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Für Drei! – Spezial zur Pokal-Qualifikation

20.01.2017 || 10:43 Uhr von: , , , ,
Für Drei
Drei Spiele - unsere Experten - ein Ziel: das easyCredit TOP FOUR in Berlin! An diesem Wochenende stehen die Viertelfinals an. Wir blicken auf die Spiele und wagen eine Prognose.

medi bayreuth – Brose Bamberg

Timo Bergmann: Bayreuth bekommt nach der bitteren Niederlage nach Weihnachten unerwartet die Chance auf Revanche. Die Burschen von Raoul Korner werden dementsprechend hochmotiviert in das Spiel gehen. Die Rotation wurde mit David Gonzalvez erweitert und somit die letzte Kontingentstelle besetzt. Bamberg hat auf den kleinen Positionen ebenfalls noch einmal nachverpflichtet. Den All-Star-Break werden beide Trainer zur weiteren Integration genutzt haben.

[Bambergs Neuer Jerel McNeal im Interview]

Die Chancen für Bayreuth einzuschätzen, ist sehr schwierig. Ist die Niederlage in Braunschweig nur ein Ausrutscher oder ein Fingerzeig für die Rückrunde? Ein Vorteil für Bayreuth ist sicherlich wieder die längere Vorbereitungszeit. Bamberg hatte noch unter der Woche ein sehr schweres Spiel gegen die Übermannschaft von CSKA Moskau. Außerdem ist das Spiel in der Hauptstadt Oberfrankens, zu dem mit Sicherheit aber auch die Fans aus Freak City zahlreich anreisen werden.

Für medi bayreuth heißt es „jetzt oder nie“. Bamberg wird vielleicht seinen Fokus etwas auf die Euroleague legen, wo man noch um die Playoffs kämpft und nicht die gewohnte Energie aufs Parkett bringen. Bayreuth hat lediglich seinen normalen Ligabetrieb, kann ausgeruht in das Derby gehen und mit voller Energie in das Spiel starten. Die Favoritenrolle bleibt allerdings deutlich bei Brose Bamberg, das bereits mehrfach in dieser Saison zeigen konnte, dass es zurecht den Ruf einer Spitzenmannschaft hat.

Simon Walter: Ich erinnere mich noch gut daran, wie Timo und ich vor der Saison bei einem Vorbereitungsturnier in Bayreuth beide Teams zum ersten Mal genauer unter die Lupe nehmen konnten. Wir waren beide damals schon sehr angetan vom Kader und der Spielweise der Bayreuther, die bisher definitiv alle Erwartungen übertroffen haben. Auch das denkwürdige Hinspiel zwischen beiden Mannschaften zeigte die Qualität, welche die Truppe von Raoul Korner in dieser Saison besitzt. Es gibt nur noch wenige BBL-Teams, die es schaffen, Brose Bamberg an den Rand einer Niederlage zu bringen.

Dennoch denke ich, dass sich Brose Bamberg auch im zweiten Duell der Saison durchsetzen und damit ins TOP FOUR einziehen wird. Nach den Strapazen der letzten Wochen bot der All-Star-Break endlich die Möglichkeit, sich sowohl körperlich als auch mental zu regenerieren. Wenn man bedenkt, dass die Vorbereitung gegen die Gegner der Bundesliga in dieser Saison quasi die ersten Viertel der jeweiligen Partien sind, so kennt die Mannschaft von Andrea Trinchieri nun bereits die Systeme und Spielweise von medi bayreuth.

[Korners Playbook: Bayreuth in der Analyse]

Auch auf dem Papier ist Bamberg Favorit. Individuelle Klasse, die Tiefe des Kaders und die Erfahrung sprechen klar für Brose Bamberg. Zudem sehe ich es als möglichen Vorteil, dass man nach der etwas längeren Pause gegen CSKA Moskau bereits wieder in einen Spielrhythmus kommen konnte.

FC Bayern Basketball – Telekom Baskets Bonn

Robert Heusel: Der FC Bayern Basketball bekommt die Chance zur Revanche. Klar, das Pokal-Viertelfinale kann die 95:83-Pleite im Telekom Dome nicht rückgängig machen, aber ein zweites Mal werden sich die Mannen sicher nicht die Blöße geben wollen. Sicher ist auch, dass die Bayern als klarer Favorit in das Viertelfinale gegen die Magentafarbenen gehen. Nicht nur der Heimvorteil, sondern auch die Entwicklung der letzten Wochen sprechen für den FC Bayern.

Der Erfolg in Ulm und der deutliche Sieg gegen Eurocup-Mitfavorit Khimki Moskau waren ein Statement. „Das ist FC Bayern-Basketball“, lobte Coach Sasa Djordjevic sein Team, nachdem er es wenige Wochen davor noch scharf kritisiert hatte. Die Schelte am zweiten Weihnachtstag scheint also Wirkung gezeigt zu haben. Vor allem die Abstimmung zwischen Nick Johnson und Devin Booker wird immer besser. Dieses starke Duo, die Tiefe im Kader und der Trend der letzten Wochen sprechen klar für den FCBB. +19, Bayern zieht ungefährdet ins TOP FOUR ein.

