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Hallo, Jallow

01.08.2016 || 15:57 Uhr von:
Karim Jallow stand bei der U20-EM zwar nur 14 Minuten im Schnitt auf dem Feld, bewies dabei aber eindrucksvoll seine Defensivstärke - jedoch auch, wie roh er offensiv noch ist.

Steals sagen kaum etwas über die Verteidigungsleistung aus. Hierzu muss man nur Karim Jallows Auftritt bei der diesjährigen U20-Europameisterschaft studieren: Vier Ballgewinne in seinen 99 Turnierminuten verbuchte der deutsche Nationalspieler pro Partie – zwang die Gegner aber zu zahlreichen Ballverlusten. In den ersten zweieinhalb Minuten des Turniers zeichnete Jallow an drei Ballverlusten Ungarns verantwortlich.

Der 1,98-Meter-Mann ist eine Pest am Ball, der an der Spitze einer Zonen- und Pressverteidigung von Henrik Rödls Truppe stand. Exzellente Fußarbeit und eine tiefe Verteidigungsposition paart der Flügelspieler des FC Bayern München mit lateraler Geschwindigkeit und einer langen Armspannweite. Sowohl im Eins-gegen-Eins als auch ballabseits bei der Deny-Defense zeigte Jallow eine sehr gute Leistung.

Dies übertrug der 19-Jährige auch auf die Pick-and-Roll-Verteidigung, blieb mitunter aber auch an den Blöcken hängen. Verbesserungswürdig gestaltet sich zudem sein Ausbox-Verhalten; sieben Defensiv-Rebounds in 99 Minuten sind für einen athletischen Flügelspieler mit diesen Anlagen eigentlich zu wenig. Apropos Athletik und Physis: Jallow war der Starter auf der Drei, sah gegen Ungarn und Litauen aber auch Minuten als Power Forward – und stand hier seinen Mannen.

An der Spitze einer 3-2-Zone lauerte Jallow oftmals auf den Fastbreak. Dieses Spekulieren auf die Transition ging teilweise aber zulasten des Ausboxens. Nichtsdestotrotz blühte Jallow auf Grund seiner Schnelligkeit und Athletik im Schnellangriff auf. Hier sowie auch nach Cuts und indirekten Blöcken vergab der Flügelspieler jedoch auch einige einfache Wurfmöglichkeiten.

Im Halbfeldangriff ist Jallow dennoch ballabseits am besten einzusetzen. Denn es fehlt dem Flügelspieler an einem verlässlichen Sprungwurf. Nur drei Distanzwürfe nahm Jallow im Turnierverlauf, wovon er keinen verwandelte. In der abgelaufenen NBBL-Saison traf Jallow in 15 Partien sieben seiner 24 Dreier.

Wählt er statt des Catch-and-Shoots das Catch-and-Drive, trifft Jallow nicht die besten Entscheidungen. Dies ist auch bei Isolationen oder Ballführeraufgaben auszumachen. Jallow muss bessere Entscheidungen treffen, wenn es darum geht, welche Bewegung er wann und wohin einzusetzen hat. Die körperlichen Anlagen mit Athletik und Physis bringt er allemal mit – es gilt, diese in Skills umzusetzen und zu verfeinern.

Play-Type-Statistiken erhoben von Manuel Baraniak

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