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SKYLINERS auf Playoff-Kurs

28.12.2014 || 12:39 Uhr von:
Basketball BL, FRAPORT SKYLINERS - BG GOETTINGEN
In einem hochspannenden Spiel am vergangenen Samstagabend konnten sich die Fraport SKYLINERS gegen unangenehm kämpferische Göttinger erst in den letzten Sekunden mit 74:70 behaupten und wettbewerbsübergreifend den ach...

In einem hochspannenden Spiel am vergangenen Samstagabend konnten sich die Fraport SKYLINERS gegen unangenehm kämpferische Göttinger erst in den letzten Sekunden mit 74:70 behaupten und wettbewerbsübergreifend den achten Heimsieg in Folge einfahren. Damit klettern die Frankfurter auf den zehnten Tabellenplatz und schnuppern bereits an den Playoff-Rängen.


Der Druck, der vor dem Spiel gegen Göttingen auf den Schultern der SKYLINERS lastete, muss groß gewesen sein. Größer als beim Spiel gegen Berlin, wo die Frankfurter befreit aufspielen konnten, schließlich hatte man beim Tabellenführer ja nichts zu verlieren. Gegen Göttingen sah das schon anders aus. Ein direkter Playoff-Konkurrent und Bayern München-Bezwinger machte sich auf den verschneiten Weg in die Fraport Arena. Mit 5:2 Siegen aus den letzten sieben Spielen unterstrichen die Gäste zudem ihre zuletzt aufsteigende Form. Dieselbe Bilanz und eine positive Formkurve seit der Verpflichtung von Point Guard Justin Cobbs hatten allerdings auch die Frankfurter vorzuweisen. Die Vorzeichen deuteten also auf eine Partie auf Augenhöhe mit sehr interessanten Match-Ups wie Rookie Justin Cobbs gegen Veteran Khalid El-Amin oder Danilo Barthel gegen Raymar Morgan.

Voigtmann und Barthel überzeugen

In der ersten Hälfte war es vor allen Dingen Göttingens Power Forward Raymar Morgan, der die Frankfurter Inside-Defense auf Herz und Nieren testete und oft nur durch Fouls zu stoppen war. Elf Punkte gelangen ihm nach zwei Vierteln, neunmal ging er da schon an die Linie. Aber auch Alex Rouff deutete mit neun Punkten zur Halbzeit bereits an, dass er einen guten Tag erwischt hatte. Blass hingegen blieb Khalid El-Amin, der später verletzt von der Gästebank dem Geschehen auf dem Feld zusehen musste. Auf Frankfurter Seite stach insbesondere Danilo Barthel hervor, der stark am Brett agierte und darüber hinaus zur Pause bereits zehn Punkte auf seinem Konto hatte. Diese waren meist die Folge des wieder einmal glänzenden Zusammenspiels mit Joe Voigtmann, dem insgesamt fünf Assists gelangen – ein herausragender Wert für einen Center. Gerade das erfolgreiche Inside-Spiel war wichtig für die SKYLINERS, denn von außen blieb Frankfurt kalt (2/10 3PM/A). Nur drei Turnover zur Pause stimmten dennoch positiv für die zweite Halbzeit. Beim Stand von 40:35 wechselten die Seiten.

