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Bayern versagen die Nerven

22.03.2016 || 21:51 Uhr von:
Das Abenteuer Eurocup ist für den FC Bayern nach dem Viertelfinale beendet. Den Münchnern versagten bei Galatasaray Istanbul trotz eines Zehn-Punkte-Polsters die Nerven.

„Wir müssen von Anfang an hellwach sein“, lautete der Tenor der Akteure des FC Bayern Basketball vor dem Viertelfinal-Rückspiel im Eurocup bei Galatasaray Istanbul. Auf dem 10-Punkte-Polster aus dem Hinspiel dürfe man sich in keinem Fall ausruhen. Dieser Marschroute kam das Team in der ersten Halbzeit allerdings kaum nach. Die Spieler wirkten nervös, fanden in der Offensive keinen Rhythmus: Wurf um Wurf klatschte vorne auf den Ring. Die konfuse Linie der Schiedsrichter, die sich mit zahlreichen Offensivfoul- und Schrittfehler-Entscheidungen in den Vordergrund pfiffen, trug natürlich nicht zu einem guten Spielfluss bei.

Mit einem 18-Punkte-Defizit (43:25) ging es für den FC Bayern in die Kabine. Das einzige Positive war, dass man aufgrund des Hinspielergebnisses „nur“ acht Zähler aufholen musste. Diese Mission schien nach der Halbzeitpause durchaus auf einem guten Weg, denn die Defense schaltete einen Gang nach oben und Galatasaray ließ einige offene Würfe liegen.

Als der Rückstand auf neun Punkte geschmolzen war und das Momentum auf Bayern-Seite zu kippen schien, ließen Alex Renfroe und Co. aber einige unbedrängte Korbleger und zahlreiche Freiwürfe liegen. Ein Dreier von Sinan Güler brachte das frenetische Publikum in der Abdi Ipekci Arena wieder ins Spiel und Gala zurück auf die Siegerstraße. Obwohl Bayern knapp eine halbe Minute vor Spielende mit dem letzten Angriff die Chance hatte, das Spiel nochmals zu kippen, ließen sich die Türken die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Dusko Savanovic verlor den Ball und Errick McCollum machte an der Freiwurflinie den Halbfinaleinzug für Galatasaray perfekt (72:59).

Ein Blick in die Statistiken

In der Summe hat Bayern das Duell gegen den türkischen Traditionsklub mit 161:158 verloren. Bitter: Bayern leistete sich im Rückspiel sage und schreibe 21 Turnover so viele wie in keinem anderen Spiel in dieser Saison.

Außerdem flatterten an der Freiwurflinie gewaltig die Nerven: Zwölf Zähler ließen die Münchner nach Fouls der Türken liegen. 12 von 22 Freiwürfen – in einem do-or-die-Spiel, das man mit drei Punkten Differenz verliert, eindeutig zu wenig.

Spieler im Blickpunkt

Die Bayern wirkten über weite Strecken des Spiels im Kollektiv verunsichert. Als man im letzten Angriff die Chance hatte, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden, tat sich kein Spieler hervor, der Verantwortung übernehmen wollte. Deon Thompson (14 Punkte, 5 Rebounds), der in der hitzigen Atmosphäre am ehesten einen kühlen Kopf zu bewahren schien, saß zu diesem Zeitpunkt bereits mit fünf persönlichen Fouls auf der Bank.

Die Stimmen zum Spiel

Svetislav Pesic, Coach FC Bayern Basketball

„Gratulation an Galatasaray zum Halbfinale. Wir hatten kein gutes zweites Viertel, da haben sie sehr aggressiv verteidigt und die Unterstützung der Fans war extrem, das hat sie zusätzlich motiviert. Im dritten Viertel haben wir allerdings exzellent gespielt, guten Teamspirit und Charakter gezeigt. Der Heimvorteil war wohl entscheidend, und jetzt ist Galatasaray sicher der Favorit auf den Titel. Denn sie haben nicht nur Qualität und einen guten Trainer, sondern auch diese Heimatmosphäre.“


Nach dem bitteren Eurocup-Aus steht für die Bayern in der Bundesliga direkt das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Am Ostermontag reist die Truppe von Coach Pesic zu den Telekom Baskets Bonn, um den zweiten Platz in der Beko BBL zu verteidigen. Die Meisterschaft ist nunmehr das einzige Ziel, das es bis Saisonende zu verfolgen gilt.

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