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Blau ist das neue Weiß

18.02.2016 || 00:08 Uhr von:
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Auch der Auftakt in die K.O.-Runde ändert nichts: die FRAPORT SKYLINERS bleiben das einzige ungeschlagene Team in den europäischen Wettbewerben. Das erfuhr auch Larnaka.

Blaue Trikots, doch eine weiße Weste. Die FRAPORT SKYLINERS bauten ihre Bilanz im FIBA Europe Cup auf 13-0 aus, um die einzige ungeschlagene Mannschaft innerhalb der drei europäischen Wettbewerbe zu bleiben. Mit 83:60 schlugen die Frankfurter zum Auftakt der K.O.-Runde Petrolina AEK Larnaka. Das Achtelfinale wird im „Best of three“-Modus ausgetragen; mit einem Sieg in der nächsten Woche auf Zypern werden die Hessen somit den Einzug in das Viertelfinale feiern können.

Vor der Partie hatte Frankfurts Coach Gordon Herbert noch verlautet, die Gäste erinnern ihn ein wenig an ein BBL-Team. Doch die Dominanz, die die SKYLINERS an den Abend legten, findet man vor allem im FIBA Europe Cup vor – jenen Wettbewerb, deren Gewinn die Hessen ganz klar als Ziel ausgegeben haben.

Den etwas stotternden Auftakt in der Offensive und ein 7:0-Lauf Larnakas im dritten Viertel ausgenommen, bestimmten die Skyliners in eigener Halle das Geschehen nach Belieben. Wie so oft legten die Frankfurter den Grundstein in der Defensive.

Zum einen machten sie schon früh im Spielaufbau der Zyprioten viel Druck. „Sie haben viel Eins-gegen-Eins gespielt, wir haben sehr gut verteidigt und viele Steals geholt“, stellte Johannes Voigtmann gegenüber basketball.de die Weisheit „defense leads to offense“ heraus. „Und dann haben wir einfach das Personal, schnell zu spielen.“

Allein im ersten Viertel verzeichneten die Hausherren fünf Ballgewinne; ein 9:0-Lauf brachte sie auf Kurs und Richtung zweistelliger Führung. Am Ende standen elf Steals (vier durch Mike Morrison, drei durch Quantez Robterson) für die Skyliners im Stastitikbogen.

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Zum anderen kontrollierten die Frankfurter das eigene Brett. 87 Prozent der Bälle nach Fehlwürfen Larnakas sicherten sich die Skyliners. Sonst für eine geringe Pace bekannt (kein BBL-Team weist weniger Possessions pro Spiel auf), drückten die Frankfurter nach gesichertem Defensiv-Rebound aufs Tempo und überraschten die Gäste immer wieder. Das schönste Beispiel dieses schnellen Umschaltens folgte im vierten Viertel, als Voigtmann den weiten Outlet-Pass in der Luft fing und dort per Querpass den Ball weiter auf Quantez Robertson leitete, der die Korbanlage testete.

Voigtmann hatte es derweil mit Primoz Brezec zu tun, einem 2,16 Meter großen, aber noch erfahreneren Center, der auf über 300 NBA-Spiele und eine renommierte slowenische Nationalmannschaftskarriere zurückblicken kann. Doch an dieses Duell habe Voigtmann „gar nicht so sehr gedacht. Ich hatte zwei frühe Fouls – das war ärgerlich. Aber danach war alles gut.“

Gut, weil Voigtmann sowohl defensiv einen guten Job gegen Prezec machte und diesen immer wieder im Post frontete. Als auch, weil er ihn offensiv aus der Zone zog und die Skyliners generell versuchten, ihn in der Verteidigung auf Trab zu halten. Nach sechs Punkten in der ersten Halbzeit erzielte Brezec nach der Pause nur noch zwei weitere Zähler.

„Man muss ihn in erster Linie daran hindern, den Ball in Korbnähe zu bekommen“, erklärte Mike Morrison gegenüber basketball.de das Erfolgsmittel gegen Brezec. „Und wenn er doch an den Ball kommt, dann muss man ihn doppeln.“

Morrison nutzte derweil die Chance von Voigtmanns Fouls, früher und mehr ins Spielgeschehen einzugreifen, rackerte in der Zone und traf sieben seiner acht Feldwürfe für 17 Punkte.

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Damit blieb Morrison zwei Zähler unter dem Bestwert von Aaron Doornekamp. Mit 19 Punkten, sechs Rebounds, vier Assists und fünf von sechs verwandelten Dreiern zeigte der Forward, dass er als Go-to-Guy auftreten kann, wenn er gebraucht wird. Allein im zweiten Spielabschnitt netzte Doornekamp drei Dreier ein, um die Führung der Skyliners zur Halbzeit auf 20 Punkte Differenz zu schrauben.

Am Ende war es mit 23 Zählern Vorsprung durchaus ein Blowout; die Frankfurter ziehen im FIBA Europe Cup weiter ihre Kreise. Dementsprechend hoch ist das Selbstvertrauen. „Ja, das ist hoch“, machte Voigtmann deutlich. „Aber es ist auch wichtig, dass es hoch ist, weil wir wichtige Spiele vor uns haben: das Pokal-Final-Four, das Rückspiel [im FIBA Europe Cup], und dann geht es um den Einzug in das Final Four.“

Bei einem so voll gepackten Programm mit verschiedenen Wettbewerben und Modi durcheinander kommen? Nicht so die Frankfurter, die Schritt für Schritt denken und von Spiel zu Spiel gehen.

„Nicht einmal haben wir in dieser Woche bisher über das Top Four gesprochen, weil wir uns auf dieses Spiel fokussiert haben“, erklärte Morrison die Vorbereitung von Coach Herbert. „Ab morgen ist dann alles auf das nächste Spiel gegen Berlin gerichtet.“

Und mit welchem Mindset reisen die Skyliners nach München, Joe Voigtmann? „Gewinnen. Das ist alles.“ Gewinnen – das, was die Skyliners in dieser Saison immer und immer wieder tun. Bis das blaue Trikot zur weißen Weste mutiert.

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