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Bonn gewinnt RheinMain-Cup

31.08.2014 || 21:33 Uhr von:
McConnell_TelekomBasketsBonn
Wie jedes Jahr waren die Telekom Baskets Bonn auch in diesem Jahr Teilnehmer beim RheinMain-Cup, ausgerichtet von den Dragons Rhöndorf (ProB). Weitere Teilnehmer waren der SC Rasta Vechta (ProA) und BBL-Aufsteiger Crail...

Wie jedes Jahr waren die Telekom Baskets Bonn auch in diesem Jahr Teilnehmer beim RheinMain-Cup, ausgerichtet von den Dragons Rhöndorf (ProB). Weitere Teilnehmer waren der SC Rasta Vechta (ProA) und BBL-Aufsteiger Crailsheim Merlins. Bonn und Crailsheim gewannen am Samstag jeweils ihre Halbfinalspiele und standen sich in Folge dessen im Finale gegenüber, im Spiel um den dritten Platz konnte sich am Ende der SC Rasta Vechta durchsetzen.

Tag 1: Dragons Rhöndorf – Telekom Baskets Bonn 53:88

Der Tradition entsprechend bestritten die Bonner Baskets das erste Spiel der Preseason gegen den Kooperationspartner aus Rhöndorf. Das Duell Drittligist gegen regelmäßigen Playoff-Teilnehmer ist eigentlich immer eine recht deutliche Angelegenheit, in diesem Jahr traten die Dragons zudem noch personell geschwächt an. Gespannt erwartet wurden selbstverständlich die vier Neuzugänge der Baskets, für mich persönlich stand gerade hinter Tadas Klimavicius noch ein großes Fragezeichen. Doch es begann vielversprechend: der erste Angriff lief direkt über den 2,04m großen Litauer, der mit überzeugendem Postmove abschließen konnte. Die Baskets konnten sich schnell eine Führung erspielen, von den vier Neuen stach besonders Angelo Caloiaro hervor (kleine Anekdote am Rande: der Rhöndorfer Hallensprecher präsentierte eine Menge Varianten, wie der Nachname des Power Forwards ausgesprochen werden könnte). Schon nach dem ersten Spiel lässt sich sagen, dass er den Bonner Fans wohl noch viel Freude bereiten wird. Zur Halbzeit waren es bereits 18 Turnover auf Seiten der Dragons und 13 Steals bei den Baskets, Spielstand: 28:45. Nach der Pause begann dann die Show des Steve Wachalski, der einen Dreier nach dem anderen versenkte und seine Leistung fast noch mit einem Alley oop krönte. Am Ende stand ein deutliches 53:88 auf der Anzeigetafel, alle Spieler hatten zwischen 15 und 25 Minuten gespielt. Topscorer war Steve Wachalski mit 20 Punkten, darunter vier getroffene Dreier. Alles in allem ein munteres erstes Spiel.

Tag 2: Crailsheim Merlins – Telekom Baskets Bonn 75:85

Im Finale des RheinMain Cups standen sich dann BBL-Aufsteiger Crailsheim und die Telekom Baskets gegenüber. Die ersten Minuten des Spiels gehörten auch dem Aufsteiger, dann allerdings fingen sich die Bonner und starteten einen 18:0 Run, der die Basis für den Sieg legte. Crailsheim konnte den Rückstand nicht mehr auf weniger als sieben Punkte verkürzen. In der ersten Halbzeit wirkten die Baskets sehr souverän, im dritten Viertel machten sich dann die aufgrund der Vorbereitung wohl sehr müden Beine bemerkbar und das Spiel lief nicht mehr ganz so flüssig. Vor allem die Intensität in der Verteidigung ließ nach, Crailsheim kam daher im dritten Spielabschnitt auch auf 32 Punkte. Die Baskets ließen sich den Sieg jedoch nicht mehr nehmen und gewannen so – der Tradition entsprechend – den ersten und einzigen Titel der Saison. 😉

Einen besonders guten Eindruck hinterließ auch in diesem Spiel Neuzugang Angelo Caloiaro. Seine 21 Punkte, 13 Rebounds und 3 Assists ergaben am Ende einen Effektivitätswert von 32.

