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Marko Pecarski: „Ich träume von der NBA!“

15.03.2017 || 09:38 Uhr von:
26,6 und 15,9 bei der U16-Europameiserschaft. Marko Pecarski gilt als größtes europäisches Talent des Jahrgangs 2000. Im Interview spricht er über seinen Wechsel, Vergleiche zu Nikola Jolic und den NBA-Traum.

Marko Pecarski kam Anfang Februar aus der Talentschmiede von Mega Leks nach München. Der Sohn des ehemaligen Euroleague-Gewinners Miroslav Pecarski gilt als größtes europäisches Talent des Jahrgangs 2000. Bei der U16-Europameisterschaft im vergangenen Sommer kam der 2,06m-Hühne auf überragende 26,6 Punkte und 15,9 Rebounds pro Spiel.

Beim FC Bayern möchte Pecarski nun den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen. Dabei könnte dem Power Forward in den Zukunftsplanungen der Münchner eine Schlüsselrolle zukommen. Da er in dieser Spielzeit als 16-Jähriger in der NBBL auflief, fällt Pecarski unter die Homegrown-Regelung und würde nach seiner Zeit als Jugendspieler keine Ausländerposition belegen.

Im Interview spricht der Serbe über die Gründe seines Wechsels, Videos von Sasa Djordjevic und den Traum von der NBA.

basketball.de: Marko, du bist vor gut sechs Wochen von Mega Leks in Serbien nach München gekommen. In Deutschland bist als noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Kannst du dich und dein Spiel kurz beschreiben?

Marko Pecarski: Ich bin ein Spieler, der sowohl unter dem Korb als auch auf der großen Forward-Position spielen kann. Als eine meiner Stärken würde ich den Wurf bezeichnen, da ich für meine Größe auch ganz ordentlich von außen treffe. Dazu kommt aufgrund meiner Größe (2,06 m; Anm. d. Red.) natürlich das Rebounding, was für meine Position naturgemäß sehr wichtig ist. Im Endeffekt glaube ich, dass ich vor allem offensiv sehr vielseitig bin.

„Ein Leben ohne Basketball kann ich mir nicht mehr vorstellen.“

Du bist erst 17 Jahre alt, aber bereits 2,06 Meter groß. Gibt es eine familiäre Veranlagung für deine Größe? Eventuell kommen ja noch ein paar Zentimeter dazu.

Ich glaube schon, dass ich noch ein Stück wachsen werde. Der ein oder andere Zentimeter mehr wäre schon noch cool. Eine familiäre Veranlagung gibt es auch: Mein Vater, der selbst über mehrere Jahre in der Euroleague gespielt hat, ist 2,10 Meter groß. Auch meine Mutter ist mit 1,80 Meter nicht die kleinste.

Du hast deinen Vater angesprochen. War er der Hauptgrund, weshalb du überhaupt zum Basketball gekommen bist?

Auf jeden Fall. Mein Vater hielt immer Basketballcamps in Serbien und da war ich quasi von Kindesbeinen an dabei. Irgendwann nimmt man sich dann als kleines Kind auch mal einen Ball und beginnt zu spielen. Das Spiel hat mir auf Anhieb so gut gefallen, dass ich mir jetzt ein Leben ohne Basketball nicht mehr vorstellen könnte. Es macht einfach unheimlich viel Spaß.

Dein Vater hat mehrere Jahre in Griechenland gespielt. Du hast dich jetzt für einen Wechsel nach Deutschland entschieden. Erkläre die Gründe, die den Ausschlag dafür gaben.

Für mich war es keine Option, nach Griechenland zu gehen. Die Entscheidung, nach Deutschland zum FC Bayern zu kommen, habe ich zusammen mit meinen Eltern getroffen. Wir glauben, dass München der beste Ort für meine weitere Entwicklung ist. Hier arbeiten großartige Persönlichkeiten aus dem europäischen Basketball wie Marko Pesic oder natürlich Sasa Djordjevic.

Dass diese auch noch meine Sprache sprechen, ist umso besser. Zudem muss ich sagen, dass sich der gesamte Klub sehr gut um mich kümmert und mir ein perfektes Umfeld bietet.

„Mein Traum ist es, in der NBA zu spielen.“

Hat Coach Djordjevic für dich als junger Spieler auch „Legendenstatus“?

Auf jeden Fall. Er kennt meinen Vater sehr gut, die beiden haben ja auch mal zusammen gespielt. Dieser Fakt hat meine Entscheidung natürlich ebenfalls beeinflusst. Leider habe ich Djordjevic als aktiven Spieler nicht selbst wahrgenommen. Dazu war ich noch zu jung. Videos habe ich mir aber zuhauf angeschaut.

Wie lange möchtest du in München bleiben und welche Ziele hast du dir für diese Zeit gesteckt?

Ich schaue grundsätzlich nicht so weit in die Zukunft, aber mein Vertrag hat vorerst keine zeitliche Begrenzung. Ich möchte mich aus persönlicher Sicht in maximaler Weise verbessern und so meinen Teil zum Erfolg des Teams beitragen. Darauf liegt aktuell mein Fokus.

Marko Pecarski

Bist du derzeit als Vollprofi unterwegs oder musst du noch zur Schule?

Ich gehe noch in Serbien zur Schule, muss dort aber nur noch für kürzere Zeiträume hin und einige Prüfungen ablegen. Hier in München dreht sich mein Leben nur um Basketball. Es ist eine große Umstellung, sich auf den professionellen Trainings- und Spielbetrieb einzustellen. Da bleibt kaum Zeit für andere Dinge.

Du giltst als eines der größten Talente in Europa. Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Wie gesagt, beschäftige ich mich nicht zu sehr mit der Zukunft. Aber es ist ein Traum von mir, in der NBA zu spielen. Ein Vorbild diesbezüglich ist mein Landsmann Nikola Jokic, der bei den Denver Nuggets derzeit groß aufspielt. Ich versuche, mir Sachen von ihm abzuschauen und ein bisschen so zu spielen wie er. Klar, man kann uns noch nicht vergleichen, weil er ein gestandener NBA-Spieler ist und ich erst 17 Jahre alt bin. Dennoch ist er ein großes Vorbild und ich hoffe, Ähnliches wie er zu erreichen.

Danke und viel Erfolg für die Zukunft.

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