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Lieber Frank Menz…

24.01.2017 || 11:05 Uhr von:
In "MfG Simon" greift Simon Linder jeden Dienstag ein Thema des deutschen Basketballs auf und schreibt einen Brief – heute an Braunschweig-Coach Frank Menz.

Lieber Frank Menz,

vor drei Monaten habe ich dir schon einmal geschrieben. Damals hattest du mit deinen Basketball Löwen Braunschweig gerade die fünfte Pleite im sechsten Saisonspiel kassiert – eine ernüchternde Heimpleite gegen Tübingen mit 28 Punkten Differenz. Der Abwärtstrend schien unaufhaltsam. Ich hielt Investitionen in das Team für dringend notwendig – und schrieb gleichzeitig, dass dein Team zunächst einmal dringend wieder kämpfen muss. Meine Kolumne endete mit dem Satz: „Wenn es allerdings in den nächsten Spielen wieder an der Einstellung scheitern sollte, dann gibt es für Braunschweig wohl leider keine Hoffnung.“

Drei Monate später…

Seitdem ist viel passiert: Phoenix Hagen ist pleitegegangen, wodurch nur noch ein Team am Ende dieser Spielzeit sportlich absteigen wird. RASTA Vechta hat Spieler verpflichtet, Spieler gefeuert, einen Spieler sogar verpflichtet und danach wieder gefeuert – spielerisch haben sie sich allerdings eher verschlechtert als verbessert. Und die WALTER Tigers Tübingen, die deinem Team damals noch eine empfindliche Niederlage beigebracht hatten, konnten seitdem nur zwei Partien gewinnen – gegen Hagen und Vechta.

Könnte man also sagen, dass die schlechten Leistungen der anderen Abstiegskandidaten der Grund dafür sind, dass Braunschweig wieder auf den Klassenerhalt hoffen darf? Nein! Denn mindestens genauso wichtig wie die zahlreichen Niederlagen der direkten Konkurrenten aus Vechta und Tübingen ist die Leistungssteigerung deines Teams. Die Löwen kämpfen wieder!

Von -48 auf +19

Was auch immer du mit deinem Team angestellt hast – die Maßnahmen haben Früchte getragen. Greifbar wird das an den Ergebnissen der beiden Saisonspiele gegen medi bayreuth: Eine Woche vor der bereits erwähnten Niederlage gegen Tübingen hatten deine Löwen gegen Bayreuth verloren – mit 48:96. Vor zwei Wochen gab dann es die Revanche: Beim Rückspiel konntet ihr die Mannschaft des Braunschweiger Ex-Trainers Raoul Korner mit 82:63 schlagen. Ein echter Statement-Sieg: Hallo Liga, Braunschweig ist wieder da!

Und auch das Spiel in Berlin am vergangenen Wochenende zeigte, wie sehr sich dein Team verbessert hat. Drei Viertel lang wart ihr auf Augenhöhe mit den Albatrossen. Nach einem schwachen dritten Viertel (10:22) konntet ihr das Spiel durch einen starken Schlussspurt fast noch einmal spannend machen. Ich bin mir sicher: Vor ein paar Monaten wäre dein Team in einem solchen dritten Viertel auseinandergebrochen und untergegangen – heute passiert das nicht mehr. Hattet ihr bis Mitte November nur in einem von neun Spielen den Schlussabschnitt gewinnen können, so entschiedet ihr in den folgenden neun Spielen bis heute fünf letzte Viertel für euch.

Ein Glue Guy, zwei Schützen und ein Dominator

Ein Grund für die neue Stärke ist die Verpflichtung von Jamal Boykin. Er ist ein echter Glue Guy, der zudem an beiden Enden des Feldes gute Leistungen zeigt. Dazu haben sich die Aufbauspieler Carlos Medlock und Thomas Klepeisz stabilisiert. Und Dyshawn Pierre dominiert seine Gegenspieler teilweise nach Belieben – sollte er seinem Spiel noch einen Dreipunktewurf hinzufügen können, wird er auch für sichere BBL-Playoffteams interessant werden.

Aktuell zählt allerdings für ihn wie für dein ganzes Team nur das anstehende Derby gegen Oldenburg, danach die Partie gegen Jena. Ich sag’s mal so: Es würde mich nicht völlig vom Hocker hauen, solltet ihr beide Spiele gewinnen. Und allein das zeigt schon, was für eine tolle Arbeit du in den letzten Monaten in Braunschweig geleistet hast. Respekt, Frank Menz!

MfG Simon


In „MfG Simon“ greift basketball.de-Redakteur Simon Linder jeden Dienstag ein Thema des deutschen Basketballs auf – und schreibt einen Brief. Über Lob, Kritik und Kommentare freut er sich – wenn Ihr ihn kontaktieren wollt, geht das am besten über Twitter (@SimonLinder). Wenn Ihr lieber eine Mail schreiben möchtet, erreicht Ihr ihn unter simon.linder(at)basketball.de.

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