Position auch nicht gerecht werden. Die gewünschte Vielseitigkeit brachte der Nigerianer Ekene Ibekwe zwar mit, aber sein Wurf erwies sich als wenig verlässlich und seine mangelhafte Spielübersicht konnte er – vorsichtig ausgedrückt – nur gelegentlich durch seine enorme Athletik ausgeglichen werden. Folgerichtig hat man sich von ihm kurz vor Jahresende getrennt.

Mit der Verpflichtung des 32-jährigen Shawn Huff haben die Skyliners diesen Spielertyp nun mit einiger Verspätung gefunden. Aus seiner Ludwigsburger Zeit ist Huff als guter Distanzschütze und mit großem Einsatz spielend bekannt. Er weiß um seine Stärken, konzentriert sich auf diese und geht mit vorbildlichem Einsatz zu Werke. In der Pressemeldung des Vereins als Spieler für die Position Vier angekündigt, kann er auch viele Minuten auf der Drei spielen. Natürlich wird die Verpflichtung Huffs das von Tobias Faller angesprochene Rebound-Problem nicht lösen können. Doch zwei Gründe dürften dafür den Ausschlag gegeben haben, lieber einen Spieler zu verpflichten, der ein ähnliches Profil mitbringt wie Aaron Doornekamp anstatt einen weiteren Big Man fürs Reboundspflücken zu engagieren.

Die Gründe für die Huff-Verpflichtung

Bereits mit der Rückkehr des bald wieder einsatzfähigen Mahir Agva hätten die Skyliners drei Spieler im Kader gehabt, die vorwiegend auf der Position Fünf zum Einsatz kommen. Dem gerade mal 20-jährigen Agva nach Morisson noch einen weiteren Spieler vor die Nase zu setzen, würde der nachhaltigen Entwicklung des jungen Deutschen nicht gut tun und auch dem Grundgedanken der Skyliners, das Weiterentwickeln der eigenen Talente, zuwiderlaufen. Wenn mit der (noch nicht absehbaren) Genesung von Daniel Mayr dann noch ein vierter Big Man einsatzbereit wäre, hätte man definitiv ein Ungleichgewicht im Kader. Berücksichtigt man dann noch die Vorliebe Gordon Herberts, mit einer Neun-Mann-Rotation zu spielen, wäre klar, dass mit der Verpflichtung eines Spielers für die Position Vier/ Fünf kaum mehr Einsatzmöglichkeiten für Agva und Mayr bestehen würden. Und auch Kiels Minuten dürften nach einer solchen Verpflichtung merklich sinken. So verlockend es auch sein mag, kurzfristig sich des Reboundproblems anzunehmen: In dieser Saison, die einem Neustart des Frankfurter Projekts gleicht, muss die langfristige Entwicklung der Perspektivspieler das vorrangige Argument darstellen.

Neben den schlechten Werten bei den Rebounds fällt auf, dass die Skyliners ihre größten Probleme in der Offensive haben. Mit gerade mal 68 Punkten im Schnitt stellen sie ligaweit das einsame Schlusslicht dar. Zum Vergleich: Braunschweig als zweitschlechteste Mannschaft in dieser Kategorie erzielt pro Spiel über vier Punkte mehr! Vor der Verpflichtung von AJ English haben die Hessen in dieser Saison abgesehen von Shavon Shields keinen richtigen Scorer im Team gehabt. Englishs starker Wurf gepaart mit seinem schnellen ersten Schritt und entschlossenem Zug zum Korb hat den Hessen neben einem sich langsam stabilisierenden Kwame Vaughn neue Optionen in der Offensive gegeben. English und Shields sind die einzigen beiden Spieler, die in der Lage sind, sich ihren eigenen Wurf zu kreieren. Umso wichtiger ist es, nun an den Systemen zu feilen, die zum Einsatz kommen, wenn die Skyliners ihre Angriffe aus dem Halbfeld vorbereiten müssen. Um für Englishs starke Penetration-Moves Platz zu schaffen, erscheint die Verpflichtung eines wurfstarken Flügelspielers ideal, der dank gutem Distanzwurf Platz schafft.

Wie die GIESSEN 46ers bereits bei seinem ersten Einsatz feststellen mussten, besitzt Shawn Huff einen Wurf, den die Verteidigung ernstnehmen muss. Huff ermöglicht dadurch weitere Räume für seine zum Korb schneidenden Mitspieler. Die Verpflichtung eines weiteren Centers hätte sicher um den Korb herum einige neue Möglichkeiten geschaffen. Aber a) sind Center teuer und b) ist in Frankfurt die Position nur selten mit mehr als einem klassischen Center besetzt worden. So gesehen ist es den Skyliners mit der späten Verpflichtung von Shawn Huff gelungen, wenigstens einen Spieler zu verpflichten, der die Fußstapfen eines Leistungsträgers aus der Vorsaison ausfüllen kann. Dass man zudem die Option besitzt, den Vertrag mit Huff für eine weitere Spielzeit zu verlängern, könnte sich als sehr wertvoll erweisen.

Nach dem harten Personellen Umbruch in diesem Sommer war ohnehin nicht zu erwarten, dass die Skyliners gleich aus dem Stand wieder an ähnliche Erfolge wie 2015/16 anknüpfen könnten. Wichtig ist es, in dieser von schwierigen Voraussetzungen geprägten Saison, die richtigen Spieler für einen Neuangriff zu finden. Über die Grenzen der Saison hinaus betrachtet dürfte die Verpflichtung Huffs langfristig eine gute Entscheidung gewesen sein.

Shawn Huff: der richtige Mann
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CBMC
CBMC 12. Januar 2017 um 7:38 Uhr

Vielen Dank für diesen guten Artikel. Hatte nach „Der falsche Mann“ schon ein wenig an der Kompetenz von bb.de gezweifelt, aber hier werden die Hintergründe und die Strategie der Skyliners richtig erkannt und dargelegt. Als dann noch der Artikel „ein Problem weniger“ erschien, hatte ich den Eindruck, daß Herr Faller bzgl. der Skyliners grundsätzlich mehr in negativen Assoziationen denkt, auch wenn der Artikel eigentlich positiv gemeint ist.

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