Lukas Feldhaus: Von allen Teams, die aktuell in der easyCredit BBL Playoff-Plätze belegen, sind die Telekom Baskets das mit den meisten Gegenpunkten (82,2 pro Spiel). Die Bayern hingegen kassieren nach Bamberg die wenigsten (72,2). Im Hinspiel hat Bonn wie so oft in dieser Spielzeit gezeigt, dass Ryan Thompson, Josh Mayo und Co. vor allem vor heimischer Kulisse brandgefährlich für jeden Gegner sind. Auswärts jedoch gewannen die Baskets nur drei von neun Partien.

Kurzum: Bonn schafft es selten, ein Spiel über die Defensive zu gewinnen. Will der Tabellensiebte eine Chance haben, muss er fast über die kompletten 40 Minuten einen geradezu magischen Offensivrhythmus haben. Die Bayern verteidigen den Fastbreak besser als mindestens 16 andere Teams in der Liga und werden Bonn im Normalfall kaum eine Chance lassen. Ich gehe mit Roberts Prognose: Bayern +20.

MHP RIESEN Ludwigsburg – ratiopharm ulm

Patrick Metze: Wieder Pokal-Quali, wieder ein Heimspiel. Soweit zum Positiven aus Ludwigsburger Sicht. Doch während letztes Jahr mit den Bambergern der (damalige) Ligaprimus seine Visitenkarte in der MHP Arena abgab, ist dieses Jahr der im nationalen Wettbewerb noch ungeschlagene Spitzenreiter und Lokalrivale aus Ulm zu Gast.

Auch wenn die Donauschwaben zuletzt mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatten und drei Spiele im Eurocup verloren, zeigten die Mannen von Thorsten Leibenath in der Liga, dass sie keineswegs zu unterschätzen sind. Mit 118 Punkten schossen sie Science City Jena aus der ratiopharm Arena.

Doch auch bei den Ludwigsburgern geriet zuletzt etwas Sand ins Getriebe. Nach einer unnötigen Niederlage gegen Jena folgten weitere „L“s gegen München, bei AEK Athen und zuletzt gegen Dinamo Sassari.

Wer bei den Ulmern am Wochenende spielt, ist noch nicht klar. Das Motto aus Ludwigsburger Sicht muss unabhängig davon heißen: wenn nicht jetzt, wann dann? Derby zur Pokalqualifikation zu Hause und der Gegner mit Verletzungssorgen. Ein lange Zeit offenes Spiel wird die Mannschaft von John Patrick im letzten Viertel für sich entscheiden: +7 MHP RIESEN.

Pokal Halbfinale

Lukas Feldhaus: Mit einem wahren Offensivspektakel schossen die Ulmer den Derby-Rivalen Ende Oktober 97:80 aus der eigenen Halle. Damals hatten die MHP RIESEN buchstäblich riesige Probleme, das Pick-and-Roll mit Tim Ohlbrecht zu verteidigen. Dass sie auch Schwierigkeiten mit dem Ulmer Umschaltspiel hatten, muss an dieser Stelle eigentlich nicht extra erwähnt werden, weil das selbst international auf fast alle Gegner der Mannschaft von Thorsten Leibenath zutrifft. Selbst Trainer- und Spieler-Legende Dusko Ivanovic adelte Ulms Schnellangriffe: „Ich denke, sie sind eines der besten Transition-Teams in Europa.“

Patrick hat es allerdings schon erwähnt: Die Vorzeichen haben sich bei beiden Mannschaften radikal verändert. So fehlen Ulm inzwischen mit Tim Ohlbrecht und womöglich weiterhin Per Günther zwei Spieler, die Ludwigsburg mit 17 bzw. 21 Punkten die größten Sorgen bereiteten. Die RIESEN ihrerseits waren im Liga-Hinspiel auf der Spielmacher-Position noch nicht optimal besetzt. Nun sollte das Team von Headcoach John Patrick zumindest auf der Eins in Person von Cliff Hammonds ebenbürtig besetzt sein. Alleine aufgrund dieser personellen Veränderungen sehe ich Chancen auf einen Sieg für Ludwigsburg.

Ulm zieht inzwischen ohne Ohlbrecht und ohne Günther kein ganz anderes Spiel auf, sucht allerdings nun noch mehr die Mismatches auf den nun geschrumpften großen Positionen. Raymar Morgan dominiert die gegnerische Zone Spiel für Spiel und wird auch im Pokal an seine herausragende Saison anknüpfen, sofern er nicht zu früh in Foultrouble gerät. Jack Cooley war im Hinspiel eine Angriffsfläche für das Ulmer Pick-and-Roll. Jetzt wird der technisch versierte, aber recht hüftsteife Center zur Angriffsfläche von Ray Morgan und Augustine Rubit.

Weil ich den Tabellenführer trotz der Ausfälle gefestigter und ich Vorteile auf den großen Positionen sehe, tippe ich auf ein +5 für Ulm.


Die Spiele werden wie alle anderen easyCredit BBL-Partien von Telekom Basketball übertragen. Alle TV-Übertragungen findet ihr in unserer TV- und Stream-Übersicht.

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