BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

Basketball ist Business

25.06.2017 || 22:42 Uhr von:
„Taylor wechselt von Bayern nach Bamberg!“ Diese Schlagzeile war vor einigen Monaten noch kaum vorstellbar. Doch sie wurde Realität. Ein Kommentar.

„Bryce Taylor wechselt vom FC Bayern Basketball zu Brose Bamberg!“ Diese Schlagzeile war vor einigen Monaten noch kaum vorstellbar. Doch sie wurde Realität. Nach vier Jahren beim FC Bayern schließt sich Taylor nun Brose Bamberg an und unterschreibt am 25.06. einen 3-Jahres-Vertrag beim amtierenden deutschen Meister.

Die breite Masse der Münchner Anhängerschaft wird den Wechsel wohl kaum nachvollziehen können. Wieso geht der Kapitän? „Solange Bayern München mich möchte, werde ich das rote Trikot tragen“, hatte Taylor doch noch im Interview Ende Februar beteuert.

Wie kann man den Kapitän, die Identifikationsfigur schlechthin gehen lassen? Fragen die wohl nur die Beteiligten selbst beantworten können.

Fakt ist, dass Taylor sich in den vergangenen vier Jahren voll mit dem FC Bayern identifiziert hat. Er war das Aushängeschild des Basketballs in München. Vorbildliches Verhalten auf und neben dem Feld waren selbstverständlich. Er war der Mann, der sich nach bitteren Niederlagen immer stellte und die Leistungen kritisch reflektierte. Kurzum: Bryce Taylor ist ein Musterprofi, eine Identifikationsfigur.

Identifikation und Treue nicht an erster Stelle

Der Wechsel zeigt aber auch eindeutig, dass Identifikation und Vereinstreue im ‚Business Profibasketball‘ nicht an erster Stelle stehen. Zu Recht. Die Profis haben zehn, im besten Fall vielleicht fünfzehn Jahre Zeit, um ihre Schäfchen bestmöglich ins Trockene zu bekommen.

#FreakCity Ich freue mich schon! 🏀@brosebamberg #brosebamberg #bamberg #easycreditbbl #euroleague #newchapter

A post shared by Bryce Taylor (@thrycebaylor) on

Zurück zum ehemaligen Bayern-Kapitän: Taylor wird im September 31 Jahre alt. Sein Vertrag beim FC Bayern ist ausgelaufen. Ergo: Taylor steht vor dem wohl letzten großen Vertrag seiner Karriere. Kann man es einem Profi übel nehmen, dass er in diesem Alter ein gut dotiertes Angebot des deutschen Meisters annimmt? Ein Deal, der ihm über drei Jahre hinweg ein gutes Einkommen sichert? Ein Deal, der ihm ermöglicht nochmals auf Euroleague-Level zu spielen? Nein.

Kann man es dem FC Bayern übel nehmen, dass er das Risiko eines langfristigen Vertrages für einen 31-jährigen vielleicht nicht eingehen konnte oder wollte? Nein. Eventuell hat man einfach andere Pläne.  „Für beide Seiten wird nun ein neues Kapitel aufgeschlagen, wie es im Sport immer wieder vorkommt“, bringt es Marko Pesic auf den Punkt.

Das Szenario Taylor-Bayern-Bamberg ist das beste Beispiel dafür, dass es die „Ich bleibe für immer hier“-Romantik im Basketball nicht gibt. Basketball ist ein Business. Wechsel, wie der von Taylor zu Bamberg oder von Anton Gavel, der vor einigen Jahren den entgegengesetzten Weg gewählt hat, sind in diesem ‚Business‘ in gewissem Maße normal.

Ob man es glauben möchte oder nicht.

Basketball ist Business
5 (100%) 11 votes
Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
theLF411
theLF411 26. Juni 2017 um 2:34 Uhr

Schade dass es dazu gekommen ist.
Der FCBB macht einen Riesen Fehler!
Aber von Seiten Taylor geb ich den ganzen Anmerkungen „Basketball-Business“, „gut dotierter Vertrag“, „Euroleague“,… vollkommen recht. Aber warum dann Bamberg?!?
Madrid,Moskau,Istanbul,Athen – alle finanzstärker, EL-Sieg-Anwärter, big Teams v Europa! Warum Bamberg….. ?

jLn
jLn 26. Juni 2017 um 15:30 Uhr

„Warum Bamberg….. ?“

Weil das das einzige EL Team gewesen sein wird, welches Interesse hatte. Und das doch auch nur, weil er demnächst einen deutschen Pass bekommt.
Für einen ausländischen Spot wäre er doch selbst für Bamberg nicht interessant gewesen. Und schon drei mal nicht für einen Vertrag über drei Jahre.

theLF411
theLF411 27. Juni 2017 um 0:34 Uhr

deutscher Pass-Regel und 3 Jahre geb ich dir vollkommen recht aber ich glaube nicht dass andere EL-Teams einen Spieler wie Bryce ablehnen würden als Rotationsspieler. Erfahren, athletisch, shooter, clutch, teamplayer und guter verteidiger. was will ein EL-Team mehr?
Naja ich bezweifle, dass er als Ausländer für Bamberg uninteressant gewesen wäre… aber durch die Passgeschichte wurde umso interessanter.Da stimme ich zu.

Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2017 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.