„Zone“ gegen schwache Dreierquote

Dass die SKYLINERS wenig Wurfglück von außen hatten, versuchte sich Göttingens Coach Johan Roijakkers zu Beginn der zweiten Hälfte mit einer Zonen-Verteidigung zu Nutze zu machen. Und in der Tat schien die Offensive der SKYLINERS ins Wanken zu geraten. Obwohl der Ball gut gegen die Zone „geswingt“ wurde, ließen die Göttinger nur selten offene Würfe zu. Zum Ende des dritten Viertels war es dann der bis dahin glücklose Ex-SKYLINER Dominik Bahiense de Mello, der zunächst durch einen schwierigen Layup und kurz darauf mit einem Dreier einen 8:0-Lauf seines Teams einleitete. Zu diesem Zeitpunkt wechselte auch erstmals seit den ersten Spielminuten die Führung zu Gunsten der Gäste. Göttingen war zurück im Spiel. Die SKYLINERS ließen sich allerdings nicht lumpen, kontrollierten Raymar Morgan immer besser und erhöhten die Intensität in der Defense – alleine Joe Voigtmann gelangen im vierten Viertel drei ansehnliche Blocks (insgesamt hatte er einen Karrierebestwert von vier geblockten Würfen). Doch die kämpferischen Göttinger ließen sich nicht abschütteln und glichen eine Minute vor Schluss durch Alex Rouff per Dreier zum 69:69 nochmal aus.

Justin Cobbs ist da, wenn man ihn braucht

Es ging also in die Phase, die jeder Basketballer liebt – die Crunchtime. Und wer hätte es gedacht, es waren die beiden Rookies Sean Armand und Justin Cobbs, die mit einem ganz wichtigen Dreier und And1 die Zügel in dieser spielentscheidenden Phase in die Hand nahmen und für eine kleine Vorentscheidung sorgten. Gerade Justin Cobbs, der das ganze Spiel über unscheinbar blieb, untermauerte mit diesen wichtigen Punkten wie wichtig er für das Team und dessen Entwicklung seit seiner Verpflichtung ist. Mit einer Dreipunkteführung der SKYLINERS ging Göttingens Dominik Spohr 1,5 Sekunden vor Schluss nach einem Foul an die Linie. Der zweite, absichtlich daneben geworfene, Freiwurf landete in den Händen von Danilo Barthel, der als Matchwinner mit 17 Punkte und elf Rebounds ein eindrucksvolles Double-Double auflegte und den Frankfurter 74:70-Sieg besiegelte.

„Wir wussten, dass sie den zweiten Freiwurf daneben werfen werden. Alles ging darum, diesen Rebound zu bekommen.“ – Danilo Barthel

Zu Gute kam den SKYLINERS zudem, dass Khalid El-Amin im vierten Viertel verletzungsbedingt fehlte und in der Crunchtime nicht mehr ins Spiel eingreifen konnte. Der 35-Jährige ist ein Spieler, der dem Spiel mit seiner Erfahrung eine entscheidende Wendung hätte geben können.

„Khalid El-Amin is playing at a high level. He´s a very experienced guy, been around a long time and played in the NBA. So it was an honor to play against him and I feel very happy with the win.“ – Justin Cobbs

„Vor zwei Monaten hätten wir ein solches Spiel nicht gewonnen“

Gordon Herbert zeigte sich nach dem Spiel erleichtert über den Sieg. Zwar sei seine Mannschaft gegen kämpferische Göttinger nie wirklich in den Rhythmus gekommen, am Ende habe man aber trotzdem „irgendwie einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen“. Dass Herbert mit der Entwicklung seines Teams in den letzten Wochen zufrieden ist, unterstrich er auch mit der Aussage, dass man „vor zwei Monaten ein solches Spiel nicht gewonnen hätte“.

Am Ende waren die beiden Big Plays von Justin Cobbs und Sean Armand sowie der wichtige Rebound von Danilo Barthel 1,5 Sekunden vor Schluss die entscheidenden Szenen, die den Frankfurtern mit dem Sieg gegenüber kämpferische Göttinger ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk bescherten. Vorausblickend gilt es nun, den Schwung am Dienstag mit zum Auswärtsspiel nach Ludwigsburg zu nehmen sowie am kommenden Sonntag zu Hause gegen Crailsheim zu bestehen. Angesichts der Tabellensituation von Ludwigsburg (16.) und Crailsheim (18.) und des angestrebten Ziels, die Playoffs erreichen zu wollen, sind das mitunter zwei Pflichtsiege für die SKYLINERS.

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