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Lieber Ingo Freyer…

28.03.2017 || 12:19 Uhr von:
In "MfG Simon" greift Simon Linder jeden Dienstag ein Thema des deutschen Basketballs auf und schreibt einen Brief – heute an Ingo Freyer.

Lieber Ingo Freyer,

herzlichen Glückwunsch zum neuen Vertrag! Nach Hagens Pleite Ende letzten Jahres war schnell klargeworden, dass du nicht bei Phoenix bleiben würdest. Seitdem warst du ohne Job – und wirst nun im Sommer den von Denis Wucherer übernehmen, der nach dieser Spielzeit sein Engagement bei den GIESSEN 46ers beendet.

Vielleicht ist es eine clevere Entscheidung von Wucherer, den Verein zu verlassen. Denn auch wenn es ihm auf jeden Fall zuzutrauen ist: Es wäre auch für Wucherer nicht einfach gewesen, Gießen noch ein weiteres Jahr auf diesem unfassbar hohen Level zu halten. Durch seinen jetzigen Abgang sichert Wucherer sein Vermächtnis in Mittelhessen – und wird wegen seines Erfolgs in Zukunft vor allem für BBL-Klubs aus dem oberen Tabellendrittel eine Option sein. Mein Tipp: Spätestens im Sommer 2018 wird Wucherer Coach von ALBA BERLIN.

Kein einfacher Start

Wucherers Erfolg und seine Beliebtheit werden dir den Start in Gießen nicht einfach machen. Und auch für Geschäftsführer Heiko Schelberg war es ein Risiko, Wucherer ziehen zu lassen und dich zu verpflichten. Denn solltest du zu Beginn der kommenden Saison mit deinem neuen Team zunächst ein paar Spiele verlieren, wird das Umfeld schnell fragen: Warum habt ihr einen neuen Coach geholt, wenn der alte Erfolgstrainer zumindest noch ein Jahr geblieben wäre?

Das ist allerdings Zukunftsmusik, höchst spekulativ und im Falle des Falles wird diese Frage auch nicht an dich gerichtet, sondern an die Geschäftsführung des Vereins. Viel interessanter ist jetzt: Wie sah das Anforderungsprofil für den neuen Coach bei den Überlegungen der Gießener Verantwortlichen aus, warum haben sie sich für dich entschieden?

Das Gießener Anforderungsprofil

Man kann es aus den Aussagen Schelbergs herauslesen: Der neue Coach sollte erstens BBL-Erfahrung haben, zweitens schon bei einem Klub mit niedrigem Etat gearbeitet haben. Drittens sollte er dort seine Ziele immer erreicht haben, viertens sollte er einen prägenden Spielstil vertreten und fünftens junge deutsche Spieler entwickelt und in seine Teams integriert haben.

All das kannst du vorweisen. Und die meisten dieser Punkte hast du nicht nur abgehakt, sondern übererfüllt: Nach dem Aufstieg 2009 konntest du den Low-Budget-Klub Hagen in der BBL halten, einmal hast du dein Team sogar in die Playoffs geführt. Und dein Tempobasketball gibt dem Team ein klares Profil. Deshalb kann ich sagen: Mir ist nicht bange um Gießen. Viel Erfolg, Ingo Freyer!

MfG Simon


In „MfG Simon“ greift basketball.de-Redakteur Simon Linder jeden Dienstag ein Thema des deutschen Basketballs auf – und schreibt einen Brief. Über Lob, Kritik und Kommentare freut er sich – wenn Ihr ihn kontaktieren wollt, geht das am besten über Twitter (@SimonLinder). Wenn Ihr lieber eine Mail schreiben möchtet, erreicht Ihr ihn unter simon.linder(at)basketball.de.

Lieber Ingo Freyer…
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