BASKETBALL.DE ist Partner von Sportforen.de. Ehemalige Nutzer von crossover-online.de und Nutzer von sportforen.de können sich auch auf BASKETBALL.DE mit ihren bestehenden Login-Daten anmelden.
Anmelden oder registrieren

Kein Zuckerschlecken

16.01.2016 || 21:28 Uhr von:
20160116_600x400_Quantez_Robertson_Frankfurt-Crailsheim
Die FRAPORT SKYLINERS schlagen die Crailsheim Merlins mit 88:73. Wer im Vorfeld jedoch mit einer klaren Kiste rechnete, wurde von den starken Merlins eines Besseren belehrt.

Die Rollen waren klar verteilt: Auf der einen Seite die FRAPORT SKYLINERS, die mit zwölf Siegen und fünf Niederlagen aktuell auf dem fünften Tabellenplatz stehen, sich durch ihre Heimstärke auszeichnen und nach einigen Niederlagen im frühen Dezember wieder zu ihrer Form finden. Auf der anderen Seite die Crailsheim Merlins, 14. der Tabelle, erst fünf Siege, davon keiner in der Fremde, letztes Jahr sportlicher Absteiger. Doch dieses Crailsheimer Team hat nichts mehr mit dem aus dem Vorjahr zu tun, und der Erfolg in diesem Jahr ist kein Zufallsprodukt, wie basketball.de auch in der Hinrundenanalyse festgestellt hat.

Ein ungemütlicher Abend

Es war ein ungemütlicher Abend. Draußen war es schweinekalt, drinnen wurden die Frankfurter vom aggressiven und uneigennützigen Basketball der Merlins auf Trapp gehalten. Nach einem guten Start lief plötzlich kaum mehr etwas zusammen, nach der Einwechslung der Bankspieler auf Seiten der Hessen kamen die Gäste immer besser ins Spiel und führten nach zehn Minuten mit 18:14. Offensiv suchten die Gastgeber oftmals Danilo Barthel im Post; seine Gegenspieler wussten sich dann oftmals nur mit einem Foul zu helfen. In der Defense gab Quantez Robertson den Takt an und signalisierte schon früh, dass das sein Abend werden könnte.

Auch im zweiten Viertel hielten die Crailsheimer gut dagegen. Frankfurt schaffte es zwar wieder öfters, zu eigenen Körben zu kommen, doch die Gäste aus Baden-Württemberg hatten immer wieder eine Antwort, meistens per Dreier, parat. Gerade die Frankfurter verloren in dieser Phase viel zu oft viel zu leichtsinnig den Ball und verpassten es so, eindeutig zu signalisieren, wer hier der Herr im Hause ist. Dass Jordan Callahan, der davor vier Backsteine geworfen hatte, mit dem Halbzeit-Buzzer einen Circus Shot zum 33:36 aus Sicht seiner Merlins verwandelte, passte ins Bild. Es war eben ein ganz ungemütlicher Abend.

Did you order some threes?

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten jedoch die Jungs von Gordon Herbert. Durch einen schnellen Basketball kamen die Frankfurter zu vielen leichten Punkten und bauten die Führung so schnell aus. Für Highlights sorgten Johannes Voigtmann mit einem Block am Ring gegen den schwachen Adam Chubb und Aaron Doornekamp mit einem Ankle-Breaker für Andre Calvin mit anschließendem Dreier ins Gesicht. Merlins-Coach Ingo Enskat reagierte schon nach 80 Sekunden und brachte zwei neue Big Men in die Partie. An Chubb lief die Begegnung nämlich komplett vorbei. Dessen Back-up Matt Stainbrook setzte zwar einige Würfe auf den Ring, ging aber immerhin mit der nötigen Energie zu Werke, um den Kampf gegen einen der besseren Big Men der Liga, Joe Voigtmann, zu bestehen. Stainbrook beschäftigte Voigtmann durch seine aggressive Spielweise auch phasenweise gut.

Trotzdem schafften es die Gastgeber, nun erstmals wirklich davonzuziehen. Angeführt von Tez Robertson, der allein in diesem Viertel drei Dreier verwandelte und 13 Punkte erzielte, spielten sich die Frankfurter in einen Rausch; auch Doornekamp, Voigtmann und Philip Scrubb sollten noch mindestens einen Dreier treffen. 66:53 stand es nach 30 gespielten Minuten.

Pflichtsieg eingefahren

Im letzten Viertel sollten die FRAPORT SKYLINERS dann einen gen Ende doch relativ ungefährdeten Pflichtsieg einfahren. Die Merlins gaben sich zwar nicht auf, was man anerkennen muss, allerdings zeigte sich im Laufe der Zeit doch, dass die Hessen den Gästen spielerisch klar überlegen sind. Der Endstand von 88:73 spiegelt ziemlich genau die Kräfteverhältnisse dieses Spiel wieder.

Top-Scorer waren Tez Robertson und Aaron Doornekamp mit jeweils 17 Punkten; sie verwandelten zusammen acht Dreier. Johannes Voigtmann konnte einmal mehr mit einem Double-Double von 13 Zählern und zwölf Rebounds auf sich aufmerksam machen; eine Rebound-Überlegenheit von 38:29 ist ebenso gut wie die 22 Assists, die die Blau-Weißen verteilt haben.

Auch dass Philip Scrubb sich schon nach wenigen Tagen im Trainingsbetrieb gut in die Mannschaft integriert zeigte, ist lobenswert. Im Gegensatz zu J.D. und Turk zeigte sich der Kanadier auch gar nicht hektisch, sondern ganz cool und abgeklärt und wusste mit seinem Spielverständnis (null Turnover) und seinem Dreier (2/2 3FG) zu glänzen.

Es war vielleicht nicht das beste und mitreißendste Spiel dieser BBL-Saison, aber ebenso so wenig ein schlechtes. Die FRAPORT SKYLINERS zeigten einige Highlights (von Slam Dunks, über Dreierregen, bis hin zu Ankle-Breakern war alles geboten), Scrubb lieferte einen guten ersten Eindruck, Crailsheim unterstrich seinerseits, dass sie mit diesem Team in diese Liga gehören. Und hey: Die Frankfurter haben nur einen Punkt weniger erzielt als Berlin und Braunschweig zusammen!

Jetzt mitdiskutieren Anmelden oder Registrieren
Basketball.de - Footer-Icon
entwickelt von Markenwirt, Werbeagentur Bamberg
Copyright 1998-2016 BASKETBALL.de. Alle Rechte vorbehalten. Für den Sport!

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.