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FRAPORT SKYLINERS: Feuer frei für Jacob Burtschi

28.03.2015 || 09:54 Uhr von:
Basketball BL, FRAPORT SKYLINERS - EISBƒREN BREMERHAVEN
Es gibt Tage, an denen sich der Durchmesser des Rings gefühlt verdoppelt und Würfe wie an einer Schnur gezogen durchs Netz jagen. 36 Punkte, darunter zehn (!) von 14 Dreipunktewürfen, markierte am Freitagabend Jacob B...

Es gibt Tage, an denen sich der Durchmesser des Rings gefühlt verdoppelt und Würfe wie an einer Schnur gezogen durchs Netz jagen. 36 Punkte, darunter zehn (!) von 14 Dreipunktewürfen, markierte am Freitagabend Jacob Burtschi von den FRAPORT SKYLNERS. Er warf sein Team quasi im Alleingang zum 88:79-Heimerfolg gegen die Eisbären aus Bremerhaven und hält die Frankfurter somit weiter im Playoff-Rennen. Doch Burtschis Sahnetag brachte nicht alleine die Spielentscheidung. Hier kommen die fünf Keyfacts des Spiels.


1) Burtschi schießt die Lichter aus

Es wäre verfehlt Burtschis Wurfleistung an diesem Abend nicht an die Nr.1 zu setzen. Nach nicht einmal sechs gespielten Minuten netzte der Dreißigjährige bereits vier Mal von jenseits der Dreierlinie ein. Zur Halbzeit verbuchte er schon sechs aus sieben. Doch das sollte es noch nicht gewesen sein. Feuer frei hieß es auch nach der Pause für Burtschi. Er legte im dritten Viertel nochmal vier erfolgreiche Würfe von „Downtown“ nach.

„Einfach krass, was Jacob [Burtschi, Anm. d. Red.] heute getroffen hat und wie wir das Spiel gewonnen haben.“ – Danilo Barthel, FRAPORT SKYLINERS

Ein unglaubliches Händchen, das einige Journalisten im Presseblock nervös nach dem aktuellen BBL-Rekord von erfolgreichen Dreipunktewürfen in einem Spiel recherchieren ließ. Doch dieser hielt bestand, denn 1998 verwandelte der Ex-Bonner Hurl Beechum zwölf Dreier in einer Partie − für Burtschi reichten seine zehn Dreier und 36 Zähler aber immerhin für einen persönlichen Karrierebestwert und das wohl breiteste Siegergrinsen weit und breit.

„Das ist mit Abstand die höchste Punkteausbeute, die ich als College- bzw. Profispieler erzielt habe. Aber sag´ jetzt bitte nicht, dass mir eine rosige Zukunft blüht.“ – Jacob Burtschi, FRAPORT SKYLINERS

2) Cobbs und Robertson beweisen Führungskompetenz

Die Führungsriege um Justin Cobbs und Quantez Robertson kam anfänglich nur stockend ins Spiel. Bremerhaven musste im vierten Viertel erst in Führung gehen, als Cobbs und Robertson das Heft in die Hand nahmen und die Führung zurückerkämpften. Robertson blieb bis 2:45 Minuten vor Ende des Spiels ohne erfolgreichen Feldwurf, bis er einen ganz wichtigen Dreier zum 79:77-Führungswechsel versenkte. Genau das zeichnet Führungsspieler aus: In entscheidenden Phasen Verantwortung übernehmen! Nebenbei kamen Cobbs, der es in diesem Spiel viel besser verstand, sein Team ins Spiel zu integrieren, auf sieben und Robertson sogar auf starke acht Assists.

3) Danilo Barthel is back!

Unter frenetischem Begrüßungsapplaus stand Danilo Barthel das erste Mal seit seiner Fußverletzung wieder im Aufgebot der SKYLINERS. Er hätte sicher mehr als rund neun Minuten Spielzeit erhalten, wenn sich Burtschi nicht in einen derartigen Rausch gespielt hätte. Auf dem Parkett hat man ihm die fehlende Spielpraxis natürlich angemerkt, dies war aber zu erwarten gewesen. Gut tut seine Anwesenheit allemal, denn er gibt dem Kader eine neue Tiefe auf der Vier zurück, die sich spätestens in den Playoffs auszahlen würde.