Für die Telekom Baskets spielten: McConnell (3 Punkte, 4 Assists), Mädrich (2), Veikalas (11/1 Dreier), Brooks (8), Mangold (9/3), Caloiaro (21/3, 13 Rebounds), Lawrence (6, 8 Assists), Klimavicius (14), Koch (9/1), Wachalski (2)


Die Spieler in der Einzelkritik

  • #4 Mickey McConnell

Der Neuzugang hatte vor allem eins: Pech im Wurf. Er konnte jedoch das eine oder andere Mal mit gutem Auge für den freien Mitspieler und dementsprechend starkem Passspiel glänzen. Wenn er dazu noch seinen Wurf findet, können sich alle Bonner auf ein starkes Point Guard-Duo freuen.

  • #5 Dirk Mädrich

Mädrich wirkte teilweise extrem schwerfällig, was seinen Grund sicher auch in der laufenden Vorbereitung hat. Vergangene Saison hat er aber gezeigt, was er kann, und wird sein Potenzial in der Saison sicherlich noch abrufen.

  • #6 Benas Veikalas

Der Litauer war eher unauffällig. Er traf in der Offensive seine Würfe, war defensiv aber oftmals einen Schritt zu langsam. Es tut ihm sicher gut, wieder einen Landsmann im Team zu haben – grundsätzlich weiß man bei ihm auch, was man hat.

  • #7 Ryan Brooks

Auch Brooks hatte viel Wurfpech, war aber vor allem auch im Spiel gegen Rhöndorf für die spektakulären Szenen zuständig. Gerade sein Wurf aus der Mitteldistanz, der vergangene Saison extrem konstant fiel, hätte gerne das eine oder andere Mal öfter den Korb treffen können.

  • #8 Andrej Mangold

Mangold war besonders in der Defensive extrem stark. Er setzte seine Gegenspieler unter Druck und konnte so einige Turnover provozieren. Im Spiel gegen Crailsheim fielen dann auch die Dreier, ihn hätte ich gerade in dem Spiel gerne einige Minuten mehr gesehen.

  •  #9 Angelo Caloiaro

Er ist für mich jetzt schon die beste Neuverpflichtung! Der Mann mit dem unaussprechbaren Nachnamen punktet, reboundet und ist auch sonst gefühlt einfach überall auf dem Spielfeld. Ein Effektivitätswert von 32 spricht für sich.

  • #10 Eugene Lawrence

Lawrence blieb eher unauffällig, kam aber in beiden Spielen am Wochenende auf je acht Assists. Ich hätte ihn und McConnell sehr gerne mal gemeinsam auf dem Feld gesehen. Bei ihm ist noch viel Luft nach oben.

  •  #11 Tadas Klimavicius

Gegen Rhöndorf hat er mich überzeugt, allerdings hatte er da auch kaum Gegenwehr unter dem Korb. Im Spiel gegen den Ligakonkurrenten aus Crailsheim sah das dann schon etwas anders aus. Sehr stark aber, wie er sich nach jedem gestellten Block schön abrollte und Pick’n’Roll spielen wollte. Wenn das Team weiter eingespielt ist, kann das eine sehr wichtige und dann hoffentlich auch regelmäßig gespielte Option werden.

  •  #12 Florian Koch

Der Deutsche spielte mit extrem viel Selbstbewusstsein, nahm die Würfe wenn er offen war und verwandelte sie dann auch häufig. Teilweise mit starkem Zug zum Korb, notfalls auch mit Foul abgeschlossen. Defensiv muss er aber noch zulegen. Coach Fischer gab ihm eine Menge Spielzeit, die er wirklich gut nutzte. Hoffentlich behält er sein Selbstbewusstsein während der Saison.

  • #14 Steve Wachalski

Auch er strotzte vor allem im Spiel gegen Rhöndorf nur so vor Selbstbewusstsein und traf einen Dreier nach dem anderen. In der Verteidigung war er oftmals einen oder zwei Schritte zu langsam.

Fazit

Das neue Team zeigte sich bereits jetzt sehr eingespielt und konnte auch durch häufig bissige Verteidigung überzeugen. Das größte Fragezeichen steht für mich allerdings noch hinter dem Thema Rebounds, was ja auch vergangene Saison das große Manko war. Diesbezüglich haben sich die Baskets in beiden Spielen nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Zu diesem Zeitpunkt der Preseason kann man aber schon sehr zufrieden sein und sich eindeutig auf die kommende Saison freuen.

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1. September 2014 um 11:33 Uhr

…vielleicht ja ausnahmsweise mal nicht den einzigen;-)

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