„Es ist natürlich schwierig nach zwei Monaten Pause wieder ins Spiel zu finden, aber es war auf jeden Fall schön, wieder dabei zu sein und ich hoffe, dass es bei mir wieder schnell aufwärts geht.“ – Danilo Barthel, FRAPORT SKYLINERS

4) Ein Rookie mit Licht und Schatten

Sean Armand − er ist einer der Spieler, die immer zuerst nach ihrem eigenen Wurf gucken und sofort abdrücken. Klar, das muss er so machen als Shooter, würde man jetzt sagen. Aber auch noch dann, wenn seine Mitspieler deutlich besser postiert sind? Hin und wieder täte es seinem Spiel sicher gut, wenn er anstatt der wilden Würfe, den Pass spielen würde. Denn er hat schon oft genug bewiesen, dass er ein hervorragender Vorlagengeber sein kann. Stattdessen suchte er gegen die Eisbären ein ums andere Mal den Abschluss weit hinter der Dreierlinie und ins Gesicht seines Gegenspielers. Das ist einfach eine schlechte Wurfauswahl, welche mitunter für den Bruch im Spielfluss der SKYLINERS ab Mitte des dritten Viertels verantwortlich war. Und diese erst die Aufholjagd der Eisbären ermöglichte. Da stellt man sich automatisch die Frage, ob sich Armand in der Rolle als sechster Mann noch wohl fühlt?

5) 18-Punkte-Führung verspielt

Beinahe ging´s noch in die Hose. Die SKYLINERS verspielten eine überaus komfortable 18-Punkte-Führung und strapazierten erneut die Nerven der Frankfurter Fans. Glücklicherweise verstopfte sich der sonst sehr stark spielende Myles Hesson beim Dunking in der spielentscheidenden Phase, während Mike Morrison im Gegenzug zeigte, wie man es richtig macht. Dazu trumpften auf einmal Cobbs und Robertson auf und ließen gegen die Eisbären nichts mehr anbrennen. Doch eins steht fest: Eine 18-Punkte-Führung herzuschenken darf einfach nicht passieren. Nicht einem Playoff-Anwärter.

„Wir haben phasenweise gut gespielt, aber zuerst mit 18 Punkten zu führen und die Führung dann wieder abzugeben, das darf uns nicht passieren. Gegen Bremerhaven ist es noch mal gut gegangen, aber Ludwigsburg, München und die kommenden Gegner bestrafen uns, wenn wir sie so wieder herankommen lassen.“ – Jacob Burtschi, FRAPORT SKYLINERS

Nichts desto trotz hatte man durch den überragenden Jacob Burtschi und die sonst solide Leistung der SKYLINERS nur selten das Gefühl, dass Bremerhaven tatsächlich ein Überraschungscoup in Frankfurt gelingen könnte. Vor dem nächsten Spiel gegen Ludwigsburg am Ostermontag bleibt aber erstmal Zeit zum Reflektieren und Entspannen. Die SKYLINERS fliegen ins Trainingslager nach Mallorca.

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28. März 2015 um 13:54 Uhr

Burtschi – einfach ein wahnsinns Typ! Ich habe das Gefühl, dass die fast einjährige Pause ihm richtig gut getan hat, er wirkt stärker als noch in der letzten Saison!
Hoffentlich laufen die letzten Spiele noch genauso gut für die Frankfurter Jungs, damit der Playoff Platz gesichert wird! 🙂

tkobe124
tkobe124 28. März 2015 um 15:04 Uhr

Schön auch zu hören, dass Barthel zurück ist. 🙂 War vor seiner Verletzung richtig gut in Form und wird dem Team definitiv noch mehr Tiefe geben. Gerade im Hinblick auf die möglichen Playoffs und das EuroChallenge Final Four. Genug Zeit um seinen Rhythmus zu finden hat er ja noch.

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